1. bw24
  2. TV
  3. Die Höhle der Löwen

Die Höhle der Löwen: Eine Olympiasiegerin, Muttermilch-Kosmetik und Mango-Nudeln - das passiert in Folge drei

Erstellt:

Von: Franziska Vystrcil

Kommentare

In der dritten Folge der zwölften Staffel von „Die Höhle der Löwen“ werden den Investoren wieder ungewöhnliche Produkte präsentiert - unter anderem Kosmetik aus Muttermilch.

Köln - In der dritten Folge der zwölften Staffel von „Die Höhle der Löwen“ gibt es prominenten Besuch bei VOX. Die ehemalige Bahnrad-Weltmeisterin und Olympiasiegerin Kristina Vogel ist Markenbotschafterin für „trivida“. Die bei einem Trainingsunfall verunglückte Spitzensportlerin setzt sich dabei für das spezielle Rollstuhlrad ein, das den Einstieg in den Rollstuhl vereinfachen soll. 

Natürlich gibt es in der neuen Folge auch wieder eine kuriose Produktidee: MÉMOIRE Cosmetics aus Bordelum (Schleswig-Holstein) stellt Kosmetik aus Muttermilch her. Ob die Löwen da zugreifen? Dieses Mal mit dabei: Carsten Maschmeyer, Georg Kofler, Dagmar Wöhrl, Judith Williams, Nils Glagau und Nico Rosberg. Diese Start-ups versuchen in der Höhle ihr Glück.

Olympiasiegerin unterstützt Rollstuhlrad-Start-up: „Man möchte auch alltägliche Dinge allein machen“

Die 2-fache Olympiasiegerin und 17-fache Weltmeisterin Kristina Vogel stellt den Löwen gemeinsam mit den „trivida“ Gründern Dr. Christine Pflaumbaum, Wolf Dietrich Pflaumbaum und Christian Czapek ihr Produkt vor: Das teilbare Rollstuhlrad soll den Ein- und Ausstieg in den Rollstuhl vereinfachen. Ein Anliegen, das der seit 2018 querschnittsgelähmten Kristina Vogel eine Herzensangelegenheit ist. „Als behinderter Mensch wird einem ganz oft die Mündigkeit genommen - nicht nur von Gegebenheiten, die man in der Außenwelt findet. Man möchte auch alltägliche Dinge allein machen. Ich möchte allein unter die Dusche, allein ins Bett oder auf die Couch“, erklärt die ehemalige Sportlerin den Löwen.

Olympiasiegerin Kristina Vogel und die Gründer von trivida, Dr. Christine Pflaumbaum, Wolf Dietrich Pflaumbaum und Christian Czapek
Nach einem Unfall ist Olympiasiegerin Kristina Vogel auf den Rollstuhl angewiesen. „Als behinderter Mensch wird einem ganz oft die Mündigkeit genommen“, erklärt sie den Löwen. Trivida soll mehr Freiheiten schaffen. ©  RTL / Bernd-Michael Maurer

„Es geht um Selbständigkeit, Barrierefreiheit, Inklusion und die Würde im Alltag“, ergänzt Dr. Christine Pflaumbaum. Das Rad von trivida soll dabei helfen, diese Selbständigkeit zu ermöglichen. „Es ist das weltweit erste, in drei Teile zerlegbare Rollstuhlrad, das Menschen mit Behinderung einen barrierefreien und sicheren Positionswechsel vom und in den Rollstuhl ermöglicht“, erklärt Kristina Vogel. Das Ziel der Gründer ist es, trivida auch „weltweit ins Rollen zu bringen.“ Dafür benötigen sie 1.000.000 Euro und bieten zehn Prozent ihrer Firmenanteile an.

Mit MangoMates wollen Gründer „die Geschmackssinne zum Tanzen bringen“

Bei einem anderen Pitch dürfen die Löwen wieder zugreifen: „MangoMates“ aus Berlin soll „die Geschmackssinne zum Tanzen bringen“, wie die Gründer Marcel Martin und Dayan Estrada den Löwen versprechen. Die gebürtige Kolumbianerin und der Deutsche haben sich beim Studium in Australien kennengelernt. Damals bereitete Dayan für Marcel ein Lieblingsgericht aus ihrer Kindheit zu. Mango-Spaghetti werden klassisch mit frisch gepresster Limette und Salz gegessen. Auch in Staffel elf durften die Löwen naschen: Das Fertiggericht „Hans Ranke“ schmeckte den Löwen.

Judith Williams testet bei „Die Höhle der Löwen“ die Nudeln von MangoMates
Ob den Löwen das Essen von MangoMates schmeckt? © RTL / Frank W. Hempel

Aus der Leckerei entstand eine Geschäftsidee. 2021 gründeten sie MangoMates und haben mittlerweile einen Laden Berlin. „Neben dem Klassiker mit Limette und Salz, haben wir auch Variationen mit Chili und Knoblauch. Aber auch süße Variationen wie mit einem selbstgemachten Eierlikör, einer Schokoladensauce oder einer veganen Creme, wahlweise garniert mit einem Topping“, erklärt Marcel Martin den Investoren.

