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Energiepauschale für Studenten: Wer das Geld bekommt – die wichtigsten Infos

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Von: Jason Blaschke

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Studenten und Fachschüler sollen ab 2023 eine Energiepauschale von 200 Euro bekommen. Wie das Geld ausgezahlt werden soll und wer es bekommt, erfahren Sie hier.

Berlin – Der Krieg in der Ukraine und die damit einhergehende Energie- und Preiskrise in Deutschland belastet vor allem auch all jene Verbraucher, die kein oder nur ein geringes festes Einkommen haben. Hierzu zählen etwa Empfänger von Sozialleistungen, Rentner, aber auch Studenten. Von der Ampel-Koalition wurden 2022 eine ganze Reihe von Entlastungen auf den Weg gebracht, die die finanziellen Folgen der Energiekrise abfedern sollen.

Energiepauschale für Studenten: Politik nennt Details zu Einmalzahlung

Dazu zählen etwa ein Heizkostenzuschuss von bis zu 800 Euro, die Inflationsprämie von maximal 3.000 Euro oder die geplante Gas- und Strompreisbremse. Erwerbstätige in Deutschland haben zudem schon eine einmalige Energiepreispauschale (EPP) in Höhe von 300 Euro bekommen, Rentnern soll die Energiepauschale bis zum 15. Dezember ausgezahlt werden. Die letzte Gruppe sind die Studenten in Deutschland, für die jetzt ebenfalls eine Einmalzahlung beschlossen worden ist.

Unklar war bislang das Wann und wie. Am Freitag, 18. November, hat das Bundeskabinett erste Eckpunkte beschlossen. Ab 2023 soll die Energiepauschale für Studenten und Fachschüler kommen – die Kosten dafür trägt der Bund. Etwa 3,4 Millionen Studenten und Fachschüler in Deutschland sollen das Geld beantragen können, berichtet tagesschau.de. Geplant ist, eine digitale Plattform für die Studenten einzurichten, über die die Energiepauschale beantragt werden kann.

Studenten bekommen Energiepauschale: Die Voraussetzungen müssen erfüllt sein

Einen Anspruch auf das Geld sollen alle Studenten und Fachschüler mit einem Wohnsitz oder einem „gewöhnlichem Aufenthalt“ in Deutschland haben, die am 1. Dezember 2022 an einer Hochschule eingeschrieben sind oder eine Fachausbildung belegen können. Matthias Anbuhl – Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks – lobt in einer Stellungnahme, die BW24 vorliegt, die 200 Euro Energiepauschale. „Jeder Euro hilft den Studierenden.“

Jetzt sei es wichtig, dass die 200 Euro Einmalzahlung vom Deutschen Bundestag rasch beschlossen und im Aschluss so schnell wie möglich ausgezahlt werde. Anbuhl lobt, dass die Bundesregierung im Laufe der Inflation und der Energiekrise mehrere Hilfen sowie Zuschüsse für die Studierenden auf den Weg gebracht hat. Hierzu zählen die Heizkostenzuschüsse oder auch die 300 Euro EPP für Erwerbstätige, die auch Studenten mit Minijob in Deutschland beziehen können.

Studentenwerk zu Energiepauschale: „Viele Studenten brauchen das Geld jetzt“

Kritik gibt es am Zeitmanagement. „Viele Studierende brauchen das Geld wegen der explodierenden Preise jetzt“, sagt Anbuhl. In ganz Deutschland seien neben den Einmalzahlungen zudem „strukturelle Verbesserungen bei der staatlichen Studienfinanzierung notwendig.“ Das Deutsche Studentenwerk empfiehlt, den BAföG-Grundbetrag so schnell wie möglich anzuheben, um auf die gestiegenen Preise zu reagieren.

Nötig sei zudem ein Plus bei der Wohnkostenpauschale. „Von den 360 Euro zurzeit kann man sich in den meisten Hochschulstädten kein WG-Zimmer leisten“, sagt Anbuhl. Das BAföG müsse zudem regelmäßig an die Entwicklung von Preisen sowie dem Einkommen angepasst werden. „Das müsste die Bundesregierung parallel zur Einmalzahlung und unabhängig davon anpacken. Das ist die beste Armutsprophylaxe.“

Wir lassen die jungen Menschen nicht alleine.

Bettina Stark-Watzinger, Bundesbildungsministerin

Energiepauschale für Studenten: Müssen die 200 Euro versteuert werden?

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger lobt in ihrer Stellungnahme die Fortschritte bei der 200 Euro Energiepauschale – „Wir lassen die jungen Menschen nicht allein.“ An der Umsetzung arbeite man mit Hochdruck, dazu sei man in Beratungen mit den Ländern. Erste Details gibt das Bundesbildungsministerium auf der Homepage bekannt. So soll die 200 Euro Energiepauschale im Gegensatz zur EPP bei Erwerbstätigen nicht versteuert werden.

Zudem sollen auch ausländische Studenten die 200 Euro beantragen können, sofern sie zum 1. Dezember 2022 an einer Hochschule in Deutschland immatrikuliert sind. Dasselbe gilt laut Ministerium auch für Teilzeitstudierende, Promotionsstudierende, Studierende in einem Urlaubssemester und Studierende in einem dualen Studium. Genauere Details zum Auszahlungszeitpunkt finden sich aber auch in den FAQs des Bundesbildungsministeriums nicht.

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