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„Schlimmer geht‘s kaum“: Netz straft Tatort „Marlon“ aus Ludwigshafen ab

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Von: Sina Alonso Garcia

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Mit Ulrike Folkerts stand Lucas Herzog vor der Kamera. Für seine Rolle färbte er sich seine blonden Haare dunkel.
Mit Ulrike Folkerts stand Lucas Herzog als Marlon vor der Kamera. Für seine Rolle färbte er sich seine blonden Haare dunkel. © SWR/Christian Koch

Der „Tatort“ aus Ludwigshafen traf am Sonntagabend auf gemischtes Feedback. Neben Lob hagelte es auf Twitter ordentlich Kritik für die Umsetzung des hochbrisanten Themas.

Ludwigshafen - Ein „Systemsprenger“ im Tatort: Die Folge „Marlon“ aus Ludwigshafen, die am Sonntag (8. Mai) in der ARD ausgestrahlt wurde, traute sich an ein hochaktuelles Thema. Im Zentrum stand die Frage nach dem Umgang mit aggressiven Kindern. Hier gerieten auch die Kommissarinnen Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Johanna Stern (Lisa Bitter) an ihre Grenzen.

Tatort: Zuschauer-Feedback auf Twitter - „Trotz des wichtigen Themas langweilig“

Auf Twitter trendete ab 20.15 Uhr wie gewohnt der Hashtag #Tatort. In den Kommentaren reagierten die Zuschauer gespalten. Die einen lobten die Handlung und freuten sich darüber, wie die Erwachsenen im Film mit den teils schwierigen Kindern umgehen. „Es ist wichtig, dass man den Kindern zuhört. Kinder sind nicht das Problem“, schrieb etwa eine Twitter-Nutzerin. „Ohne Ironie eine wichtige Botschaft, gerade heute.“ Andere störten sich hingegen daran, dass dieses Thema im Tatort behandelt wurde. „Wenn ich einen Film über Kindererziehung will, brauche ich keinen Tatort“, kommentierte zum Beispiel jemand.

Der Tenor des Zuschauer-Feedbacks: Das Thema war gut gewählt, die Umsetzung hätte stärker sein können. Neben Kommentaren wie „Schlimmer geht‘s kaum“, „grottenschlecht“, „uninspirierend“ oder „trotz des wichtigen Themas langweilig“ fanden sich unter den Zuschauer-Reaktionen aber auch Bewertungen wie „herzzerreißend“ und „richtig stark“. Lob gab es zudem für die Kinder-Darsteller:

Tatort aus Ludwigshafen kann gute Einschaltquote verbuchen

In einem Kommentar lässt auch die BW24-Redaktion den Tatort noch einmal Revue passieren - und kommt zu dem Schluss, dass der Umgang der Erwachsenen im Tatort mit den frechen Kindern womöglich etwas zu lasch ist. Während die Twitter-Reaktionen gemischt ausfielen, spricht die Einschaltquote am Sonntagabend wieder sehr eindeutig für den Tatort. So sicherte sich die Folge „Marlon“ einen Zuschaueranteil von 25,3 Prozent sowie 22,9 Prozent bei den 14- bis 19-Jährigen. Auch wenn der 90-Minüter diesmal nicht mehr als neun Millionen unterhielt, wie zuletzt regelmäßig, gewann der Krimi das Duell mit dem ZDF, das zeitgleich das TV-Familiendrama „Ella Schön: Seitensprünge“ ausstrahlte.

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