Keine Chance für Gründerin

„Wer kauft so einen Quatsch?“ Netz macht sich über Hundemarmelade bei „Die Höhle der Löwen“ lustig

  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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Mit ihrer Hundemarmelade wollte Stevi Page bei „Die Höhle der Löwen“ einen Investor für sich gewinnen. Doch sie hatte keine Chance auf einen Deal und wurde im Netz zerrissen.

Köln - Wenn es etwas zu verkosten gibt, sind die Investoren bei „Die Höhle der Löwen“ (DHDL) eigentlich immer begeistert. In Folge 6 von DHDL hielt sich die Begeisterung der Löwen jedoch in Grenzen, denn sie sollten Hundemarmelade testen. Gründerin Stevi Page betrat mit ihrer Dalmatinerhündin Schnücks die VOX-Bühne, um den Investoren ihr Produkt vorzustellen. Anfangs war die Neugier groß. Doch schon bald verging den Löwen der Appetit.

„Die Höhle der Löwen“: Hundemarmelade hat keine Chance auf einen Deal

Der Hauptkritikpunkt der Investoren: Wer sollte Hundemarmelade für fast 6 Euro das Glas regelmäßig kaufen? Außerdem sahen die Unternehmer den Markt als zu umkämpft an. Und nicht nur das: Das Produkt habe zwar einen originellen Hintergedanken sowie Namen, jedoch sei es leicht zu kopieren. Vor allem Unternehmer Georg Kofler regte sich viel mehr über die „Vermenschlichungstendenz für Tiere“ auf.

„Ich verkaufe Emotionen“, versuchte Gründerin Stevi Page ihre Idee zu verteidigen. „Ich wollte Hund und Mensch noch näher zusammenbringen.“ Doch alles reden brachte nichts: Ein Deal mit den Löwen blieb aus. Darüber waren die Zuschauer alles andere als verwundert. Bei Twitter fiel das Urteil der DHDL-Fans einstimmig aus.

Hundemarmelade bei „Die Höhle der Löwen“ wird auf Twitter auseinandergenommen

Mit ihrer Hundemarmelade wollte Stevi Page Vierbeiner noch näher mit ihren Frauchen und Herrchen zusammenbringen. Sie selbst teilt alles mit ihrer Hündin Schnücks - das sollte auch beim Frühstück nicht aufhören. Aus diesem Grund hat sich die Gründerin verschiedene Marmeladensorten für ihre gepunktete Freundin ausgedacht. „Ich habe das Frühstück für den Hund erfunden. Mit Kaffee, Brot und Marmelade“, sagte sie im Pitch. Mit Zutaten wie Bio-Kürbis und Blattgold versuchte sie zu punkten. Doch vergeblich.

Die Löwen konnten die Begeisterung hierfür nicht teilen. Auch im Netz hagelte es mehr Kritik als lobende Worte. Vor allem der Umstand, dass dem Hundefutter Blattgold beigemischt wird, sorgte bei Twitter für Aufregung. „Alles wird teurer, Lebensmittelpreise steigen und der Hund frisst Blattgold“, twittert ein User zum Pitch. Er ist sich jedoch sicher, dass es „Verrückte“ gibt, die den Preis von 5,90 Euro pro Glas zahlen würden.

Mit dieser Meinung ist der Nutzer nicht alleine. „Mein Hund frisst seine eigene Kotze, wenn ich ihn nicht davon abhalte und sie kommt mit Blattgold“, lästert ein anderer. „Während ich mir die 60 Cent Nudeln reinschraube, bekommt mein Hund Hundedessert mit Blattgold“, schreibt auch Nutzer „Dumandami“. Auch ein anderes Unternehmen aus der Gründer-Show wurde auf Twitter zerrissen. Das Netz spottete über den Luffa-Schwamm „Le Gurque“.

Viel Unverständnis im Netz für Hundemarmelade - „krankhafte Vermenschlichung von Haustieren“

Einen Nutzen und Mehrwert der Hundemarmelade sprechen viele Nutzer Stevi Pages Produkt ebenfalls ab. Einige stimmen Investor Georg Kofler zu, dass die Vermenschlichung der Vierbeiner zu weit geht. „Dalmatiner sind wunderschöne Hunde. Überhaupt sind Hunde tolle Tiere“, beginnt etwa ein User seinen Tweet. „Steffi hingegen hat einen Vollschuss für mich, sorry. Nicht, weil sie Hundemarmelade kocht, kann sie gerne machen. Aber diese schon krankhafte Vermenschlichung von Haustieren...“, schreibt er weiter.

Die Hundemarmelade von Stevi Page und Hündin Schnücks kam bei den Löwen nicht gut an.

„Wer kauft denn so einen Quatsch wie Hundemarmelade? Dafür gibt es doch Hundefutter!“, lautet ein weiterer Kommentar. „Wenn es etwas gibt, worauf Hunde nicht gewartet haben, dann ist es ihre eigene Marmelade“, schließt sich ein anderer an.

Stevi Pages Motivation, ihre Idee auf den Markt zu bringen, hat all das jedoch offenbar keinen Dämpfer verpasst. Die Hundemarmelade hat mittlerweile eine professionelle Webseite, über die sie auch vertrieben wird. Für die Gründerin bleibt zu hoffen, dass sich die Hundemarmelade nicht in die lange Reihe der Flops bei „Die Höhle der Löwen“ einreiht.

Rubriklistenbild: © RTL/Bernd-Michael Maurer

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