„Kleinen Ausgleich sollten wir schaffen“

Ausgleichszahlung bei Vermietung an Flüchtlinge? Ministerin stellt Plan vor

Nicole Razavi (CDU)
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Nicole Razavi (CDU), baden-württembergische Ministerin für Wohnen und Landesentwicklung, denkt über eine Ausgleichszahlung bei Vermietung an Flüchtlinge nach.

Wohnungsbauministerin Nicole Razavi (CDU) schwebt eine Ausgleichszahlung für private Vermieter vor, die Wohnraum an Ukraine-Flüchtlinge bereitstellen.

Heidelberg (dpa/lsw) – Baden-Württembergs Wohnungsbauministerin Nicole Razavi (CDU) denkt über eine Ausgleichszahlung für private Vermieter nach, die Wohnraum für Geflüchtete aus der Ukraine bereitstellen. „Mir schwebt vor, dass wir diesen Menschen einen kleinen Ausgleich für die Differenz zahlen zwischen dem, was eine ukrainische Familie an Miete zahlen kann, und dem, was normalerweise verlangt werden kann“, sagte Razavi der „Rhein-Neckar-Zeitung“

„Wir werden das nicht komplett ausgleichen können. Aber einen kleinen Ausgleich sollten wir schaffen.“ Wenn beispielsweise derzeit nicht vermietete Einliegerwohnungen an Flüchtlinge vermietet würden, erhöhe dies auch die Chance, dass solche Wohnungen dauerhaft wieder zur Verfügung stünden. Razavi schätzt, dass sich die Spannungen auf dem Wohnungsmarkt demnächst weiter verschärfen. „Wir sollten das Ganze als Anreiz verstehen, schneller und unbürokratischer mehr Wohnraum für alle zu schaffen“, zitiert das Blatt die Ministerin.

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