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Die Höhle der Löwen: Twitter zieht über Muttermilch-Kosmetik her - „würde nicht als Weidehaltung durchgehen“

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Von: Franziska Vystrcil

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Levke und Björn Lorenzen stellen in „Die Höhle der Löwen“ ihr Start-up MÉMOIRE Cosmetics vor
Levke und Björn Lorenzen stellen Kosmetik aus Muttermilch her. © RTL / Bernd-Michael Maurer

Und schon wieder bekommt ein Start-up von „Die Höhle der Löwen“ sein Fett weg: MÉMOIRE Cosmetics stellt Pflegeprodukte aus Muttermilch her - auf Twitter gibt es dafür Häme.

Köln - Wer es mit seiner Geschäftsidee in die VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“ (DHDL) schafft, muss ein ausgefallenes oder geniales Produkt vorweisen können. Über die Jahre war da allerhand kurioses dabei: Baby-Wellness, Hundemarmelade oder eine handliche Po-Dusche sind nur ein Bruchteil der ungewöhnlichen Pitches aus der Sendung.

Während so manches Produkt trotz oder gerade wegen seiner Kuriosität einen Deal erhaschen kann, werden aus anderen auch große DHDL-Flops. Andere wiederum kommen zwar bei den Löwen super an, werden jedoch von den Zuschauern und im Netz zerrissen. Zuletzt wurde das Start-up NIPPLI, das Nippel-Cover herstellt, auf Twitter verspottet.

In Folge drei von „Die Höhle der Löwen“ folgte ein weiteres Start-up, das sich um die weibliche Brust dreht: MÉMOIRE Cosmetics stellt Kosmetik-Produkte aus menschlicher Muttermilch her. Dafür werden 70 Milliliter Muttermilch durch ein zweitägiges, durch Druck und Kälte schonendes Trocknungsverfahren zu einem hoch konzentrierten Muttermilchpulver verarbeitet, woraus wiederum die Kosmetik gefertigt wird. Mit der Forderung nach 60.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile kamen die Gründer Levke und Björn Lorenzen in die Höhle. Familienunternehmer Nils Glagau krallte sich den Deal und sicherte sich dabei 30 Prozent an MÉMOIRE Cosmetics - und erntete dafür auf Twitter viel Spott.

„Kapitalismus“ - Muttermilch-Kosmetik von DHDL bekommt viel Kritik im Netz

„Nils Glagau unterstützt diesen Muttermilch Unsinn. Mich wundert einfach gar nichts mehr“, tweetet eine Zuschauerin fassungslos. „Heute war #dhdl echt schlimm... das Schlimmste war die Muttermilch-Creme, in die ausgerechnet der Glagau investiert hat“, schreibt ein anderer Zuschauer.

Nicht nur die Kosmetik wird kommentiert, sondern ein weiteres Standbein des Paares: Levke und Björn Lorenzen fertigen aus Muttermilch auch Schmuck, wie sie in der Sendung verraten. Hierfür pumpt die stillende Mutter Muttermilch ab und sendet sie an das Start-up. In einem 72 Stunden dauernden Prozess werden die farbgebenden Pigmente gewonnen und im Anschluss zu Schmuck weiterverarbeitet. Seit 2020 stellen sie nun auch Creme gegen Hautbeschwerden von Mutter und Kind aus der Milch her. Doch allein der Grundgedanke hinter dem Produkt scheint den ein oder anderen Zuschauer zu stören. „Kapitalismus, wo selbst Muttermilch noch einen zweiten Zweck neben dem Ernähren eines Kindes haben muss“, regt sich jemand auf Twitter auf.

„Der nächste heiße Scheiß … Wir schmieren uns Muttermilch ins Gesicht“, kommentiert einer. „Seit Jahren dreht sich bei ihnen alles um Muttermilch“, zitiert „TimeDrop“ die Gründer und fügt hinzu: „Klingt wie eine wahnsinnig gesunde Beziehung.“

Twitter-User witzeln über Muttermilch-Kosmetik: „Demnächst bei Netto im Frischeregal“

Neben viel Kritik nehmen einige Zuschauer die Geschäftsidee auch aufs Korn. „Meine Muttermilch würde nicht als ‚Weidehaltung‘ durchgehen ... Eher als Couchhaltung“, scherzt „Blechbanane“. „Schatz, kannst du bitte deine Muttermilch abpumpen? Ich habe wieder so trockene Ellenbogen“, witzelt ein anderer. In Anspielung auf Ralf Dümmels Vertriebswege schreibt ein User: „Lefkes Muttermilch demnächst bei Netto im Frischeregal.“

Andere werden sogar kreativ und schlagen neben Schmuck und Creme aus Muttermilch ein weiteres Geschäftsfeld vor. „Wieso nicht Käse aus Muttermilch?“, heißt es auf Twitter etwa. „Und danach dann Globuli aus Muttermilch.“

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