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Bundestagswahl 2021: Erste Reaktionen – „Olaf Scholz soll Kanzler werden“

Einige Prognosen sehen die SPD vorne. Generalsekretär Klingbeil sieht darin bereits einen Regierungsauftrag.
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Einige Prognosen sehen die SPD vorne. Generalsekretär Klingbeil sieht darin bereits einen Regierungsauftrag.
  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Die SPD feiert – trotz hauchdünnem Vorsprung in den Prognosen – bereits einen Wahlsieg. Die Grünen feiern ihr Rekordergebnis und auch die Union gibt sich noch optimistisch.

Berlin – Nach den ersten Hochrechnungen zur Bundestagswahl 2021* liefern sich CDU*/CSU* und SPD* ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen im Kampf um die größte Bundestagsfraktion. Die ersten Reaktionen der Parteien sowie der Kanzlerkandidatinnen und Kanzlerkandidaten auf die Hochrechnungen zur Wahl sind entsprechend am frühen Sonntagabend noch verhalten. Fest steht jedoch, dass der nächste Bundeskanzler Olaf Scholz* oder Armin Laschet* heißen wird.

Optimistisch, dass nach 16 Jahren erstmals wieder ein SPD-Kanzler das Land regieren wird, zeigte sich am Wahlabend etwa SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil: „Wir liegen vorne, wir haben es auf Platz Nummer eins gebracht“, sagte er bereits kurz nach Schließung der Wahllokale im Interview im ZDF*, dessen Prognose die SPD wenige Prozentpunkte vorne sah: „Olaf Scholz soll Kanzler werden“, forderte Klingbeil. Man habe gewusst, dass es ein enges Rennen gibt, sagte Klingbeil, freute sich jedoch darüber, dass die SPD sich zurückgekämpft habe.

Bundestagswahl 2021: Armin Laschet sieht klare Botschaft für die CDU

Doch auch CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet erhob Anspruch aufs Kanzleramt: „Eine Stimme für die Union ist eine Stimme gegen eine links geführte Bundesregierung. Deshalb werden wir alles daran setzen, eine Bundesregierung unter Führung der Union zu bilden“, sagte er vor Parteimitgliedern in Berlin.

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock* hat zwar keine Chance mehr auf die Kanzlerschaft, feierte aber dennoch das historische Rekordergebnis ihrer Partei. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sah das Abschneiden der Partei in den Prognosen kritischer. Dem Bayerischen Rundfunk sagte er: „Wir hätten uns mehr erhofft.“ Jetzt gehe es darum, das Beste aus dem Ergebnis zu machen. Zufriedener zeigte sich Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckhardt: „Wir sind sehr froh darüber. Das war eine Generationenwahl. Auch wenn wir uns noch mehr erhofft hätten“, sagte Göring-Eckhardt am Sonntagabend in der ARD*.

FDP*-Generalsekretär Volker Wissing äußerte sich mit Blick auf die Regierungsbildung zurückhaltend: „Heute ist nicht der Zeitpunkt, über Koalitionen zu sprechen.“ Er zeigte sich aber erfreut über das Ergebnis der FDP und sprach auch von einer Absage an Rot-Rot-Grün. Dieses Ergebnis hob auch CSU-Generalsekretär Markus Blume hervor. (ska mit dpa/AFP) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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