Als nächstes Ziel möchten die Gründer weitere Läden eröffnen. Ob den Löwen die Verkostung schmeckt - und sie vor allem überzeugt, ins Geschäft einzusteigen? Um zu wachsen, wünschen sich die Gründer ein Investment von 100.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile.

MÉMOIRE Cosmetics: Aus Muttermilch wird Kosmetik

Personalisierte Hautpflege klingt im ersten Moment nach einer vielversprechenden Geschäftsidee. Die Idee von Levke und Björn Lorenzen ist dann aber doch mehr als ungewöhnlich: Sie nutzen die Eigenschaften von Muttermilch für Kosmetik. „Meine Muttermilch enthält einfach alles, was Babys brauchen. Sie ist reich an Vitaminen, Proteinen und Nährstoffen. Darüber hinaus stärke ich das Immunsystem meines Kindes, weil meine Muttermilch alle Antikörper enthält“, erklärt Levke Lorenzen den Investoren.

Levke und Björn Lorenzen stellen in „Die Höhle der Löwen“ ihr Start-up MÉMOIRE Cosmetics vor
Levke und Björn Lorenzen stellen Kosmetik aus Muttermilch her. © RTL / Bernd-Michael Maurer

Nachdem ihre Tochter an einer Hautreaktion mit roten juckenden Pusteln gelitten hatte, wollte die Mutter die Symptome mit der eigenen Muttermilch behandeln. Das stellte Levke jedoch vor große Herausforderungen. Alle Rezepte, die sie im Internet dafür fand, waren unbrauchbar. Kurzerhand entwickelte das Paar sein eigenes Produkt: MÉMOIRE Cosmetics ermöglicht jeder Mutter die individuelle Anfertigung von Muttermilchkonzentrat aus ihrer eigenen Muttermilch. 70 Milliliter Muttermilch werden durch ein zweitägiges, durch Druck und Kälte schonendes Trocknungsverfahren zu einem hoch konzentrierten Muttermilchpulver verarbeitet.

Nun suchen die Gründer nach Unterstützung im Bereich Vertrieb sowie nach einem Investor. Ihr Angebot an die Löwen: 60.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile. Ob Kosmetik-Königin Judith Williams da zuschlägt? Nicht jedes Kosmetik-Produkt in der Sendung erhält einen Deal. Die Produkte von „This Place“ aus Hanfextrakt mit CBD kamen bei den Löwen und den Zuschauern gar nicht gut an.

KittyFlap: die weltweit einzige Katzenklappe mit automatischer Beuteerkennung

Pitches mit Tieren haben schon in vergangenen Staffeln bei den Löwen für Begeisterung gesorgt. Vor allem Haustierbesitzer lassen sich oftmals die ausgefallensten Produkte einfallen. Die Hundemarmelade aus Staffel elf ergatterte allerdings keinen Deal. Doch vielleicht hat „KittyFlap“ mehr Glück. Die weltweit einzige Katzenklappe mit automatischer Beuteerkennung ist das Ergebnis von zwei Jahren Tüfteln. Familienvater und Katzenbesitzer Jean Paul ist der kreative Kopf hinter KittyFlap.

Jean Paul Köblb und seine Töchter stellen die Katzenklappe „KittyFlap“ in „Die Höhle der Löwen“ vor
KittyFlap ist eine „intelligente“ Katzenklappe, die verhindern soll, dass lebende Beute von den Vierbeinern in die Wohnung getragen wird. © RTL / Frank W. Hempel

Denn die oftmals noch lebendigen Mitbringsel seiner drei Freigängerkatzen kosteten Jean Paul Kölbl viele Nerven. Nachts Mäuse in der Wohnung zu jagen - darauf hatte der 58-Jährige irgendwann keine Lust mehr. Eine automatische Katzenklappe soll verhindern, dass die Katzen ihre Beute überhaupt ins Haus bringen können. Dafür ist die Katzenklappe mit einer hochauflösenden Kamera, Infrarotlampen und einem Bewegungssensor ausgestattet. „Die von mir selbst entwickelte Bilderkennungssoftware analysiert die Fotos sekundenschnell und weiß so, ob eine Katze mit oder ohne Maus kommt und steuert so entsprechend die Katzenklappe“, erklärt der Wirtschaftsinformatiker.

KittyFlap ist zum Familien-Start-up geworden. Die ganze Familie Kölbl arbeitet gemeinsam an ihrem Unternehmen. Tochter Céline hat das Logo zu KittyFlap entworfen. Um ihr Produkt zur Marktreife zu bringen, benötigen sie ein Investment von 150.000 Euro und bieten dafür zehn Prozent der Firmenanteile an. Ob die Löwen bei diesem Produkt zuschlagen?

Die Höhle der Löwen - Staffel 12

Die neuen Folgen der zwölften Staffel „Die Höhle der Löwen“ werden immer montags, 20.15 Uhr, bei VOX ausgestrahlt und können auch über den Streamingdienst RTLplus abgerufen werden.

Auch interessant

Kommentare