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„Die Höhle der Löwen“: Start-up Aivy auch ohne Investoren erfolgreich - „Haben unseren Umsatz vervierfacht“

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Von: Franziska Vystrcil

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Die Gründer Florian Dyballa, Boas Bamberger, David Biller und Arbnor Raci stellen ihre App „Aivy“ in der Höhle der Löwen vor.
Die Gründer Florian Dyballa, Boas Bamberger, David Biller und Arbnor Raci haben eine spielebasierte Karriere-App entwickelt. © RTL/Bernd-Michael Maurer

Das Start-up „Aivy“ konnte in „Die Höhle der Löwen“ Carsten Maschmeyer und Dagmar Wöhrl für sich gewinnen. Nach der Sendung platzte das Geschäft. Das Unternehmen gibt es trotzdem noch.

Köln - Eine gute Bewerbung zu schreiben, kann eine Herausforderung sein. Man will sich von der breiten Masse abheben, möglichst innovativ sowie kreativ erscheinen. Die Gründer von „Aivy“ wollen da helfen. Die Erfinder wollen mit ihrer App dafür sorgen, dass Aspekte wie Noten, Zertifikate oder Studium in den Hintergrund rücken. Stattdessen wollen sie mehr Wert auf Persönlichkeit und Fähigkeit des Bewerbers legen.

Doch kein Deal bei „Die Höhle der Löwen“: Carsten Maschmeyer und Dagmar Wöhrl steigen bei „Aivy“ aus

In der VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“ stellten die Gründer Florian Dyballa, Boas Bamberger, David Biller und Arbnor Raci ihre Karriere-App vor. Die Löwen zeigten sich begeistert. Dagmar Wöhrl und Carsten Maschmeyer machten den Tüftlern aus Berlin ein ungewöhnliches Angebot: Für die Investition von 450.000 Euro sollten die beiden Unternehmer 10 Prozent am Unternehmen sofort erhalten. Weitere 10 Prozent sollten folgen, sobald sie dem Start-up messbar beim Wachstum geholfen haben.

Die Berliner schlugen zu. Doch nur wenig später scheiterte der Deal. Nicht der einzige Pitch aus Folge sieben, der zu keinem Deal führte. Die Gründer von „Aivy“ ließen deshalb jedoch nicht den Kopf hängen. Im Gegenteil: Sie starteten nach der Sendung so richtig durch.

Investor und Milliardär Carsten Maschmeyer scheint in Staffel elf von „Die Höhle der Löwen“ vom Pech verfolgt zu sein. Der Deal mit „Read-O“ platzte nach der Sendung. Gründer und Löwe konnten sich nicht einig werden. Der Grund für den geplatzten Deal mit „Aivy“ ist laut dem Unternehmer jedoch ein anderer als sonst, wie er auf Twitter verriet.

„Der Deal mit aivyapp kam nach der Senung leider nicht zustande, da wir uns mit einem Altgesellschafter nicht einigen konnten“, schreibt Carsten Maschmeyer. „Die Möglichkeit eines am Altgesellschafter vorbei verhandelten Beteiligungsvertrags ist für uns ein No-Go. Daher mussten wir leider absagen.“ Auch Dagmar Wöhrl schrieb auf Twitter, dass ein Deal „aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen bezüglich der konkreten Ausgestaltung der Meilensteine“ nicht zustande kam.

Etwas anders stellen die Gründer die geplatzten Verhandlungen dar. In einem Interview mit Wirtschaftswoche äußerten sie sich zum geplatzten Deal. Wie Gründer Florian Dyballa erzählt, wurde nach der Sendung anfänglich verhandelt. „Zunächst gab es einen Austausch direkt nach der Aufzeichnung in Köln – wie sehen die Meilensteine genau aus, wie misst man sie? Das hat ein bisschen Zeit in Anspruch genommen, insgesamt einige Wochen“, berichtet er. „Am Ende ist der Deal nicht zustande gekommen. Die Meilensteine wurden zu Stolpersteinen.“

„Aivy“-Gründer über Deal-Desaster: „Am Ende müssen bei einem solchen Deal beide Seiten glücklich werden“

Vor allem bei der Skalierung beim Vertrieb sei es zu Problemen bei den Verhandlungen gekommen. „Es ging vor allem um die Skalierung beim Vertrieb, also zum Beispiel um Kontakte für einen Markteintritt in den USA oder zu großen Unternehmen.“ Das seien normalerweise eher weiche Faktoren, die man nicht in harten Kennzahlen messen könne, sagt der Gründer weiter. „Es ist ja auch eher ungewöhnlich, dass Investorinnen und Investoren solche Meilensteine erfüllen müssen.“

Die Verhandlungen seien stets freundlich und professionell abgelaufen, bestätigt auch Gründerin Alexandra Kammer. „Aber am Ende müssen bei einem solchen Deal beide Seiten glücklich werden. Und wenn das nicht so ist, ist es gut, sich das auch offen einzugestehen.“

Offenbar hat der geplatzte Deal bei „Die Höhle der Löwen“ der Motivation der „Aivy“-Gründer keinen Abbruch getan. Sie haben einen großen Meilenstein erreicht. „Wir haben unseren Umsatz im vergangenen Jahr fast vervierfacht“, sagt Florian Dyballa stolz. In der Zwischenzeit konnte das Start-up auch eine Finanzierungsrunde mit anderen Investoren abschließen. „Und heute können wir unser Produkt auch in der Zusammenarbeit mit unserer Kundschaft weiterentwickeln – das gibt uns eine zusätzliche Quelle, aus der wir schöpfen können.“ Auch ein anderer geplatzter Deal von Carsten Maschmeyers hatte ein glückliches Ende. Das Start-up „Audory“ hat gut lachen: dessen Gründer ergatterte außerhalb der Löwen-Höhle ein Investment.

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