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„Welche Drogen nehmen Leute, die sowas produzieren?“ - Vernichtendes Feedback für Tatort aus Bremen

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Von: Sina Alonso Garcia

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Nachbar Gernot Schaballa (Aljoscha Stadelmann)
An seltsamen Charakteren mangelte es im Bremer Tatort nicht - hier der Nachbar der Toten, Gernot Schaballa (Aljoscha Stadelmann). © Radio Bremen/Claudia Konerding

Der Bremer „Tatort“ am vergangenen Sonntag glich mehr einem Gruselfilm als einem Krimi. Bei den Zuschauern kam die Folge gar nicht gut an.

Bremen - „Unterirdisch“, „schwachsinnig“, „wirr“ - wer auf Twitter nach Reaktionen zum Tatort vom Sonntag sucht, findet fast ausschließlich negative Bewertungen. Mit ihrem komplett überladenen Grusel hat die Folge „Liebeswut“ aus Bremen offenbar zahlreiche Zuschauer abgeschreckt. Statt eines klassischen Krimis erwartete Tatort-Fans eine überzogene Horror-Show, bei der die Charaktere einer Geisterbahn entsprungen zu sein schienen. Eine Auswertung des Stimmungsbilds zeigt: Da ist die ARD in ihrer Experimentierfreude wohl zu weit gegangen.

„So einen unrealistischen, dialogschwachen und mit Fehlern gespickten Tatort habe ich selten gesehen“, kommentiert ein Twitter-Nutzer. „Könnt ihr nichts Vernünftiges mehr produzieren?“, fragt sich auch eine andere Userin. „Gab‘s das schon mal, dass in einem Tatort wirklich JEDE einzelne Person psychisch krank ist?“, überlegt ein anderer. Ein Statement bringt es gut auf den Punkt: „Wann gibt es endlich wieder mal einen Tatort mit ganz normalen Verbrechern, Eifersuchtsdramen, Erbschaftsstreitigkeiten, von mir aus auch Schutzgelderpressungen. Immer diese irren Szenarien, da wird man selbst ganz irre.“

Twitter-Reaktionen zum Tatort: „Wenn du den Horrorfilm auf Wish bestellst“

BW24 hat einige Kommentare zum Bremer Tatort zusammengetragen - die lassen kein gutes Haar an der Darbietung:

Wie die Kommentare zeigen, störte die Tatort-Zuschauer vor allem der Fakt, dass in dieser Ausgabe der Krimi-Reihe versucht wurde, Elemente wie Horror - etwa durch Grusel-Puppen, Psychopathen und sonderbare Charaktere - in das Format zu integrieren. Womöglich hat sich der ARD-Klassiker hier in ein Genre vorgewagt, das ihm nicht besonders gut steht. Das Fazit: Schuster, bleib bei deinen Leisten! Eigentlich erwarten die Zuschauer doch nichts anderes als endlich mal wieder einen soliden, schaubaren Krimi ohne das ganze verrückte Tamtam, das die Tatort-Drehbücher in letzter Zeit teilweise hergeben.

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