1. bw24
  2. TV
  3. Tatort

TV-Zuschauer feiern Dresdner Tatort: „Spannend bis zur letzten Minute“

Erstellt:

Von: Sina Alonso Garcia

Kommentare

Cornelia Gröschel, Martin Brambach und Karin Hanczewski
Eingespieltes Team: Die Dresdner Tatort-Kommissare Leonie Winkler (Cornelia Gröschel), Peter Michael Schnabel (Martin Brambach) und Karin Gorniak (Karin Hanczewski). © MDR/Hardy Spitz

Der Dresdner Tatort „Das kalte Haus“ traf am Pfingstmontag bei Zuschauern voll ins Schwarze. Zahlreiche Twitter-Nutzer lobten den Krimi. Kritik hagelte es derweil für eine altbackene Influencerin und eine allzu fröhliche Geburtstagssause.

Dresden - Ein Hauch von „Gone Girl“ wehte am Pfingstmontag in der ARD. So erinnerten Setting und Ausgangspunkt des Dresdner Tatorts stark an David Finchers erfolgreichen Psychothriller von 2014. Auch in „Das kalte Haus“ dreht sich alles um das rätselhafte Verschwinden einer Ehefrau, deren Mann sich äußerst merkwürdig verhält. Während man dem Gatten zunächst nichts nachweisen kann, verdichten sich nach und nach Anzeichen auf eine toxische Ehe.

Anstatt sich auf eine Vielzahl an Verdächtigen zu stürzen, beleuchtete der Dresdner Tatort eindringlich die Beziehung der verschwundenen Frau zu ihrem Ehemann. Weil sich die Handlung auf wenige Personen konzentrierte, kamen die Charaktere stärker und glaubwürdiger zur Geltung, als sie es häufig sonst in anderen Ausgaben der Krimi-Reihe tun. Das kam bei den TV-Zuschauern gut an. Als „großartig“, „sehr gut“ und „spannend bis zur letzten Minute“ bezeichneten Twitter-Nutzer den Tatort. Insbesondere die Performance von Martin Brambach als Kommissar Schnabel wurde von vielen als sehr realitätsnah gelobt. So stehe er stellvertretend für den „alten weißen Mann“, der häufig politisch inkorrekte Aussagen tätigt, dabei aber unfreiwillig drollig und unwissend wirkt.

Tatort-Zuschauer witzeln über Drehbuch: „Lustige Kräuter, die die Drehbuchautoren rauchen, hätte ich auch gerne“

Zwar war das Feedback zum Dresdner Tatort insgesamt positiv - allerdings fanden Zuschauer auch hier wieder Details, die nicht ganz einleuchteten. „Das Verhalten der Ermittler am Tatort (Geburtstagsständchen, Sekt und Kuchen) war doch eher unglaubwürdig“, bemängelt eine Twitter-Nutzerin. Auch andere Nutzer halten diese Einlage für sinnfrei. „Man feiert Geburtstag mit Kuchen am Tatort - die lustigen Kräuter, die die Drehbuchautoren rauchen, hätte ich auch gerne“, scherzt jemand. Irritiert reagierten Zuschauer außerdem auf die Darstellung der Influencerin, die ihre Videos statt des auf der Plattform üblichen 16:9-Formats in altmodischem 4:3-Format hochlädt. BW24 hat die besten und witzigsten Twitter-Kommentare gesammelt:

Neben den tendenziell positiv gestimmten Reaktionen dürften auch die Zuschauerzahlen des Dresdner Tatorts am Montag zufriedenstellend für die ARD gewesen sein. So sicherte sich „Das kalte Haus“ die größte Reichweite im Sender-Vergleich und lockte 8,20 Millionen Zuschauer vor die Fernseher. Der Marktanteil lag bei starken 29,3 Prozent. Am kommenden Sonntag, 12. Juni, ermitteln übrigens Falke und Grosz in Hamburg (Tatort „Schattenkinder“).

Auch interessant

Kommentare