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„Die Höhle der Löwen“: Das gab es noch nie - Carsten Maschmeyer zückt in der Sendung das Scheckheft

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Von: Franziska Vystrcil

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In der neuen Folge von „Die Höhle der Löwen“ sorgte Carsten Maschmeyer für eine Überraschung: Er zückte das Scheckbuch, um einem Gründer-Team zu helfen. Ganz ohne Deal.

Köln - Von einem Deal bei „Die Höhle der Löwen“ versprechen sich die Gründer vieles. Ein gutes Netzwerk, professionelle Leitung oder eine Finanzspritze, um das Produkt in Serienreife zu bringen. Doch so gut manche Pitches sind, nicht immer reicht es am Ende für einen Deal. Und selbst wenn die Investoren zusagen, können die Geschäfte auch im Nachgang noch scheitern. So war es bei Investor Carsten Maschmeyer in Staffel elf der VOX-Sendung schon öfter der Fall. Der Deal mit den interaktiven Hörbüchern von „audory“ platzte kurz nach den Dreharbeiten zur Folge. Auch bei der Dating-App „Chaanz“ stieg Maschmeyer wieder aus.

Nun scheint der Milliardär seine geplatzten Deals wiedergutmachen zu wollen. Denn in Folge sechs zückt Carsten Maschmeyer sein Scheckbuch - ganz ohne Verhandlungen und Unterschriften.

„Die Höhle der Löwen“: Start-up „NetzBeweis“ gegen Mobbing im Internet - „Wir wollen Hass im Netz gerichtlich keine Chance geben“

Auf diesen Moment hatte der Löwe lange gewartet. „Ich habe seit zwei Staffeln einen Scheck hinten im Buch“, verrät Carsten Maschmeyer in der Sendung. Die Schecks sollten nicht etwa einem Deal dienen, sondern um einem Gründerteam zu helfen, auch wenn das Produkt eigentlich kein Investmentfall für den Unternehmer ist.

In Folge sechs der elften DHDL-Staffel schaffte es das Start-up „NetzBeweis“, den Investor von sich zu überzeugen. Die Gründer Katharina Bisset, Michael Lanzinger, Philipp Omenitsch und Thomas Schreiber haben es sich zum Ziel gesetzt, Mobbing im Netz ein Ende zu bereiten. „Wir wollen Hass im Netz gerichtlich keine Chance geben“, erklärt Michael Lanzinger den Löwen. Viele Klienten wenden sich an Anwälte wie Katharina Bisset und ihn, um gegen die Hetze vorzugehen. Doch nicht immer ist das so einfach. „In der Praxis haben wir ein Beweisproblem“, erklärt Rechtsanwältin Katharina Bisset. Häufig gebe es nur Screenshots der Beleidigungen, meist ist nicht die ganze Konversation auf den Aufnahmen zu sehen.

Michael Lanzinger, Katharina Bisset, Philipp Omenitsch und Thomas Schreiber vom Start-up „NetzBeweis“ in „Die Höhle der Löwen“
Michael Lanzinger, Katharina Bisset, Philipp Omenitsch und Thomas Schreiber wollen mit „NetzBeweis“ Hass und Hetze im Internet den Kampf ansagen. © RTL/Bernd-Michael Maurer

Zudem sei oft nicht ersichtlich, wann und wo die Beiträge online gingen. „Aber das sind oft genau die wichtigen Informationen, die wir vor Gericht brauchen, um Beweise durchzusetzen“, erklärt der Gründer weiter. Mithilfe der Software „NetzBeweis“ soll dies leichter sein: Die Betroffenen müssen lediglich den Link des zu meldenden Posts kopieren und auf der Website einfügen. Das Programm generiert einen Screenshot, der in einem Bericht mit weiteren rechtlichen relevanten Informationen festgehalten wird und per Mail an den User geht. 

„Die Höhle der Löwen“: Der Pitch von „NetzBeweis“ trifft die Löwen mitten ins Herz

Ein Thema, das auch die Löwen tief berührt. Bei den Beispielen, die Unternehmerin Judith Williams beim Pitch vorliest, können die anderen Investoren nur traurig den Kopf schütteln. Auch Dagmar Wöhrl ist sichtlich erschüttert, berichtet, während ihrer politischen Zeit selbst solchen Kommentaren ausgesetzt gewesen zu sein. Trotz der Wichtigkeit des Start-ups, beißt keiner der Löwen an. Ein Grund: Zwar haben sich die Gründer von „NetzBeweis“ vorgenommen, gegen Hass vorzugehen, doch ihren eigentlichen Berufen wollen sie dennoch weiter nachgehen. Somit sind die Gründer kein Investmentfall im eigentlichen Sinne.

Carsten Maschmeyer in der VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“
Carsten Maschmeyer zückte in der sechsten Folge von „Die Höhle der Löwen“ sein Scheckheft. © RTL/Bernd-Michael Maurer

Carsten Maschmeyer und Familienunternehmer Nils Glagau wollen trotzdem helfen. „Wenn nur eine Depression, ein Suizid verhindert wird, weil das aufhört. Weil weniger Menschen attackiert werden. Weil mehr Menschen sich wehren, dann ist das mega lohnend“, sagt er an die Gründer gerichtet - und zückt sein Scheckbuch. „Nils und ich machen jetzt etwas, was wir noch nie gemacht haben. Wir geben Ihnen einen Scheck über 90.000 Euro für eure 15 Prozent, die ihr euch gewünscht habt.“ Ohne vorher einen Vertrag aufgesetzt zu haben, überreicht er den erstaunten Gründern einen Scheck über 90.000 Euro.

Ex-Rennfahrer Nico Rosberg setzt noch einen obendrauf und steuert 10.000 Euro bei. Eine Gegenleistung will der Löwe für sein Geld nicht haben. Den Erfindern von „NetzBeweis“ ist die Rührung ins Gesicht geschrieben. Mit Tränen in den Augen nehmen sie das Geld dankbar an. Weitaus enthusiastischer fiel da die Reaktion bei einem anderen Deal aus: Das Gründer-Duo von „Freibeik“ brach in Jubelschreie aus.

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