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Carsten Maschmeyers Start-up meldet Insolvenz an - „Mein Herz ist gebrochen“

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Von: Franziska Vystrcil

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Gründerin Katharina Mayer vomStart-up „Kuchentratsch“ bei Die Höhle der Löwen
Mit ihrer Idee zu „Kuchentratsch“ begeisterte Gründerin Katharina Mayer die Investoren bei „Die Höhle der Löwen“. © RTL/Bernd-Michael Maurer

Mit selbstgebackenen Kuchen von Senioren wollte Gründerin Katharina Mayer Omas Kuchen an den Mann bringen. Carsten Maschmeyer wollte sie dabei unterstützen. Nun meldete das Start-up Insolvenz an.

München/Köln - Mit ihrer Idee traf Gründerin Katharina Mayer die Investoren von „Die Höhle der Löwen“ mitten ins Herz. Mit ihrem Start-up „Kuchentratsch“ betreibt die Unternehmerin eine Backstube mit Onlineshop. Eine andere Idee hinter dem Unternehmen war es jedoch, die die VOX-Löwen emotional berührte: Zum Backen finden sich mehr als 50 Omas zusammen, um sich in der Backstube auch auszutauschen und den Tag miteinander zu verbringen.

Carsten Maschmeyer und Dagmar Wöhrl waren von dem Konzept so begeistert, dass sie sich nach dem Auftritt in der VOX-Sendung 2018 mit 100.000 Euro an „Kuchenklatsch“ beteiligten. Im Gegenzug erhielten die beiden Löwen zehn Prozent am Unternehmen. Während Dagmar Wöhrl jedoch zwischenzeitlich wieder aus dem Geschäft ausstieg, hielt Carsten Maschmeyer daran fest. „Wir geben älteren Menschen die Möglichkeit, zu backen, zu tratschen und sich etwas dazuzuverdienen. Für mich ist das ein Herzensinvestment“, sagte der Millardär damals. Von einem anderen Start-up war er in Staffel elf so begeistert, dass Carsten Maschmeyer sogar das Scheckheft zückte.

Doch nun steht der „Kuchentratsch“ vor dem Aus. Katharina Mayer hat beim Amtsgericht München einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. „Mein Herz ist gebrochen“, schrieb die Bayerin auf LinkedIn.

Die Höhle der Löwen: Gründerin hatte große Pläne für Start-up „Kuchentratsch“

Dabei sah die Zukunft des Unternehmens so rosig aus: Vor acht Jahren gründete Katharina Mayer „Kuchentratsch“, um der älteren Generation eine Möglichkeit zum Austausch zu geben. Während sich die Senioren über die sozialen Kontakte und die kleine Aufbesserung der Rente freuen, kommen Kuchenesser in den Genuss von Omas Rezepten. Nicht das Geld, sondern der soziale Aspekt war laut der Gründerin der Hauptbeweggrund von „Kuchentratsch“.

Ein Konzept mit Erfolgspotenzial. 2021 setzte das kleine Unternehmen mehr als 800.000 Euro um. Künftig sollte das Start-up noch größer werden. Wie businessinsider berichtet, sollte aus der Betriebsstätte an der Theresienwiese in München eine „Erlebnisbackstube“ samt Café und Eventfläche werden.

Knapp 130 Kleinanleger beteiligten sich an einer Crowdfunding-Kampagne, um das Vorhaben zu unterstützen. Dabei kamen 234.000 Euro zusammen. Die Gründerin versprach ihren Unterstützern eine jährliche Rendite von sechs Prozent in den nächsten sieben Jahren - allerdings nicht in Form von Umsatzbeteiligung, sondern als Kuchen. „Ich finde es mega cool, wenn die Leute zu uns kommen, sehen, wie ihr Geld investiert wurde, Kuchen genießen und in die Backstube schauen können“, sagte Mayer der Süddeutschen Zeitung. Aus diesen Plänen wird nun allerdings doch nichts.

Zukunft von „Kuchentratsch“ ungewiss - kein neuer Investor gefunden

Wie die „Kuchentratsch“-Gründerin auf LinkedIn schreibt, sollte die Crowdfunding-Kampagne auch dazu dienen, den Umbau der Backstube zu finanzieren. Die angespannte Wirtschaftslage habe aber auch ihrem Unternehmen geschadet, die Kampagne sei „nicht so erfolgreich wie nötig“ verlaufen. Zwar hatte sie einen potenziellen Investor gefunden, doch die Verhandlungen seien gescheitert.

Auch Unternehmer Carsten Maschmeyer trifft nun die Insolvenz des Start-ups, sein Investment wird er wohl abschreiben müssen. In Staffel elf der VOX-Sendung hatte der Löwe eine Pechsträhne: Nach dem Deal mit Audory platzten viele weitere. Wie businessinsider herausfand, sei der Milliardär im Fall von „Kuchentratsch“ dafür bereit gewesen, seine Anteile am Back-Start-up für einen symbolischen Euro an einen neuen Investor abzutreten. Kaufvertrag und Notartermin waren bereits bestätigt, jedoch scheiterte der Deal im letzten Schritt.

„Diese Situation ist bitter. Dem gegenüber steht der Versuch, ein im besten Sinne soziales Unternehmen zum Erfolg zu führen. Ungezählte Stunden des Miteinanders, viele kleine richtige gute Schritte. Das bleibt“, schreibt das Start-up unter einem Instagram-Post. „Vor allem aber wünschen wir uns, dass es gelingt Kuchentratsch zu retten, denn es ist so viel mehr als Kuchen zu backen.“ Die Zukunft von „Kuchentratsch“ ist somit vorerst ungewiss.

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