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„Die Höhle der Löwen“: Michael Ballack als Gründer, Gemüseschwämme und Frauenpower - das passiert in Folge 4

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Von: Franziska Vystrcil

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In der vierten Folge der elften Staffel von „Die Höhle der Löwen“ bekommen Judith Williams und Dagmar Wöhrl weibliche Unterstützung. Investorin Sarna Röser gesellt sich zu ihnen.

Köln - Neben spannenden Pitches dürfen sich die Zuschauer von „Die Höhle der Löwen“ auf geballte Frauenpower freuen. Das erste Mal in der Geschichte der Sendung buhlen drei Löwinnen um die Deals. Zu Unternehmerin Judith Williams und Geschäftsfrau Dagmar Wöhrl nimmt in Folge vier die Baden-Württembergerin Sarna Röser auf dem Investorenstuhl platz.

Die Familienunternehmerin möchte vor allem junge Menschen fürs Unternehmertum begeistern. Um ihre Gründer will Sarna Röser kämpfen, wie sie selbst verriet. Und hierbei ist in der neuen Folge wieder alles dabei: Neben Gurken als Spülschwämmen, Künstliche Intelligenz für Buchrezensionen betritt dieses Mal auch ein Gast-Star die Löwen-Bühne. Ex-Fußballer Michael Ballack will mit einem Pflanzen-Start-up die Investoren überzeugen.

Diese Ideen werden in Folge vier der elften Staffel gepitcht:

„Die Höhle der Löwen“: „Le Gurque“ - Ein nachhaltiger Spülschwamm aus Gemüse

Das Team von „The Closest Loop“ könnte vor allem die Investoren Nils Glagau oder Nico Rosberg überzeugen. Denn beim Start-up aus Hamburg spielt Nachhaltigkeit eine große Rolle. Die Gründer Leonie Eißele und Niklas Heinzerling sind nicht nur geschäftlich ein Dreamteam, sie sind auch privat ein Herz und eine Seele. Sie kennen sich seit dem Studium, sind seit fünf Jahren ein Paar. Beim Zusammenleben sind die beiden auf ein Problem gestoßen: „Wir haben in unserem Haushalt immer wieder probiert, Sachen gegen nachhaltige Produkte auszutauschen“, erklärt Niklas Heinzerling die Idee hinter ihrem Produkt „Le Gurque“, das sie den Löwen präsentieren.

Die Gründer Leonie Eißele und Niklas Heinzerling stellen ihren Schwamm „Le Gurque“ bei „Die Höhle der Löwen“ vor
Eingespieltes Team: Die Gründer Leonie Eißele und Niklas Heinzerling stellen ihren Schwamm aus Gemüse vor. © RTL/Bernd-Michael Maurer

„Le Gurque“ ist ein Spülschwamm aus Luffa-Gurke, einem Kürbisgewächs aus Asien. „Wenn sie reif wird, bildet sie im Inneren eine schwammartige Faserstruktur. Und genau diese Faserstruktur verwenden wir, um unser Produkt herzustellen“, erklärt der Gründer weiter. „Le Gurque“ ist außerdem waschmaschinenfest, sehr viel langlebiger als ein herkömmlicher Spülschwamm und kann auf dem Kompost entsorgt werden. 

Ralf Dümmel testet die Schwämme „Le Gurque“ in Folge vier von „Die Höhle der Löwen“.
Ralf Dümmel greift beim Pitch von „The Closest Loop“ selbst zum Spülschwamm „Le Gurque“. © RTL/Bernd-Michael Maurer

Das Gründer-Paar sind laut eigener Angaben die einzigen, die die Luffa-Gurke in Deutschland in größerem Stil kultivieren. „In unserem Gewächshaus in Süddeutschland wächst sie genauso gut wie in ihrer Heimat“, so der Gründer. Die erste Ernte und 2.500 Schwämme waren innerhalb weniger Wochen ausverkauft. Nun soll der „Gemüse-Schwamm“ konkurrenzfähig werden. Dafür bieten sie den Löwen 15 Prozent ihres Unternehmens „The Closest Loop“ und verlangen im Gegenzug 100.000 Euro. Welcher Löwe hier wohl zuschlägt? Ein nachhaltiges Unternehmen hat es schon an die Spitze geschafft: die Duschbrocken aus Stuttgart.

Emotionsbasierte Buchfinder-App: „Read-O“ soll Buchmarkt revolutionieren

Beim Pitch von „Read-O“ aus Frankfurt müssen die Löwen besonders gut zuhören. „Es ist ein sehr technisches, komplexes Thema, und jeder hat sein ganz spezielles Fach“, erklärt Gründer Jonathan Mondorf. Denn er kommt nicht allein zum Pitch. Das Team besteht neben Jonathan Mondorf aus Ben Kohz, Andreas Weiser, Michael Pomogajko und Simon Farshid. Die Fünf gründeten ihr Start-up vor zwei Jahren. Ihre Idee: eine emotionsbasierte Buchfinder-App.

