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„Die Höhle der Löwen“: Erfolg für Start-up aus Stuttgart - diese Deals kamen in Folge 7 zustande

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Von: Franziska Vystrcil

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In Folge sieben der aktuellen Staffel von „Die Höhle der Löwen“ ging es wieder heiß her. BW24 verrät, welche Gründer sich über einen Deal freuen konnten.

Köln - Streitende Investoren, Gesichtscreme gegen Blaulicht und Nagelschuhe für Handwerker: In Folge sieben von „Die Höhle der Löwen“ wurde den Zuschauern wieder einiges geboten. Während manche Pitches die Löwen vor Aufregung von den Stühlen rissen, sorgten andere für keine großen Begeisterungssprünge.

Doch wie so oft scheitern einige Deals erst nach den Dreharbeiten. BW24 verrät, welche Start-ups den großen Deal nach Hause holten - und welche scheiterten.

„Die Höhle der Löwen“: „Nice Tarts“ macht die Löwen zu Naschkatzen

Mini-Tartes aus dem Tiefkühlfach mit einem Mandel-Dattel-Boden und einer Cremefüllung aus natürlichen Zutaten wie Obst, Nüssen und Superfoods wie Kakao oder Datteln. Da lief den Löwen das Wasser im Mund zusammen. Andrea Schlumpp und Markus Smarzoch stecken hinter den „Nice Tarts“ aus dem Kühlregal. Ihnen war nicht nur der Geschmack wichtig, gesund sollten die süßen Naschereien ebenfalls sein. Daher verzichten sie bei ihren „NiceTarts“ auf künstliche Süßungsmittel und weitere unnötige Füllstoffe.

Die „NiceTarts“ gibt es aktuell in vier Geschmacksrichtungen: Nougat, Himbeere, Blaubeere-Cashew und Erdbeer-Cashew. Den Löwen schmeckte es. Trotzdem war Carsten Maschmeyer raus. Er hat sich vorgenommen, vorerst nicht mehr in Food zu investieren. Vielleicht ja aufgrund seiner vielen gescheiterten Deals? Der geplatzte Deal mit der Dating-App „Chaanz“ ist nur einer von vielen in dieser Staffel.

Judith Williams überschüttente das Gründer-Paar mit Komplimenten. Doch der Tiefkühlbereich war ihr zu heikel, sie steigt aus. Ralf Dümmel wollte unbedingt einen Deal mit den Gründern und bot 150.000 Euro, forderte dafür aber 30 Prozent statt der gebotenen 20 Prozent der Anteile. Familienunternehmer Nils Glagau bot den gleichen Deal an. Den Zuschlag bekam allerdings Ralf Dümmel.

„Die Höhle der Löwen“: Nils Glagau geht unter die Kosmetiker - „Mijasi Beautyflash“ bekommt den Deal

Isabel Bäring beschützte früher als Polizistin die Bürger. Nach einem Dienstunfall wurde sie jedoch frühzeitig pensioniert. Sie beschäftigte sich daraufhin viel mit Medizin, Heilkunde und Kosmetik. Heute steht der Schutz der Haut für sie ganz oben. „Wer hätte gedacht, dass das Thema Blaulicht auch in meiner zweiten Karriere noch mal eine große Rolle spielen würde. Dieses Mal nicht das Martinshorn, sondern das Blaulicht digitaler Bildschirme“, erzählte sie beim Pitch in DHDL.

Ihr Produkt: Ein Gesichts-Fluid mit Blaulicht-Filter, das die Haut vor Blaulicht, Umwelteinflüssen und Sonne schützt. Zur weiteren Vermarktung von „Mijasi“ benötigt die Gründerin 50.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile. Der erste Eindruck der Löwen war positiv: Das Fluid ist angenehm auf der Haut, riecht zudem gut. Auch von den Fakten, Zahlen und Studien zum Produkt und dessen Wirksamkeit waren die Unternehmer überzeugt.

Dennoch war Carsten Maschmeyer raus, da er in der Vergangenheit bereits in ein Beauty-Produkt mit Blaulichtfilter investiert hat. Nico Rosberg zeigte sich unsicher, was das Marktpotential betrifft, auch er machte kein Angebot. Beauty-Expertin Judith Williams war zwar interessiert, sah aber kein Alleinstellungsmerkmal des Produkts. Übrig blieb nur Nils Glagau, der nach langem Zögern der Gründerin doch ein Angebot machte. Mit 50.000 Euro für 30 Prozent der Firmenanteile zeigte sich Isabel Bäring einverstanden.

„NIVILLI“ ist den Löwen zu teuer - kein Investment

Ein sehr spezielles Produkt stellte Gründer Wilhelm „Willi“ Frank in der siebten Folge vor. Sein Nagelschuh „NIVILLI“ ist ein Kunststoff-Clog, der an der Sohle mehrere Nägel hat. Mit diesem können Handwerker sicher auf Spachtel- und Nivelliermassen laufen. Die Nägel können je nach Bedarf ausgetauscht werden. Der Handwerker und Tüftler bot den Löwen 15 Prozent der Unternehmensanteile für ein Investment von 300.000 Euro.

