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Tatort: So wird „Die Blicke der anderen“ aus dem Schwarzwald

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Von: Sina Alonso Garcia

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Tatort „Die Blicke der Anderen“
Was ist im Haus der Vogts passiert? Sandra Vogt (Lisa Hagmeister) und ihr Verhalten geben Franziska Tobler (Eva Löbau) und Friedemann Berg (Hans-Jochen Wagner) Rätsel auf. © SWR/Benoît Linder

Im Schwarzwald-Tatort wird eine Kleinstadt-Idylle jäh zerstört: Ein Familienvater und sein Sohn verschwinden aus ihrem Wohnhaus - und hinterlassen eine Blutlache. BW24 hat den Krimi vorab gesehen und vergibt 4 von 5 Sternen.

Freiburg - Der letzte Tatort aus dem Schwarzwald liegt schon eine Weile zurück. Zuletzt waren die Kommissare Franziska Tobler (Eva Löbau) und Friedemann Berg (Hans-Jochen Wagner) im Februar 2022 auf den Bildschirmen zu sehen. Am kommenden Sonntag, 6. November, kehrt das Team aus Baden-Württemberg mit einem neuen Fall zurück. BW24 hat den Krimi vorab gesehen und findet: „Die Blicke der Anderen“ überzeugt durch anhaltende Spannung, starke Darsteller und ein sympathisches Ermittler-Team, das ohne Allüren auskommt. Ein sehenswerter Krimi, der nebenbei einen Blick auf kleinstädtische Strukturen und engstirnige Nachbarschaften wirft.

Worum geht‘s? In einer Kleinstadt im Breisgau wird die Idylle durch einen schrecklichen Vorfall gestört. Vom Familienvater Gerd Vogt und dessen Sohn Noah fehlt jede Spur. Stattdessen findet Großmutter Edeltraud Vogt bei ihrem morgendlichen Besuch nur Blutspuren im Haus vor. Auch die Ehefrau und Mutter der Vermissten, Sandra Vogt, ist zunächst nicht auffindbar. Wer hatte ein Interesse daran, Gerd und Noah etwas anzutun? Tobler und Berg dringen immer tiefer in das Gefüge der Kleinstadt vor und merken dabei, dass nur wenig so harmonisch und ruhig ist, wie es an der Oberfläche der gut situierten Gemeinde scheint.

Tatort „Die Blicke der Anderen“ aus dem Schwarzwald: Die BW24-Redaktion vergibt 4 von 5 Sternen

Wie gut ist der Tatort? Die BW24-Redaktion vergibt dem Tatort vorab 4 von 5 Sternen. Begründung: Der Tatort bedient gelungen das Spannungsfeld einer wohlhabenden Wohngegend und der erschreckenden Vorfälle, die die vornehmlich heile Welt erschüttern. Intrigantes, verleumderisches Verhalten unter Nachbarn, Unklarheiten bei den Alibis und bröckelnde Fassaden geben dem Krimi genug Material, um gleichzeitig gesellschaftskritisch und hoch spannend zu sein. Minimalen Abzug gibt es für die Auflösung des Falls, die am Ende nicht ganz plausibel wirkt.

Im Gegensatz zu anderen Tatort-Ermittlern, die bewusst als polarisierende, konfliktbehaftete oder außergewöhnliche Charaktere dargestellt werden, wirken Franziska Tobler und Friedemann Berg als angenehmer Ruhepol. Besonnen und ohne jegliche Allüren agieren die Kommissare in diesem Krimi auf zurückhaltende, aber immer sympathische Weise und sammeln mit Sicherheit Pluspunkte bei einigen Zuschauern.

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