Vorschau auf VOX-Gründershow

„Die Höhle der Löwen“: Start-up aus Stuttgart sorgt für Zoff unter den Investoren - das passiert in Folge 7

  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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In Folge sieben von „Die Höhle der Löwen“ kriegen sich zwei Investoren in die Haare. Einer verlässt daraufhin wutentbrannt das TV-Studio. Das passiert sonst noch in der neuen Episode.

Köln - In der neuen Folge von „Die Höhle der Löwen“ (DHDL) tauscht Investorin Judith Williams ihre Highheels gegen Nagelschuhe. Gründer Wilhelm Frank will damit Handwerkern beim Spachteln und Nivellieren von Böden die Arbeit erleichtern. Ein weiteres Produkt aus der Sendung könnte für die Kosmetik-Unternehmerin interessant werden: Isabel Bäring hat Beauty-Produkte entwickelt, die vorzeitiger Hautalterung durch Blaulicht von PC, Handy oder Laptop entgegenwirken sollen.

Und was wäre eine Folge der VOX-Gründershow ohne etwas zu naschen? Mit den Mini-Tartes aus dem Tiefkühlfach bekommen die Löwen wieder eine kleine Leckerei präsentiert. Technischer wird es da mit der Karriere-App „Aivy“ von den Gründern Florian Dyballa, Boas Bamberger, David Biller und Arbnor Raci. Das Mutter-Tocher-Gespann aus Claudia und Leslie Eckert hat unterdessen einen natürlichen Weg gesucht, Wespen zu vertreiben - und „VapoWesp“ entwickelt. Davon sind gleich mehrere Löwen begeistert - und kriegen sich deswegen ordentlich in die Haare.

In der „Höhle der Löwen“ wird wieder genascht: „NiceTarts“ kommen ohne zugesetzten Zucker aus

Nachdem die Investoren in Folge sechs von DHDL Hundemarmelade getestet hatten, gibt es dieses Mal wieder etwas zu naschen. „Wir haben heute was ganz Besonderes für alle Naschkatzen dabei“, versprechen die Gründer Markus Smarzoch und Andrea Schlumpp den Löwen beim Betreten der Höhle. Die Idee zu ihrem Produkt entstand, als sich das Paar kennenlernte. Die beiden ernährten sich sehr unterschiedlich: Andrea Schlumpp befand sich im Lehramts-Referendariat, aß ungesund und zuckerhaltig. Markus Smarzoch trainierte für sein Comeback im Profi-Fußball und ernährte sich gesund und nährstoffreich. 

Ob Investor Nils Glagau die „NiceTarts“ schmecken?

„Damit die Beziehung nicht zum Scheitern verurteilt war, fingen wir an, unser eigenes Naschzeug zu entwickeln, das uns beide glücklich macht“, erklärt Andrea Schlumpp. Daraus entstanden die „NiceTarts“, Mini-Tartes aus dem Tiefkühlfach. Die schmecken laut den Gründern zwar wie Süßigkeiten, kommen aber ganz ohne zugesetzten Zucker aus und sind damit viel gesünder. Das liegt an den Zutaten: „Sie bestehen aus einem Mandel-Dattel-Boden mit einer Cremefüllung aus natürlichen Zutaten wie Obst, Nüssen und Superfoods wie Kakao oder Datteln. Da die Cremes nicht gebacken werden, bleiben alle Vitamine und Nährstoffe erhalten.“

Alle vier Geschmackssorten sind ohne zugesetzten Zucker, vegan sowie plastikneutral verpackt. Um ihr Business erweitern zu können, benötigen Andrea und Markus 150.000 Euro und bieten dafür 20 Prozent an ihrem Start-up „NaschNatur“. Ob die Gründer die Naschlöwen überzeugen können?

