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„Die Höhle der Löwen“: Netz spottet über Investoren und Luffa-Schwamm - „Gibt es seit gefühlt 1.000 Jahren“

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Von: Franziska Vystrcil

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Die Spülschwämme aus getrockneter Luffa-Gurke namens „Le Gurque“ begeisterten die Investoren in „Die Höhle der Löwen“. Dabei ist die Idee nichts Neues.

Köln - Pinke Plastikhandschuhe als Hygieneprodukt, ein Desinfektionsstick oder 3-D-gedruckte Pferdeschuhe - nicht alle Ideen, die in der „Höhle der Löwen“ (DHDL) vorgestellt werden, sind ein Erfolgsgarant. Ganz nach dem Motto: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. In elf Staffeln gab es eine lange Reihe von Produkten, die entweder schon vor den Löwen floppten oder selbst nach abgeschlossenen Deals den Bach heruntergingen.

Nach der vierten Folge der elften Staffel reiht sich ein weiteres Produkt in die Reihen der DHDL-Flops ein: die nachhaltigen Schwämme „Le Gurque“ des Start-ups „The Closest Loop“. Denn während die Investoren hellauf begeistert waren, Ralf Dümmel beim Pitch sogar selbst zum Spülschwamm griff, hagelte es im Netz Kritik. Denn so neu und innovativ, wie die Gründer ihr Produkt darstellten, ist es gar nicht. Doch das war Familienunternehmerin Dagmar Wöhrl und Gast-Löwin Sarna Röser, die sich den Deal sicherten, offenbar nicht bewusst. Nun platzte der Deal auch noch. Dabei hatte Sarna Röser angekündigt, für ihre Gründer zu kämpfen.

„Die Höhle der Löwen“: „Le Gurque“-Deal mit Dagmar Wöhrl und Sarna Röser platzt

Die elfte Staffel scheint für die Gründer bisher unter keinem guten Stern zu stehen: Judith Williams machte beim Abführmittel „laxplum“ einen Rückzieher, Carsten Maschmeyer ließ gleich zwei Deals platzen. Nun steigen auch noch Dagmar Wöhrl und Sarna Röser bei „Le Gurque“ aus. Dabei waren sie zunächst von der Idee hinter dem „Gemüse-Schwamm“ begeistert. Das Küchenutensil besteht aus Luffa-Gurke, einem Kürbisgewächs aus Asien. Anders als ein herkömmlicher Schwamm aus Plastik ist „Le Gurque“ langlebig und kann später über den Kompost entsorgt werden. „Dank uns spülen Sie in Zukunft mit Gemüse“, sagten die Gründer Leonie Eißele und Niklas Heinzerling bei ihrem Pitch.

Noch ein Vorteil des Schwamms: Die Pflanzen werden in Deutschland angebaut, daher soll das Produkt besonders nachhaltig sein. Die Löwen zeigten sich begeistert. Judith Williams und Ralf Dümmel taten sich zusammen und wollten gemeinsam investieren. Den Zuschlag bekam allerdings das bereits erwähnte Investoren-Duo bestehend aus Sarna Röser und Dagmar Wöhrl. 100.000 Euro wollten die beiden „The Closest Loop“ zur Verfügung stellen. Doch daraus wird nun doch nichts.

„Wir sind sehr traurig darüber, da wir das Produkt von Niklas und Leonie genial finden“, schrieb Dagmar Wöhrl auf Twitter. „Nach den Dreharbeiten haben wir aber bemerkt, dass wir verschiedene Strategien einschlagen möchten. Wir wünschen ihnen alles Gute!“ 

DHDL-Zuschauer genervt: „Wo sind die richtig guten Erfindungen geblieben?“

Ob es wirklich an den unterschiedlichen Vorstellungen lag? Oder haben die Investoren von „Die Höhle der Löwen“ schließlich bemerkt, dass „Le Gurque“ doch nicht so innovativ und neu ist, wie es die Gründer beim Pitch dargestellt hatten? Die Zuschauer kamen den Gründern schnell auf die Schliche. Auf Twitter hagelte es Kritik. „Den normalen Schwamm kann man auch waschen und wieder verwenden“, schreibt ein User und fügt hinzu: „Dinge, die die Welt nicht braucht.“

Einigen kommt der „neuartige“ Luffa-Schwamm bekannt vor. „Mega innovativ, weil sie die Gurke in Deutschland anbauen und damit total nachhaltig sind. Dass es die Schwämme schon seit gefühlt 1.000 Jahren gibt, haben sie aber irgendwie verschwiegen“, ärgert sich ein Nutzer auf Twitter. Eine Zuschauerin hat den Schwamm auch bei der Drogeriekette dm entdeckt. Dort wird der Schwamm von der dm-Eigenmarke „ebelin“ für einen Stückpreis von 2,95 Euro angeboten - und ist somit deutlich günstiger als das Produkt „Le Gurque“, das im Onlineshop des Start-ups 7,95 Euro kostet. „Klar, kann man machen“, stimmt ein anderer Zuschauer sarkastisch zu.

„Alter VOX, jetzt echt? 25 Min für einen Schwamm, den es in jeder Drogerie bereits gibt? DHDL war auch schon mal interessanter. Wo sind die richtig guten Erfindungen gebliebenen?“, regt sich ein anderer auf. Für die Zuschauer ebenfalls unterhaltsam: wie einfach und schnell die Löwen vom Produkt überzeugt sind. „Es nervt mich total, wie weltfremd die Investoren auf diesen Schwamm abfahren“, schreibt etwa „Nukky“. Vor allem die Naivität von Milliardär Carsten Maschmeyer sorgt für Belustigung. „Was kostet sonst ein Schwamm? Maschi ist einfach auf dem Boden geblieben“, scherzt ein User über den Unternehmer.

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