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Starker Borowski-Tatort: Eindrücklicher Zeitsprung mit Thriller-Feeling

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Von: Sina Alonso Garcia

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Borowski früher und heute.
Neben Klaus Borowski (Axel Milberg) taucht auch sein jüngeres Ich im Tatort auf - gespielt von August Milberg. © NDR/Christine Schroeder

In „Borowski und der Schatten des Mondes“ ermittelt Borowski an einem Schauplatz seiner Vergangenheit. Ein eindringlicher, fast thrillerartiger Krimi mit gutem Nervenkitzel, findet unsere Autorin.

Kiel - Bitte nicht schon wieder eine persönliche Verstrickung eines Kommissars - so dachten vermutlich viele Zuschauer, als sie den Kieler Tatort „Borowski und der Schatten des Mondes“ am Sonntag einschalteten. Denn schnell war klar: Borowski hängt da mit drin. Statt einer konstruierten und nervtötenden One-Man-Show, in der sich alles nur um die Abgründe eines Kommissars dreht, erlebten Krimi-Fans diesmal allerdings eine wirklich spannende, plausible und eindrücklich erzählte Geschichte.

Während seine Kollegin Mila Sahin (Almila Bagriacik) in diesem Tatort etwas mehr im Hintergrund agierte, lag das Augenmerk bei den Ermittlern klar auf Klaus Borowski (Axel Milberg). Die immer wieder eingeblendeten Erinnerungen an den Abschied seiner 1970 verschwundenen Freundin Susanne trugen dazu bei, dass der Tatort lebendig und alles andere als langweilig wirkte. Für den Zuschauer interessant zu beobachten war natürlich auch, wie Milbergs Sohn August sich in der Rolle des jungen Borowskis schlug.

Tatort „Borowski und der Schatten des Mondes“

Insgesamt überzeugte die Kieler Tatort-Ausgabe mit extrem düsteren Bildern, die fast mehr an einen Thriller als an einen Krimi erinnerten. Obwohl der Täter recht schnell zu erkennen war, machte dies den Fall nicht weniger spannend. Gerade die Motive und das Umfeld des Täters sowie der Blick in seine Kindheit gaben der Handlung den nötigen Nervenkitzel.

Außer einem Fazit - nämlich: der Borowski-Krimi bekommt eine Eins mit Sternchen - ist nichts hinzuzufügen. Für alle, die jetzt Lust auf noch mehr Tatort bekommen haben: Kommende Woche Sonntag, 17. April, gehen in der ARD Charlotte Lindholm und Anaïs Schmitz aus Göttingen an den Start - allerdings in einer Wiederholung von 2020. In „National feminin“ wird die Leiche einer jungen Frau im Göttinger Stadtwald gefunden. Bei dem Opfer handelt es sich um eine kluge und attraktive Jurastudentin, die mit ihrem erfolgreichen Blog „National feminin“ ein Star der modernen, rechten Szene war. Die Identität der Toten setzt die Ermittlerinnen unter großen Druck.

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