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Die Höhle der Löwen: In Folge 3 wird’s tierisch - Gründer bringen Schafe mit zum Pitch

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Von: Franziska Vystrcil

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Das Start-up „The Plant Box“ präsentiert bei „Die Höhle der Löwen“ mit den Schafen Heidi und Peter ihr Produkt
Für ihren Pitch haben sich die Gründerinnen von „The Plant Box“ tierische Unterstützung von den Schafen Heidi und Peter geholt. © RTL/Bern-Michael Maurer

Am Ostermontag (20.15 Uhr, VOX) stellen sich bei „Die Höhle der Löwen“ wieder fünf Start-ups den kritischen Blicken der Investoren. Passend zum Osterfest betreten Schafe das TV-Studio.

Köln - In der Osterfolge von „Die Höhle der Löwen“ sind die fünf Start-ups nicht auf der Suche nach einem Schoko-Osterhasen. Vielmehr wollen sie einen Löwen sowie einen guten Deal an Land ziehen. Bisher wurde den Zuschauern in Staffel 11 schon einiges geboten. Neben internationalen Start-ups gibt es bei „Die Höhle der Löwen“ jede Menge Frauenpower.

Auch in der neuen Folge wird es spannend. Welches Start-up geht mit einem Osterdeal nach Hause? Diese Ideen stellen die Gründer in Folge 3 von „Die Höhle der Löwen“ vor:

Schafe in der „Höhle der Löwen“: Heidi und Peter stehen für nachhaltige Blumenkästen

Pflanzenkästen für den Balkon sind an sich keine neue Erfindung. Die Gründer Alice Özserin und Anne Baltes-Schlüter haben sich allerdings etwas Besonderes ausgedacht. Um ihr Produkt „The Plant Box“ denkwürdig zu pitchen, haben sie sogar tierische Unterstützung im Gepäck. Die Schafe Heidi und Peter stehen den Gründerinnen zur Seite.

Was Schafe mit Pflanzenkästen zu tun haben? Die Pflanzenballen sind mit Schafwolle umhüllt. Diese Hülle verhindert, dass beim Umtopfen oder Pflanzen auf dem Balkon Erde krümelt. Und sie hat noch einen Vorteil: Da sie reich an Stickstoff, Phosphor, Kalium und Schwefel ist, dient die Hülle nach dem Einpflanzen als Dünger, ist außerdem wasserdurchlässig und reguliert so die Feuchtigkeit im Balkonkasten. Einen Blumentopf mit besonderer Funktion stellte auch das Start-up Botanyia aus Freiberg am Neckar vor.

„Die Höhle der Löwen“-Investorin Judith Williams beim Pitch von „The Plant Box“
Investorin Judith Williams nimmt die Pflanzen von „The Plant Box“ bei „Die Höhle der Löwen“ genauer unter die Lupe. © RTL/Bernd-Michael Maurer

Das Thema Nachhaltigkeit steht bei den beiden Gründerinnen ganz weit oben. So wird der Kunststoff für die „Plant Box“ gänzlich aus recycelten Pflanzenölen gewonnen. Ob die Löwen darauf anspringen? Alice Özserin und Anne Baltes-Schlüter fordern 150.000 Euro für 10 Prozent der Unternehmensanteile.

Grillfleisch-Halter für krosse Krusten - BBQ Bavarian Rescher soll das Grillen revolutionieren

Start-ups rund um Essen und Ernährung kommen bei den DHDL-Investoren meist gut an. Schließlich gibt es dann auch etwas zu verköstigen. In der dritten Folge der elften Staffel dürfen sich die Löwen sogar auf eine Live-Vorführung freuen. Die Gründer Alexander Feilen und Tobias Daniel sind leidenschaftliche Griller. Doch nicht immer will das Fleisch gelingen. Daher haben die beiden BBQ-Fans einen Grillfleischhalter entwickelt. Dieser soll das Fleisch im idealen Winkel über der Hitze platzieren, damit das Fleisch innen noch saftig, außen aber schön knusprig wird - oder auch „resch“, wie der Bayer sagt.

Das Start-up BBQ Bavarian Rescher bei „Die Höhle der Löwen“
Ob die Gründer Alexander Feilen und Tobias Daniel die Löwen mit ihrer Grill-Fleischhalterung überzeugen können? © RTL/Bernd-Michael Maurer

Für Spareribs, Steaks, Bauchfleisch oder Bauchspeck kann der Halter laut den Gründern verwendet werden. Aber auch für Gemüse und Fisch ist er geeignet. Bei Amazon verkaufen die Gründer das BBQ-Zubehör aktuell für 19,99 Euro. Von den Löwen möchten sie 50.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile. Ob die Löwen Potenzial im Grillzubehör sehen? Als „ausgemachter Blödsinn“ wurde die Strahlenschutz-Unterhose von „Silverton“ von den Löwen und im Netz verspottet.

„RES-T“: Ein T-Shirt als Lebensretter bei „Die Höhle der Löwen“

Mit einem Gesuch von 80.000 Euro geht das Start-up „RES-T“ in die „Höhle der Löwen“, um ihr Produkt für den Markteintritt und in den Bereichen Vertrieb und Marketing voranzubringen. Im Gegenzug bieten die Gründer Marco Colombo, Gian-Luca Menn und Nadine Zdych 15 Prozent der Firmenanteile. Hinter ihrem Produkt steckt ein kleiner Lebensretter: ein T-Shirt mit UV-Schutz, das sich innerhalb weniger Sekunden zu einer Rettungsweste umwandeln lässt. Ein ähnliches Umbau-Prinzip verfolgt die Fahrradtasche von „2bag“, die sich mit wenigen Handgriffen in einen Rucksack verwandeln lässt. Die jüngsten Gründer aller Zeiten durften sich über einen Deal mit Nils Glagau freuen.

