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Aras äußert sich zur Baden-Frage: „Haben auf jeden Fall den besseren Wein“

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Muhterem Aras (Bündnis 90/Die Grünen), die Präsidentin des Landtags von Baden-Württemberg.
Sieht in der Debatte um die „Baden-Frage“ auch positives: Landtagspräsidentin Muhterem Aras © Bernd Weißbrod/dpa/Archivbild

Aus Sicht von Landtagspräsidentin Muhterem Aras schadet ein wenig Augenzwinkern in der „Baden-Frage“ nicht. Man profitiere Konkurrenz auf Augenhöhe.

Stuttgart (dpa/lsw) – Beim gelegentlichen Konkurrenzgehabe zwischen Badenern und Schwaben kann ein wenig Augenzwinkern aus Sicht von Landtagspräsidentin Muhterem Aras nicht schaden. „Bei Streit kann auch positive Energie entstehen“, sagte die Grünen-Politikerin am Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur bei einer Veranstaltung zum 70. Landesjubiläum, in deren Vorfeld sich die badische Landesvereinigung Europa heftig beschwert hatte, nicht eingeladen worden zu sein.

Es sei kein Problem, im positiven Sinne zu streiten, sagte Aras. Die Stärke des Landes sei auch eine Folge von Konkurrenz. „Wir profitieren von Konkurrenz auf Augenhöhe.“ Der Südwesten sei 70 Jahre nach seiner Gründung zusammengewachsen aus allen Landesteilen und habe allen Grund, stolz zu sein. Die Badener hätten viel beigetragen zum Liberalismus in Deutschland, sagte Aras. Und: „Die Badener haben auf jeden Fall den besseren Wein.“

Zu dem Podiumsgespräch hatten unter anderem der Landtag, die Landeszentrale für politische Bildung und der schwäbische Heimatbund geladen. Dass die badische Seite nicht beteiligt wurde, hatte die Landesvereinigung Baden erzürnt. Aras stand deshalb im Fokus der Kritik. Die hatte wiederholt argumentiert, dass beim offiziellen Festakt im Landtag am 4. Mai auch Badener auf der Bühne erwartet werden.

Die Badener kämen beim Landesjubiläum keinesfalls zu kurz, versprach Aras erneut am Mittwoch. „Alle Landesteile kommen zu ihrem Recht.“ Am 5. Mai will sich Aras aber mit der Landesvereinigung Baden zu einem Aussöhnungsgespräch treffen.

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