Denn wie die Gründer in ihren Recherchen feststellten, verlassen sich immer mehr Leser auf Bestseller-Empfehlungen, treffen ihre Lese-Entscheidung demnach rein nach Verkaufszahlen. „Wir haben uns gefragt: Was macht einen Stapel Papier zu unserem Lieblingsbuch?“, sagt Ben Kohz. „Und im Endeffekt ist es ganz einfach: Wir wollen lachen, weinen, wir wollen inspiriert oder unterhalten werden: Wir wollen Emotionen spüren.“

Die Gründer von „Read-O“ bei ihrem Pitch in Folge vier von „Die Höhle der Löwen“.
Geballtes Know-How: Andreas Weiser, Michael Pomogajko, Simon Farshid, Ben Kohz und Jonathan Mondorf (v. l.) haben die App „Read-O“ entwickelt. © RTL/Bernd-Michael Maurer

Genau dort setzt die Bücher-App an. User der App können unter verschiedenen Emotions-Parametern auswählen und bekommen - basierend auf Rezensionen - eine auf sie zugeschnittene Buchempfehlungen. „Dafür haben wir eine künstliche Intelligenz entwickelt, die Buchrezensionen von Leserinnen und Lesern analysiert“, erklärt Gründer Andreas Weiser. Bisher haben die Gründer so 1,6 Millionen Buchrezensionen analysiert und über 300.000 Buchtiteln ein emotionales Profil zuweisen. Nun wollen sie auf den großen Markt und brauchen hierfür ein Investment von 600.000 Euro für 15 Prozent Unternehmensanteile. Ob Bücherwurm Carsten Maschmeyer da zuschlägt, wird sich zeigen.

Michael Ballack betritt „Die Höhle der Löwen“: „Lucky Plant ist der Energy Drink für Pflanzen“

In Folge vier der neuen Staffel betritt ein Star-Gast „Die Höhle der Löwen“: Ex-Nationalspieler Michael Ballack präsentiert sein Start-up „Lucky Plant“. Gemeinsam mit den Mitgründern Bernhard Unger und Dr. Thomas Hüster will der ehemalige Fußballer die Löwen von ihrem hochwirksamen und biologischen Pflanzenstärkungsmittel überzeugen. „Ich habe ein gutes Netzwerk im Fußball, aber wenn man so ein Produkt an den Markt bringen will, ist das nicht so einfach“, erklärt Michael Ballack seinen Besuch der VOX-Sendung. Die „Löwen“ sieht er hierbei als ideale Partner an. Ein Pflanzen-Start-up gab es auch in der vorherigen Folge zu sehen. „The Plant Box“ führte einen Pitch mit Schafen durch.

Michael Ballack stellt in der vierten Folge von „Die Höhle der Löwen“ sein Unternehmen „Lucky Plant“ vor.
Star-Gast bei „Die Höhle der Löwen“: Ex-Nationalspieler Michael Ballack will mit seinem Start-up „Lucky Plant“ überzeugen. © RTL/Bernd-Michael Maurer

Die Idee zum Start-up kam ihm durch den Fußball. Er beschäftigte sich eingehend damit, wie die Rasenplätze behandelt wurden. „Schnell bemerkte ich, dass diese hohe chemische Anteile haben“, erklärt Michael Ballack. „Zusammen mit meinem Freund Bernhard, der seit vielen Jahren einen Blumen- und Pflanzenhandel betreibt, suchten wir nach einer Alternative.“ Dabei lernten sie Agrarwissenschaftler Dr. Thomas Hüster kennen. Gemeinsam entwickelten sie aus der sogenannten Pechnelke ihr Produkt: ein zu 100 Prozent biologisches Pflanzenstärkungsmittel aus sechs Wildkräutern. Diese s bieten sie in Form von Brausetabletten oder Pulver fürs Gießwasser an. 

„Lucky Plant ist der Energy Drink für Pflanzen“, fasst Michae Ballack zusammen. Für „Lucky Plant“ wünschen sich die Gründer einen Löwen als Partner und ein Investment von 100.000 Euro. Dafür bieten sie 20 Prozent Firmenanteile. 