Das Start-up „RES-T“ stellt bei „Die Höhle der Löwen“ ihr Schwimmwesten-T-Shirt vor.
Gian-Luca Menn, Marco Colombo und Nadine Zdych (v.l.n.r.) haben ein T-Shirt entwickelt, das sich ganz einfach zu einer Schwimmweste umwandeln lässt. © RTL/Bernd-Michael Maurer

Anders als etwa eine Rettungsweste schränkt das T-Shirt von „RES-T“ den Träger nicht in seinen Bewegungen ein. Um es in eine Schwimmweste umzuwandeln, muss man lediglich an einer befestigten Kordel ziehen. Dann beginnt eine im Brustbereich eingearbeitete CO2-Kartusche, das T-Shirt mit Luft zu füllen.

Eine Idee, die sicherlich mehr als nur einen Löwen überzeugen wird. Schließlich sind die Löwen Nils Glagau und Nico Rosberg beide sportbegeistert. Ralf Dümmel und Georg Kofler hingegen haben ein gutes Vertriebsnetzwerk, um das lebensrettende T-Shirt groß rauszubringen. Nicht zu vergessen, dass Dagmar Wöhrl eine Expertin im Bereich Textil ist. Es bleibt spannend, ob die Löwen auf das Angebot anspringen.

WireStyle: Ein Roboter kreiert Faden-Bilder aus Nägeln und Faden

Bilder aus Nägeln und Fäden zu kreieren ist aufwendig und Stunden an Handarbeit stecken in nur einem Bild. Die Gründer Thomas Willberger und André Gall wollten einen Weg finden, solche Kunstwerke dennoch schnell und professionell erstellen zu können. Kurzerhand baute André Gall einen Roboter. Dieser schlägt pro Sekunde zehn Nägel in eine Platte und zieht später an den Nägeln den Faden entlang. Programmierer Thomas Willberger steuerte die Software für den Roboter bei, die nötig ist, um aus jedem Foto ein einzigartiges Faden-Bild zu erzeugen.

Auf der Webseite von „WireStyle“ können bereits fertige Motive bestellt werden. Die Gründer fertigen aber auch individuelle Fotos nach Wunsch an. Hierzu können Kunden ihre Fotos hochladen und so individuelle Fadenbilder in Auftrag geben.

Die „Höhle der Löwen“-Investoren Nils Glagau (links), Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel beim Pitch von „WireStyle“
Von den Nagel-Faden-Bildern des Start-ups „WireStyle“ zeigten sich die Investoren Nils Glagau, Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel (v.l.n.r.) begeistert. © RTL/Bernd-Michael Maurer

Um die Löwen um den Finger zu wickeln, haben die Gründer für ihren Pitch Fadenbilder von den Löwen mit dabei. Klar, dass die aus dem Staunen nicht mehr rauskommen. Doch reicht das auch für eine Investition? Schließlich fordern die Tüftler nicht gerade wenig. 15 Prozent der Firmenanteile gibt es im Austausch von 200.000 Euro.

„Smartbraille“ - E-Books für Blinde

In der zweiten Folge von „Die Höhle der Löwen“ stellte Max Rose seine interaktiven Hörbücher vor. Doch der DHDL-Deal zwischen „audory“ und den Löwen platzte nach der Sendung. Ob Gründer Ralph Brey in der neuen Folge mehr Glück hat? Der Buchautor hat ein E-Book für Blinde entwickelt. Der Ursprung seiner Idee hat einen traurigen Hintergrund: 2013 veröffentlichte Ralph Brey ein Buch, doch sein Arbeitskollege konnte es nicht lesen, da er dabei war, zu erblinden. Das wollte der Autor nicht hinnehmen und entwickelte einen Weg, Literatur auch digital mithilfe von speziellen E-Books für Blinde zugänglich zu machen.

Ralph Brey stellt bei „Die Höhle der Löwen“ sein Start-up „Smartbraille“ vor
Mit seinem E-Book möchte Gründer Ralph Brey Literatur für Blinde einfacher zugänglich machen. © RTL/Bernd-Michael Maurer

Ein wichtiges Anliegen, denn hierbei gibt es ein großes Problem, wie der Gründer beim Pitch verdeutlicht. „Üblicherweise liest ein Blinder mit seinem Zeigefinger. Allerdings ist ein Buchstabe für Blinde hundertmal größer als ein gedruckter Buchstabe für einen Sehenden. Fünfzig Kilo schweres Papier sind nur 300 Seiten“, erklärt er den Investoren. Dank seiner Entwicklung übersetzt ein Algorithmus herkömmliche E-Books in die internationale Blindenschrift Braille. Die Zeichen werden als endlose Braille-Zeile auf einen Fingersensor übertragen und können so von einer der Brailleschrift kundigen Person mit dem Zeigefinger gelesen werden. 

Mit dem kleinen, kompakten Gerät können Blinde fortan auch unterwegs lesen. Dies ist bisher kaum möglich. Durch die größeren Buchstaben und die aufwändige Prägetechnik sind Bücher für Blinde oft teuer und unhandlich. Um das E-Book zur Serienreife zu bringen, benötigt Gründer Ralph Brey das Kapital und die Unterstützung der Löwen. Er fordert 300.000 Euro für Smartbraille. Im Gegenzug bietet er den Löwen 20 Prozent der Firmenanteile.

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