1. bw24
  2. TV
  3. Tatort

„Wirr und langweilig“: Netz straft Tatort „Schattenkinder“ aus Zürich ab

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Sina Alonso Garcia

Kommentare

Kyomi (Sarah Hostettler), Shin (Tim Borys) und Indira (Zoë Valks)
Die Darstellung der Künstlerszene im „Tatort“ wirkte auf manche Zuschauer zu überdreht, andere empfanden sie als sehr gelungen. ©  ARD Degeto/SRF/Sava Hlavacek

In den Twitter-Trends tauchte am Sonntagabend erneut der „Tatort“ auf. Während einige Nutzer sich über die abgedrehte Handlung ärgerten, fanden andere durchaus Gefallen an dem verrückten Künstler-Milieu.

Zürich - Nachdem die Reaktionen zum Münsteraner Tatort in der Vorwoche überwiegend negativ ausfielen, stieß der Tatort aus Zürich am Sonntag auf gemischtes Feedback. Auf Twitter äußerten einige Tatort-Fans ihren Unmut. Das Künstler-Milieu sei ihnen zu abgedreht, die Charaktere zu klischeehaft und die Handlung zu konstruiert gewesen. Andere Nutzer waren mit dem Schweizer Tatort hingegen sehr zufrieden und vergaben ein positives Feedback.

„Unglaubliche Geschichte“, schreibt eine Twitter-Nutzerin. „Wirr und langweilig.“ Ein anderer kritisierte den Fall als „zu konstruiert und gewollt“. Die exzentrischen Charaktere aus der Kunstszene und die bis auf die Augäpfel tätowierten, menschlichen „Objekte“ wirkten auf manche Zuschauer zu schräg. Viele weitere Nutzer ärgerten sich zudem über die hochdeutsche Synchronisierung, die von der originalen, im Schweizer Dialekt gedrehten Version abwich und auf den ein oder anderen unauthentisch wirkte.

Züricher Tatort: Zuspruch für realitätsgetreue Darstellung der Szene - „Kunst lebt von Übertreibung“

Neben der Welle an kritischen Kommentaren, die beim Thema Tatort auf Twitter inzwischen fast schon zum Standard geworden sind, fanden sich auch einige positive. „Sehr finstere Geschichte - gefiel mir gut“, schreibt eine Nutzerin. Auch andere empfanden den Tatort als gelungen und vergaben ihm gute Bewertungen. Insbesondere die Darstellung der Künstlerszene empfanden einige als gut getroffen. „Kunst lebt von Übertreibung“, erklärt eine Zuschauerin. „Wer seit den 90ern die experimentelle Kunstszene verfolgt, kann bestätigen, dass nur eine leichte Überzeichnung des Kunstmilieus vorliegt“, kommentiert ein weiterer.

„Interessant“, schreibt eine Nutzerin. „Wusste nicht, dass man Augäpfel tätowieren kann. Und abstoßend - die Seele des Menschen ist unergründlich und die Kunst ein weites Feld.“ Auch die BW24-Redaktion bewertet den Tatort als gelungenen Einblick in verletzte Seelen und menschliche Abgründe.

Zuschauer-Feedback auf den Züricher Tatort - Lob für die Ermittlerinnen, Kritik an der Story

Insgesamt zeigten sich die Zuschauer des Züricher Tatorts froh, nach dem vor Klamauk strotzenden Münsteraner Schwurbler-Tatort der Vorwoche wieder ein wenig Ernsthaftigkeit präsentiert zu bekommen. BW24 hat eine Reihe an Kommentaren zur Sendung gesammelt:

Während die Reaktionen gemischt und auch einige davon durchaus positiv ausfallen, enttäuschte der Züricher Tatort mit einer miesen Einschaltquote. Nur 6,84 Millionen Menschen sahen den Tatort am Sonntag. So wenige Zuschauer hatte die Sendung in diesem Jahr noch nie. Zum Vergleich: Der Münster-Tatort aus der Vorwoche erzielte mit rund elf Millionen Zuschauern fast die doppelte Quote.

Auch interessant

Kommentare