Judith Williams testet in „Die Höhle der Löwen“ die Nagelschuh-Clogs „NIVILLI“.
Judith Williams in Handwerksklamotten ist ein seltener Anblick. Beim Pitch von Wilhelm Frank testet sie die Nagelschuhe „NIVILLI“. © RTL/Bernd-Michael Maurer

Unternehmerin Judith Williams testete die Nagelschuhe und ließ dafür sogar ihre Highheels stehen. Als passende Investorin sah sie sich bei diesem Produkt aber nicht und stieg aus. Carsten Maschmeyer war skeptisch aufgrund der hohen Unternehmensbewertung von 2.000.000 Euro. Letzten Endes waren es die Zahlen, die die Löwen gänzlich von einer Investition abhielten. Der Preis von etwa 120 Euro pro Paar sei demnach zu hoch, auch die Herstellkosten von etwa 25 Euro sahen die Löwen als Problem an. „NIVILLI“ bekam keinen Deal. Nicht der einzige Flopp bei „Die Höhle der Löwen“.

Karriere-App „Aivy“: Carsten Maschmeyer macht Angebot - und steigt dann doch wieder aus

Die Gründer Florian Dyballa, Boas Bamberger, David Biller und Arbnor Raci haben die Karriere-App „Aivy“ erfunden und entwickelt. Mithilfe der App sollen Bewerber anhand verschiedener Challenges ihre Stärken herausfinden. Das daraus entstehende Stärkenprofil kann Bewerbungsunterlagen hinzugefügt werden. Die App kann aber auch von Unternehmen bei der Findung von neuen Mitarbeitern helfen. Um „Aivy“ weiterzuentwickeln und zu vermarkten, benötigen die vier Gründer 450.000 Euro. Im Gegenzug boten sie den Löwen 10 Prozent am Unternehmen.

Unternehmer Nils Glagau zeigte sich interessiert, gänzlich überzeugen konnten ihn die Gründer nach ihrem Pitch jedoch nicht. Er war raus. Ralf Dümmel und Judith Williams fanden die Idee sowie die Gründer toll, sahen sich aber beide nicht als die passenden Investoren für das Start-up. Carsten Maschmeyer und Dagmar Wöhrl hingegen wollten gemeinsam ein Angebot machen, 450.000 Euro, aber für 20 Prozent Anteile. Mit einem Haken: 10 Prozent würden die Löwen sofort bekommen, weitere 10 Prozent nach Erreichen eines bestimmten Ziels. Die Gründer nahmen nach langer Beratung an, doch nach den Dreharbeiten platzte der Deal.

Auf Twitter schrieb Unternehmer Carsten Maschmeyer: „Der Deal mit Aivyapp kam nach der Sendung leider nicht zustande, da wir uns mit einem Altgesellschafter nicht einigen konnten. Die Möglichkeit eines am Altgesellschafter vorbei verhandelten Beteiligungsvertrag ist für uns ein No Go. Daher mussten wir leider absagen.“ Auch der Deal mit „audory“ platzte, da sich Investor und Gründer nicht einig wurden.

Stuttgarter Start-up „VapoWesp“ sorgt für Streit unter den Löwen

Die Stuttgarter Gründerinnen von „VapoWesp“ sorgten sogar für Streit zwischen den Löwen Nico Rosberg und Georg Kofler. Jeder Löwe wollte den Deal mit Claudia und Leslie Eckert. Die Räucherbox soll gegen Wespen helfen, ganz ohne Gift und übel riechende Substanzen. Die Anwendung ist einfach: Kaffeepulver gemischt mit „VapoPulver“, einer duftenden Kräutermischung, in die Schale der feuerfesten Räucher-Box geben und anzünden.

Um ihr Produkt zu vermarkten, benötigen die beiden Gründerinnen aus Stuttgart 75.000 Euro und bietet dafür 35 Prozent am Unternehmen. Nachdem Georg Kofler wohl das schnellste Angebot in der Geschichte der VOX-Sendung gemacht hatte, wollten auch Ralf Dümmel und Judith Williams den gewünschten Deal eingehen. Ex-Rennfahrer Nico Rosberg war zwar ebenfalls begeistert, glaubte jedoch, das „VapoWesp“ bei einem anderen Investor besser aufgehoben sei.

Während sich die Gründerinnen hinter den Kulissen beratschlagten, eilte Nico Rosberg zu ihnen, um sie zu unterstützen. Das brachte allerdings Löwen-Kollege Georg Kofler ordentlich auf die Palme, er verließ wutentbrannt die Höhle. Die Gründerinnen fragten unterdessen, ob sich ein Löwen-Duo bilden wollte. Judith Williams und Ralf Dümmel verbündeten sich, boten ein Investment für 40 Prozent am Unternehmen. Die Stuttgarterinnen schlugen zu: Deal! Wie gut „VapoWesp“ wirklich funktioniert, zeigt der Test.

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