Von der LKA-Kommissarin zur Kosmetik-Entwicklerin: Isabel Bäring stellt bei „Die Höhle der Löwen“ ihr Fluid „Mijasi Beautyflash“ vor

Die ehemalige LKA-Kommissarin Isabel Bäring musste nach einem Dienstunfall nochmal ganz von vorne anfangen. „Ich wurde angeschossen. Mich traf ein Projektil an der Hand und am Arm, ich hatte Splitterverletzungen im Gesicht.“ Mit Anfang 30 wurde Isabel Bäring frühzeitig pensioniert, schlug einen anderen Weg ein. Inzwischen leitet sie am Berliner Kudamm ihre eigene Praxis für ästhetische Medizin. „Wer hätte gedacht, dass das Thema Blaulicht auch in meiner zweiten Karriere noch mal eine große Rolle spielen würde. Dieses Mal nicht das Martinshorn, sondern das Blaulicht digitaler Bildschirme“, erzählt sie den Löwen.

Blaulicht spielt im Leben von Isabel Bäring eine große Rolle. Die ehemalige Polizistin entwickelte ein Gesichtsfluid, das die Haut vor Blaulicht von PCs, Laptops und Co. schützen soll.

Denn Blaulicht, das von Tablet, PC, Smartphone oder Fernseher ausgestrahlt wird, soll die Zellen schwächen, die Haut stressen und so zu frühzeitiger Hautalterung und Faltenbildung führen. Daher hat Isabel Bäring „Mijasi Beautyflash“ entwickelt. Das Fluid ist vegan, frei von Silikonen, Parabenen und künstlichen Farbstoffen. Klingt nach dem richtigen Deal für Löwin Judith Williams. Neben einem Investment von 50.000 Euro ist die Gründerin auch auf der Suche nach Unterstützung im Bereich Marketing und Vertrieb. Den Löwen bietet sie im Gegenzug 20 Prozent der Firmenanteile.

Judith Williams wird bei „Die Höhle der Löwen“ zur Handwerkerin: Gründer Wilhelm Frank stellt Nagelschuh-Clogs „NIVILLI“ vor

Auch beim Pitch von Gründer Wilhelm „Willi“ Frank spielt Judith Williams eine Rolle. Sie darf aus den Highheels und in die Nagelschuh-Clogs „NIVILLI“ schlüpfen. Der gelernte Fliesenleger führt seit über 15 Jahren einen eigenen Meisterbetrieb. In all den Jahren sah er sich immer wieder mit einem Problem konfrontiert. Bei dem Aufschütten von flüssigen Spachtel- und Nivelliermassen auf dem Boden müssen er und seine Handwerker Schuhe tragen, die den Boden nicht direkt berühren, sogenannte Nagelschuhe. Die Tragesohlen werden hierfür per Klettverschluss am eigenen Arbeitsschuh angebracht.

Judith Williams in Handwerksklamotten ist ein seltener Anblick. Beim Pitch von Wilhelm Frank testet sie die Nagelschuhe „NIVILLI“.

Doch die sind alles andere als ideal. „Sie sind schwer anzuziehen, wir knicken darin um und verletzen uns“, beschreibt der Gründer das Problem. Aus diesem Grund hat er den Kunststoff-Clog erfunden. Diesen können Handwerker schnell anziehen, haben sicheren Halt und die Gefahr, sich durch Umknicken zu verletzten, ist geringer. Das Angebot des Gründers an die Löwen: 300.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile. Eine geniale Idee oder ein weiterer „Die Höhle der Löwen“-Flop?

„Die Höhle der Löwen“: Spielebasierte Karriere-App „Aivy“ soll Bewerbern helfen

Die Gründer Florian Dyballa, Boas Bamberger, David Biller und Arbnor Raci aus Berlin haben eine spielebasierte Karriere-App entwickelt, mit der User auf individuelle Weise ihre Fähigkeiten und Talente entdecken können. Die Nutzer erkunden durch das Spielen von wissenschaftlich fundierten psychologischen „Challenges“ ihre Potenziale. Anschließend bekommen sie ein individuelles Stärkenprofil vorgelegt. Die Spiele sind in die Bereiche Interessen, Persönlichkeit und Fähigkeiten unterteilt.

