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Kretschmann in USA: „So viel Obdachlose wären bei uns nicht denkbar“

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Ein Obdachloser in New York. Donald Trump will die Hilfen für arme US-Bürger einschränken. Foto: Justin Lane/Archiv
„So weit würden wir es gar nicht kommen lassen“, meint Ministerpräsident Winfried Kretschmann bezogen auf die hohe Zahl der Obdachlosen in den USA (Symbolbild). © Justin Lane

Bei einem Besuch in Sacramento, der Hauptstadt des Bundesstaats Kalifornien, war Ministerpräsident Winfried Kretschmann betroffen über die hohe Zahl der Obdachlosen.

Sacramento (dpa/lsw) - Auch die Supermacht USA kann aus Sicht von Ministerpräsident Winfried Kretschmann noch etwas von den Deutschen lernen. «Wir haben natürlich ganz andere soziale Strukturen», sagte der Grünen-Politiker bei einem Besuch in Sacramento, der Hauptstadt des Bundesstaats Kalifornien, der Deutschen Presse-Agentur. «So viel Obdachlose auf den Straßen, das wäre bei uns nicht denkbar. So weit würden wir es gar nicht kommen lassen.» Deutschland sei nicht nur Innovationsland, sondern auch Sozialstaat. In den USA gebe es andere Debatten, etwa ob es eine Pflicht-Krankenversicherung geben soll: «Das ist von unserer Vorstellung so weit weg wie der Mond.» Die USA hätten mehr Exzellenz, Deutschland dafür mehr «Spitze in der Breite», sagte Kretschmann. Beide Länder könnten voneinander lernen.

Kretschmann bereist diese Woche mit einer mehr als 100-köpfigen Delegation die USA. Dort will er für den Südwesten in Pittsburgh und Kalifornien Kontakte knüpfen. Im Mittelpunkt stehen die Themen Künstliche Intelligenz, Autonomes Fahren und die Zukunft der Gesundheitsindustrie.

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