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Schauspiel-Legende Christiane Hörbiger ist tot

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Von: Lukas Einkammerer, Hannes Niemeyer

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Schauspiel-Legende Christiane Hörbiger ist tot. Sie starb Mittwochfrüh im Alter von 84 Jahren in Wien. Während ihrer Karriere war die gebürtige Österreicherin in über 130 Filmen und TV-Produktionen zu sehen.

Wien – Es ist ein dunkler Tag für alle Film- und Fernsehfans. Denn die Schauspielerin Christiane Hörbiger, die sich mit ihrer Rolle in „Das Erbe der Guldenburgs“ als wahrhaftige TV-Legende etablierte, ist am Mittwoch im Alter von 84 Jahren in Wien gestorben. Eine langjährige Mitarbeiterin und ein Freund der Familie bestätigten die traurige Nachricht gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, nachdem zuerst die Wiener Zeitung „Kurier“ darüber berichtet hatte.

Jahrzehnte vor der Kamera: Christiane Hörbiger war seit 1955 als Schauspielerin aktiv

Mit Christiane Hörbiger verliert die Film- und Fernsehlandschaft ein echtes Urgestein. Seitdem sie 1955 für „Der Major und die Stiere“ vor der Kamera stand – einem emotionalen Film über das Ende des Zweiten Weltkrieges – lieh sie ihr Talent unzähligen erfolgreichen Streifen. Im Kino war sie das letzte Mal bereits 2006 zu sehen, als sie für den Kinder-Hit „Der Räuber Hotzenplotz“ die Rolle der Großmutter verkörperte. Ihren letzten Abstecher in die Welt der TV-Produktionen wagte sie jedoch erst 2019 in „Der Fall der Gerti B.“ – einer Folge der ORF-Serie „Stadtkomödie“, die seit 2016 bei dem österreichischen Sender läuft.

Christiane Hörbiger ist am 30. November 2022 in Wien gestorben.
Am 30. November starb Christiane Hörbiger. Sie lebte für das Schauspielern. Egal ob auf der Bühne oder vor der Kamera – die gebürtige Wienerin stellte ihre Talente in über 130 Produktionen zur Schau. © IMAGO/K.Piles; dpa/Georg Wendt (Fotomontage)

Obwohl sich Christiane Hörbigers schauspielerisches Resümee schon damals sehen lassen konnte, ergatterte sie die Rolle, die sie ein Leben lang begleiten würde, erst 1987. Als Christine Gräfin von Guldenburg zog sie auf einem atemberaubenden Landsitz ein und war an der Seite von Karl-Heinz Vosgerau (†92) in fast 40 Folgen des kultigen ZDF-Formats „Das Erbe der Guldenburgs“ zu sehen. Die Geschichte über die fiktiven Adligen gilt auch 32 Jahre nach Sendeschluss noch immer als einer der glänzendsten Erfolge des Senders – und legte in gewisser Weise bestimmt den Grundstein für viele der heute so beliebten Produktionen über die Höhen und Tiefen der Aristokratie.

Was für eine Karriere: Die bekanntesten Filme von Christiane Hörbiger

„Schtonk!“ (1992)

„Die Gottesanbeterin“ (2000)

„Hunger - Sehnsucht nach Liebe“ (1997)

„Jimmy the Kid“ (1999)

„Zurück ins Leben“ (2013)

(Quelle: moviepilot.de)

Talent schon in der Wiege: Christiane Hörbigers Familie ist eine Familie der Schauspiellegenden

Wer sich den beeindruckenden Familienstammbaum von Christiane Hörbiger anschaut, merkt gleich: So viel Schauspielkunst kommt nicht von irgendwo her. Ihre Eltern, Paula Wessely (†93) und Attila Hörbiger (†91) – wie auch Attilas Bruder Paul Hörbiger (†86) – waren begnadete Theaterakteure und scheinen ihrer Tochter ganz viel Talent mit in die Wiege gelegt zu haben. Auch ihre Schwestern Elisabeth Orth (86) und Maresa Hörbiger (77) fanden schließlich den Weg vor die Kamera – und Christianes Neffe zweiten Grades Christian Tramitz (67) zählt zu den gefragtesten Namen der deutschen Filmindustrie.

Filmrollen für die Ewigkeit und eine faszinierende darstellerische Wandelbarkeit – ein Vermächtnis wie das von Christiane Hörbiger wird es so schnell nicht mehr geben. Für ihr Schauspielwerk wurde die gebürtige Wienerin im Laufe ihrer Karriere mit etlichen Preisen ausgezeichnet. Neben dem Bayerischen Fernsehpreis erhielt sie den Adolf-Grimme-Preis und 2009 sogar die Wiener Ehrenmedaille – eine Anerkennung, die nicht vielen zuteil wird. Erst kürzlich ist auch Lisa-Marie (†16) von uns gegangen, die durch das TV-Format „Hartz und herzlich“ Bekanntheit erlangte Verwendete Quellen: kurier.at, deutschlandfunk.de, Deutsche Presse Agentur, moviepilot.de

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