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Die Höhle der Löwen: Kaum Verkäufe für Ralf Dümmel - Wie verdient er dennoch Millionen?

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Von: Franziska Vystrcil

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Ralf Dümmel gehört zu den erfolgreichsten Unternehmern in Deutschland. Seine „Die Höhle der Löwen“-Investitionen finden jedoch kaum Firmenkäufer. So verdient er dennoch Geld.

Köln - Unternehmer Ralf Dümmel kann auf einen beeindruckenden Werdegang zurückblicken. Vom Einzelhandelskaufmann arbeitete er sich seinen Weg nach oben. Heute ist der gebürtige Bad Segeberger geschäftsführender Gesellschafter des Handelsunternehmen DS Produkte GmbH. Das Vermögen von Ralf Dümmel wird auf 20 Millionen Euro geschätzt.

Bei solch einem Geschäftssinn ist es nicht verwunderlich, dass der TV-Sender VOX Ralf Dümmel als Investor für die Sendung „Die Höhle der Löwen“ (DHDL) an Bord haben wollte. Dort zeigte sich der Unternehmer von Anfang an investitionsfreudig. Seine Start-ups konnte er bisher jedoch kaum erfolgreich verkaufen - und dennoch macht er hohe Gewinne. Doch wie kann das sein?

Die Höhle der Löwen: Ralf Dümmel ist investitionsfreudigster Löwe - doch Exits bleiben aus

Das Prinzip der VOX-Sendung ist simpel: Start-ups stellen ihre Produkte und Geschäftsmodelle vor und erhoffen sich, unter den Investoren einen Teilhaber zu finden. Entscheidet sich etwa Löwe Nils Glagau, in das Geschäft einzusteigen, bietet er den Unternehmern Geld und erhält dafür Anteile an der Firma. Ist diese erfolgreich und gewinnbringend, steigen auch die Anteile des Löwen in deren Wert. Zeigen andere Unternehmen Interesse an der DHDL-Firma, müssen diese dem Investor die Anteile gewinnbringend abkaufen. Ein solcher Verkauf fand in der Geschichte der Sendung bereits mehrmals statt. So kaufte etwa der Mega-Konzern Nestle die Gewürzmarke „Ankerkraut“ auf.

Investor Ralf Dümmel sitzt in der Sendung „Die Höhle der Löwen“ in einem Sessel
Kein anderer Löwe investiert in so viele Start-ups wie Ralf Dümmel. Große Firmenverkäufe bleiben jedoch bislang aus. © RTL/Bernd-Michael Maurer

Solch einen Deal bezeichnet man als „Exit“. Wie businessinsider.de berichtet, kann durch solche Exits das Vermögen eines Investors erheblich ansteigen. Einen lukrativen Exit zog einer der Löwen bereits an Land: Der Facebook-Konzern Meta hat das Start-up „Presize“ übernommen, in das Unternehmer Carsten Maschmeyer 2020 eingestiegen war.

Was Ralf Dümmel betrifft, so ist die Exit-Bilanz des Investors ernüchternd. Und das, obwohl kein anderer Löwe so investitionsfreudig ist und in so viele Start-ups einsteigt, wie er. Über hundert Gründungen hat der Unternehmer bereits unterstützt. Rund 70 Prozent seiner Investitionen haben sich bereits im ersten Jahr durchgesetzt. Dennoch bleiben die Exits aus.

Nur zwei von 115 Beteiligungen verkauft - Ralf Dümmel bleibt dennoch erfolgreich

Gerade einmal zwei seiner 115 Beteiligungen fanden bisher einen Käufer, so businessinsider. Die Vitaminkapseln „Veluvia“ gingen 2019 an einen Teleshopping-Anbieter. Das inzwischen insolvente Start-up „MyChipsBox“, in das Ralf Dümmel einst 200.000 Euro für 12,5 Prozent der Anteile steckte, wurde ebenfalls verkauft.

Ein Ergebnis, das Ralf Dümmel jedoch nicht verwundert. Wie der Unternehmer gegenüber dem Wirtschaftsmagazin sagte, zielt er mit seinen Investitionen bei DHDL gar nicht auf Exits ab. Sein Ziel sei es, die Produkte in Filialen und Verkaufsstellen an den Mann zu bringen und so Gewinn zu erzielen. Einige „Die Höhle der Löwen“-Produkte stellten sich dennoch als Flop heraus.

Das gelingt dem Geschäftsmann: Laut eigenen Angaben macht er mit den Start-ups aus der Gründersendung inzwischen einen Umsatz von rund 100 Millionen im Jahr. „Ich verdiene an Gewinnausschüttungen der Unternehmen“, sagt Ralf Dümmel zu Gründerszene. Je nach Beteiligung am Unternehmen setzen sich auch die Ausschüttungen zusammen. Wie hoch die Gewinne aus diesen Ausschüttungen sind, behält er allerdings für sich. Sicher ist aber: Es kommt dabei genug herum, dass Ralf Dümmel mit den Gewinnen in neue Start-ups einsteigen kann. Trotz ausbleibender Exits ist der Millionär in einer Win-Win-Situation.

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