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Vorab-Check: So wird der Tatort „Das Mädchen, das allein nach Haus‘ geht“ aus Berlin

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Von: Sina Alonso Garcia

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Tatort: Das Mädchen, das allein nach Haus‘ geht
Ein letztes Mal gemeinsam am Ermitteln: Nina Rubin (Meret Becker) und Robert Karow (Mark Waschke). © rbb/ARD/Hans Joachim Pfeiffer

Im „Tatort“ aus Berlin am Sonntag betreten Nina Rubin und Robert Karow gefährliches Pflaster. Nach dem Auffinden einer Leiche ohne Kopf geraten sie an die Russen-Mafia.

Berlin - In ihrem letzten gemeinsamen Fall bekommen es die Ermittler Nina Rubin (Meret Becker) und Robert Karow (Mark Waschke) mit einem gefährlichen russischen Clan zu tun. So viel sei bereits verraten: „Das Mädchen, das allein nach Haus‘ geht“ wird ganz schön bedrückend. Der Tatort, der am Sonntag, 22. Mai, um 20.15 Uhr in der ARD ausgestrahlt wird, erzählt von Strukturen, aus denen man, ist man erst einmal in ihnen gefangen, nur schwer wieder auszubrechen vermag. BW24 hat den Tatort vorab gesehen und findet: Der Krimi braucht zwar ein wenig Zeit, um in die Gänge zu kommen. Dann nimmt er aber richtig Fahrt auf und steigert die Spannung zum Ende extrem. Empfehlenswert!

Tatort aus Berlin: Kopfloser Toter aus der Spree führt Rubin und Karow zur Russen-Mafia

Worum geht‘s? Aus der Spree wird eine männliche Leiche ohne Kopf geborgen, deren Identität schwer zu ermitteln ist. Wenig später wird Nina Rubin von einer jungen Frau verfolgt. Julie Bolschakow (Bella Dayne) erzählt der Kommissarin, dass sie Zeugin eines Mordes geworden ist und bittet Rubin um polizeilichen Schutz. Sie kannte den Toten aus der Spree. Er hatte ihr offenbart, dass ihr Mann Yasha (Oleg Tikhomirov) ein führendes Mitglied der russischen Mafia in Berlin ist.  

Rubin beschließt, der jungen Frau zu helfen und weiht die Kriminaldirektorin (Nadeshda Brennicke) ein. Die will Julie in ein Zeugenschutzprogramm aufnehmen, wenn diese im Gegenzug belastendes Material über ihren Ehemann vorlegen kann. Der Kontakt zu Julie bringt Rubin jedoch in ein Dilemma, weil sie fortan Karow aus den Ermittlungen raushalten muss, um die junge Frau nicht zu gefährden.

Karow ermittelt die Identität des Toten, spürt aber mehr und mehr, dass seine Kollegin ihm Dinge verheimlicht. Vertrauen war von Anfang an ein heikles Thema zwischen den beiden und Rubins Verhalten verletzt Karow - zumal sie sich auch privat nähergekommen sind. Umso mehr bricht das alte Problem nun wieder auf. Wird es Nina Rubin in ihrem letzten Fall gelingen, Julie aus den Fängen ihrer kriminellen Familie zu befreien? 

Tatort aus Berlin: Die BW24-Redaktion vergibt 4 von 5 Sternen

Wie gut ist der Tatort? Die BW24-Redaktion vergibt dem Tatort vorab 4 von 5 Sternen. Begründung: Zunächst braucht der Krimi etwas Zeit, bis er wirklich in die Gänge kommt. Das Verhältnis der beiden Kommissare wird anfangs wieder stark zum Thema gemacht, was Zuschauer ein wenig nerven könnte. Spannend wird es, als Julie Bolschakow sich der Kommissarin anvertraut und um ein Zeugenschutzprogramm bittet. Eindrücklich vermittelt der Tatort ein Bild mafiöser Strukturen, die von Gewalt, Angst und Bestechung geprägt sind. Insbesondere die ehemalige Miss Germany Bella Dayne spielt die Rolle der furchterfüllten Ehefrau, die sich vom Clan und ihrem gewalttätigen Mann lösen will, sehr überzeugend.

Als Zuschauer kann man sich sehr gut vorstellen, dass die Dynamiken und Hierarchien des Clans sowie die Ausweglosigkeit, in der sich von ihm Abhängige befinden, tatsächlich dem entspricht, was der Tatort vermittelt. Der Krimi endet mit einem fulminanten Finale, das in seiner Dynamik an einen Action-Film erinnert. Ein würdiger Abschluss für Schauspielerin Meret Becker, die nach sieben Jahren als Nina Rubin das Berliner Ermittler-Team verlässt. Dranbleiben lohnt sich allemal!

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