Die Gründer Florian Dyballa, Boas Bamberger, David Biller und Arbnor Raci haben eine spielebasierte Karriere-App entwickelt.

„Aivy“ erstellt nach der Auswertung der Stärken ein wissenschaftliches Dokument, das den Bewerbungsunterlagen beigelegt werden kann. Doch auch für Unternehmen ist die Anwendung interessant: Sie können die App auf ihrer Karrierewebsite und im Auswahlprozess integrieren. Die letzte App bei DHDL erhielt nach der Sendung eine Absage. Georg Kofler und Carsten Maschmeyer steigen bei der Dating-App „Chaanz“ wieder aus.

Um ihre App weiter auszubauen und Unternehmen für sich gewinnen zu können, benötigen die Berliner Gründer ein Investment von 450.000 Euro. Im Gegenzug bieten sie zehn Prozent ihrer Firmenanteile an.

Wespen bekämpfen, ganz ohne Chemie: Stuttgarterinnen erfinden Räucherbox und präsentieren sie bei „Die Höhle der Löwen“

Sobald das Wetter in Deutschland wärmer und besser wird, sind sie am Start: Wespen können so manchen Grillabend verderben. Chemische Mittel, um die Insekten zu vertreiben, riechen jedoch meist unangenehm. Einem Gründer-Gespann aus Stuttgart war das ein Dorn im Auge. Mutter und Tochter Claudia und Leslie Eckert hatten sehr mit den Wespen zu kämpfen, probierten alles aus. Unter anderem das Verbrennen von Kaffeepulver. „Wir haben nie das passende Gefäß gefunden. Das verbrannte Kaffeepulver wird sehr heiß und hat alle unsere Gefäße durchgeschmort oder zersprengt. Außerdem hatten wir nie die Möglichkeit, den aufsteigenden Rauch zu regulieren“, erklärt Leslie Eckert den Löwen.

Das müssen sich die Löwen Georg, Kofler, Nico Rosberg und Carsten Maschmeyer genauer ansehen: Die Räucherbox von Claudia und Leslie Eckert soll gegen Wespen helfen.

Ihre Lösung: „Eine Räucherbox aus Bambus mit einem innenliegenden Gefäß aus Edelstahl, in der Kaffeepulver ganz sicher verglimmen kann und man sich nicht die Hände verbrennt“, erklärt Claudia Eckert beim Pitch. Auch für den unangenehmen Geruch des verbrannten Kaffees haben sich die zwei Frauen aus Baden-Württemberg etwas einfallen lassen: zusätzlich kann das „VapoPulver“, das es in drei verschiedenen Sorten gibt, hinzugefügt werden.

Mit ihrer Räucherbox gegen Wespen begeistern Claudia und Leslie Eckert aus Stuttgart die Löwen.

Den Investoren bei „Die Höhle der Löwen“ bieten die beiden 35 Prozent an ihrer noch zu gründenden GmbH für  75.000 Euro. Investor Georg Kofler ist ganz aus dem Häuschen - und macht den beiden Gründerinnen das schnellste Angebot in der Geschichte der VOX-Sendung. Doch mit seiner Begeisterung ist er nicht alleine. Auch die andern Löwen wollen mit den Stuttgarterinnen ins Geschäft kommen. Während sich die Gründerinnen beraten, geht Nico Rosberg zu ihnen. Das stößt wiederum Georg Kofler sauer auf und er verlässt daraufhin abrupt die Sendung. Ob die anderen Löwen die Wogen wieder glätten können, wird sich am Montag (16. Mai) um 20.15 Uhr bei VOX zeigen.

Rubriklistenbild: © VapoWesp

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