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Vorab-Check: So wird der Tatort „Liebeswut“ aus Bremen

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Von: Sina Alonso Garcia

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Tatort Kommissarinnen
Die Tatort-Kommissarinnen Linda Selb (Luise Wolfram, links) und Liv Moormann (Jasna Fritzi Bauer) geraten in ihrem neuen Fall in ein gruseliges Milieu. © Radio Bremen/Claudia Konerding

Im „Tatort“ aus Bremen am Sonntag begeben sich Liv Moormann und Linda Selb in ein gruseliges und angsteinflößendes Milieu. Dabei werden bei Moormann alte Wunden wieder aufgerissen.

Bremen - Verwahrloste Wohnungen, Grusel-Puppen und düstere Charaktere: Der „Tatort“ aus Bremen am kommenden Sonntag, 29. Mai, um 20.15 Uhr in der ARD, erinnert weniger an einen klassischen Krimi als an eine überzogene Horror-Show. Die im Mordfall Verdächtigen scheinen einer Geisterbahn entsprungen und an Skurrilität nicht zu überbieten. BW24 hat den Tatort vorab gesehen und findet: Schuster, bleib bei denen Leisten! Mit dieser dick aufgetragenen Gruselshow haben es die Drehbuchautoren in diesem Tatort dann doch etwas übertrieben.

Tatort aus Bremen: Der Teufel spricht durch die Wände

Worum geht‘s? Die Bremer Kommissarinnen Liv Moormann (Jasna Fritzi Bauer) und Linda Selb (Luise Wolfram) haben es auf den ersten Blick mit dem Selbstmord einer psychisch Kranken zu tun. Nach einem Wohnungsbrand wird die Leiche der Mieterin in ihrem hermetisch abgedichteten Schlafzimmer gefunden. Die Frau im Hochzeitskleid ist an einem Kopfschuss gestorben, an der Wand eine kryptische Nachricht: Der Teufel spreche durch die Wände und wolle jemanden holen.  

Liv Moormann wehrt sich gegen die Aufnahme von Ermittlungen, denn sie wird im Umfeld des Hauses von ihren eigenen alten Dämonen heimgesucht. Doch ihre Kollegin Linda Selb will unbedingt herausfinden, wer der Teufel ist. Es stellt sich heraus, dass Susanne Kramers kleine Töchter nach der Schule verschwunden sind. Was ist den Mädchen widerfahren? Hat sie „der Teufel“ geholt?  

Tatort Liebeswut
Liv Moormann muss sich ihren verwirrenden Erinnerungen stellen, die der gruselige Nachbar der Toten, Gernot Schaballa, auslöst. © Radio Bremen/Claudia Konerding

Tatort aus Bremen: Wer aus der Reihe der Verdächtigen ist „der Teufel“?

Den Ermittlerinnen wird klar, dass Susanne Kramers Tod (Ilona Thor) nicht das einzige Unglück bleiben wird, wenn sie nicht schnell reagieren. Susanne Kramers familiäres Umfeld beschreibt die Frau merkwürdig einstimmig als instabil, sie habe sich in früheren Jahren sogar selbst verstümmelt. Wem ist zu trauen? Wie ist die Aufregung des getrenntlebenden Ehemannes (Matthias Matschke) und dessen schwangerer Freundin (Milena Kaltenbach) zu deuten? Ist die Besorgnis der Großeltern (Ulrike Krumbiegel, Thomas Schendel) glaubwürdig? Was weiß der Nachbar Gernot Schaballa (Aljoscha Stadelmann), der als einziger Schüsse gehört haben will? Und welche Rolle spielt der Hausmeister der Schule Joachim Conradi (Dirk Martens), der verzweifelt mit seiner pädophilen Neigung kämpft?

Es ist ein Lauf gegen die Zeit, denn Zeugen sterben, bevor die Kommissarinnen ihre Fragen stellen können. Liv Moormann muss sich ihren verwirrenden Erinnerungen stellen, um gemeinsam mit Linda Selb herauszufinden, wer der Teufel ist. Nur so können sie die verschwundenen Kinder finden.

Tatort aus Bremen: Die BW24-Redaktion vergibt 2 von 5 Sternen

Wie gut ist der Tatort? Die BW24-Redaktion vergibt dem Tatort vorab 2 von 5 Sternen. Begründung: Dass der Tatort sich ins Grusel-Milieu wagt, ist per se nicht verwerflich. In der Umsetzung hapert es dann aber doch etwas. Die Charaktere wirken zwar durchaus schräg, dämonenhaft und psychopathisch, aber gleichzeitig lenken sie auch von einer stringenten Handlung ab. Insgesamt wirkt das ganze Schauspiel stellenweise absurd und überzogen. Wer auf einen klassischen Krimi hofft, sollte hier lieber nicht einschalten.

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