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Ministerin Lambrecht blamiert sich mit Neujahrsrede: „Dafür ein herzliches Dankeschön“

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Von: Katja Thorwarth

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Verteidigungsministerin Lambrecht in ihrer Silvester-Ansprache.
Verteidigungsministerin Lambrecht in ihrer Silvester-Ansprache. © Screenshot_Insta_C_Lambrecht

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) steht seit Beginn des Kriegs in der Ukraine im Fokus. Nicht immer macht sie eine gute Figur.

Berlin - Der Krieg in der Ukraine hat das Verteidigungsministerium und insbesondere seine vorstehende Ministerin Christine Lambrecht in den Fokus gerückt. Bislang jedoch haben sowohl Lambrecht als auch die restliche Führungsspitze eher eine unglückliche Figur abgegeben - gerade die Ministerin lässt ungern ein Fettnäpfchen aus. Etwa, als sie in einem Regierungshubschrauber mit ihrem 21-jährigen Sohn von Berlin nach Norddeutschland flog. Nach einem Truppenbesuch sollte es auf die Insel Sylt gehen.

Dumm nur, dass der Sohn ein Bild auf Instagram postete und hämische Kommentare im Internet unter dem Stichwort „Helikopter-Mutter“ nicht lange auf sich warten ließen. Nun scheint Lambrecht erneut über Instagram gestolpert zu sein, wie fr.de berichtet.

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) erneut nach Silvester-Rede in der Kritik

Dort zumindest postete sie an Silvester ein Video, das einige Menschen irritiert. Man sieht die Ministerin auf einem Platz in Berlin stehen, im Hintergrund bereits die ersten Silvester-Böller und Kracher. Das erste Problem: Sie ist kaum zu verstehen. Das zweite, und wohl deutlich größere Problem ist, dass Lambrecht zum „Krieg in Europa“ nicht viel mehr einfällt, als „Eindrücke“, die sie „gewinnen konnte“ und weiter „viele Begegnungen mit tollen Menschen“: „Und dafür sage ich ein herzliches Dankeschön.“

„Bei politischen Kommunikationskatastrophen kann man meistens die Absicht erkennen (die schiefgelaufen ist). Aber das hier, von der Kulisse über den Text und die Botschaft bis hin zum Ton, ist eine Katastrophe. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, was sie damit bezwecken wollten“, äußert sich eine Nutzerin auf Twitter.

Weiter geht die CDU-Verteidigungspolitikerin Serap Güler. Sie legt Kanzler Olaf Scholz (SPD) nahe, Lambrecht zu entlassen. Sie schrieb auf Twitter mit Hinweis auf den Ukraine-Krieg: „Die Rede über den Krieg mit Silvesterböllern im Hintergrund setzt ihrer Serie von Peinlichkeiten nur noch die Krone auf. Deshalb: Jede weitere Minute, in der der Bundeskanzler an dieser Ministerin noch festhält und damit das Ansehen unseres Landes weiter beschädigt, geht auf sein Konto.“

„Wer soll uns so noch ernst nehmen?“ – CDU-Politikerin zu Lambrecht

Es gehe schon lange nicht mehr um die Außenwirkung einer Ministerin, sondern um Deutschlands Wahrnehmung in Europa und der Welt. „Wer soll uns so noch ernst nehmen?“, schrieb Güler am Montagmorgen. (ktho)

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