„Retter Kräcker“: Gesunder Snack mit Nachhaltigkeit-Effekt

Eine ähnliche Herangehensweise in Sachen Nachhaltigkeit wie das Start-up „The Closest Loop“ hatten auch die Gründer von „Retter Kräcker“ aus Stuttgart. Lisa Berger, Sandra Ebert und Pascal Moll wollen Lebensmittelverschwendung den Kampf ansagen. Die Expertise hierfür haben die drei. Sie sind Doktoranden im Bereich Lebensmitteltechnologie an der Uni Hohenheim.

Das Start-up Retter Kräcker beim Pitch bei „Die Höhle der Löwen“, Folge vier der elften Staffel
Nicht nur gesund und lecker, sondern auch nachhaltig und gut für die Umwelt: Die Gründer Lisa Berger, Sandra Ebert und Pascal Moll stellen ihre „Retter Kräcker“ vor. © RTL/Bernd-Michael Maurer

Sie fanden heraus: Lebensmittelverschwendung findet nicht ausschließlich im Haushalt statt, sondern auch bei ihrer Produktion. „Die Industrie nimmt Sonnenblumen- oder Kürbiskerne, um daraus Öl zu pressen“, erklärt Gründer Pascal Moll. „Dabei entsteht nicht nur ein Drittel Öl, sondern auch zwei Drittel Trester.“ Der lande meistens in der Biogasanlage oder im Futtertrog. Dabei ist der Trester reich an Proteinen und Ballaststoffen. Der „Retter Kräcker“ der drei Stuttgarter enthält mit Kürbiskern, Sonnenblumen und Apfeltrester gleich drei davon.

Um ihren Snack groß rauszubringen, benötigen die Gründer ein Investment von 100.000 Euro und bieten dafür zehn Prozent Firmenanteile an ihrem Start-up „Zero Bullshit Company“. Ob den Löwen der Kräcker schmeckt? Beim schmackhaften Abführmittel „laxplum“ machte Investorin Judith Williams einen Rückzieher.

„Xeem“: Eine Plattform für den Austausch von Studierenden und Unternehmen

Frauenpower gibt es in der vierten Folge von DHDL nicht nur auf den Investorenstühlen. Die Gründerinnen Janine Weirich und Géraldine Ulrichs wollen der Tech-Welt zeigen, dass auch Frauen in der Start-up-Szene eine Chance haben. Denn in Deutschland gibt es weniger als 15 Prozent weibliche Start-ups, so die beiden Unternehmerinnen. Gemeinsam entwickelten die beiden Frauen eine digitale Plattform, die Studierende und Unternehmen zusammenführen soll. „Stellen Sie sich vor, Sie als Unternehmen möchten ein neues Produkt auf den Markt bringen, und brauchen dafür eine Marketingstrategie“, erklärt Géraldine die Idee hinter der Website.

Aber wie kommt man als Unternehmen an externe Ideen und junge Talente? „Die Talente sitzen häufig noch in den Unis. Als wir noch studiert haben, waren wir schon hungrig nach Praxiserfahrung, um Kontakte zur Wirtschaft zu sammeln.“ Mit ihrer Plattform wollen Janine Weirich und Géraldine Ulrichs Unternehmen und junge Talente durch sogenannte Challenges zusammenbringen. „Eine Challenge ist eine Aufgabenstellung, die von einem Unternehmen gestellt wird. Zum Beispiel, wie vermarkte ich ein neues Produkt?“, erklärt Géraldine. „Hier haben die jungen Talente die Möglichkeit, gemeinsam in einem Team ihre Ideen vorzustellen.“

Die Gründerinnen Janine Weirich und Géraldine Ulrichs pitchen ihr Start-up „Xeem“ bei „Die Höhle der Löwen“
Die Gründerinnen Janine Weirich und Géraldine Ulrichs wollen auf ihrer Plattform „Xeem“ Studierende und Unternehmen zusammenbringen. © RTL/Bernd-Michael Maurer

Auf der Website können die Unternehmen die Challenges hochladen. „Das Team wird dann in einem virtuellen Raum bei Xeem zusammengebracht und arbeitet in einem integrierten Videocall an der Challenge“, ergänzt Janine. Nach Beendigung der Challenge werden die Ergebnisse gespeichert und mit den Team-Daten an das Unternehmen übermittelt. Für die Studierenden springt nicht nur Praxiserfahrung heraus, ihnen winkt auch ein Preisgeld. Auch die Unternehmen profitieren. Sie können neue Mitarbeiter scouten und bekommen innovative Ideen.

Um die Plattform auszubauen, benötigen die beiden Gründerinnen 250.000 Euro für zehn Prozent Firmenanteile. Klingt nach einem spannenden Investment für Neu-Löwin Sarna Röser. Ob sie zuschlägt? Die neue Folge gibt es am 25. April um 20.15 Uhr bei VOX zu sehen.

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