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„Die Höhle der Löwen“: Facebook-Konzern Meta kauft DHDL-Start-up „Presize“

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Von: Franziska Vystrcil

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Die Gründer Tomislav Tomov (l.) und Leon Szeli in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“.
Die Gründer Tomislav Tomov (l.) und Leon Szeli präsentierten 2020 ihre Körper-Vermessungssoftware „Presize“ in „Die Höhle der Löwen“. Nun kaufte der Facebook-Konzern Meta ihr Unternehmen. © presize.ai

Premiere bei einem „Die Höhle der Löwen“-Start-up: Der Facebook-Konzern Meta hat „Presize“ übernommen. 2020 war Investor Carsten Maschmeyer ins Unternehmen eingestiegen.

Köln - Nicht jedes Start-up, das sich in der VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“ (DHDL) den kritischen Augen der Investoren stellt und dabei einen Deal bekommt, schafft es hinterher auch bis ganz nach oben. Viele der Gründer sind nach den Sendungen in der Versenkung verschwunden. Manchen hingegen gelingt jedoch der große Abschluss. Zuletzt verkündete das DHDL-Start-up „Ankerkraut“, dass Nestlé das Gewürz-Unternehmen übernimmt.

Nun ging der nächste große Deal über die Bühne. Das erste Mal in der Geschichte der Gründer-Sendung wurde eines der Start-ups von einem Weltkonzern aufgekauft. Der Facebook-Konzern Meta hat sich das Unternehmen „Presize“ gesichert.

„Die Höhle der Löwen“: Start-up „Presize“ geht an Facebook-Konzern Meta

Kaum zu glauben, hatte das Unternehmen einmal ganz klein angefangen. Die beiden Gründer Tomislav Tomov und Leon Szeli traten 2020 in der achten Staffel von „Die Höhle der Löwen“ auf, um ihre Geschäftsidee zu präsentieren. „Presize“, eine Software für Bodyscans, soll Verbrauchern helfen, Kleidung online in der perfekten Größe kaufen zu können. Von dem System sollen nicht nur Kunden, sondern auch Einzelhändler profitieren. Denn passen die bestellten Kleidungsstücke auf Anhieb, muss auch weniger an den Händler zurückgeschickt werden.

Leon Szeli, Tomislav Tomov und Awais Shafique (v. l.) vom Münchner Startup „Presize“
Die „Presize“-Gründer Leon Szeli, Tomislav Tomov und Awais Shafique (von links) verkauften ihr Unternehmen nun an Meta. © Marcus Schlaf

Dafür wird die Software des 3D-Körperscan von „Presize“ in die Onlineseite des jeweiligen Händlers eingebunden. Dazu wählt der Kunde im Shop die entsprechende Funktion von „Presize“ aus, gibt Körpergröße, Geschlecht und gewünschte Passform an. Im letzten Schritt stellt man das Smartphone vor sich ab, damit der 3D-Scan ein Video aufnehmen kann. Anhand dessen werden vom Programm die genauen Körpermaße ermittelt und folglich wird die perfekte Größe für den Kunden ausgewählt.

ArtInvestmentAnteileUnternehmenswert
Gesuch650.000 Euro10 Prozent6.500.000 Euro
Deal650.000 Euro15 Prozent4.333.333 Euro

(Quelle: dhdl.info)

Unternehmer Carsten Maschmeyer bot den Gründern schließlich 650.000 Euro im Gegenzug für 15 Prozent der Geschäftsanteile. Er sah als einziger das große Potenzial der Geschäftsidee. Dass „Presize“ jedoch eines Tages an einen Weltkonzern geht, hätte wohl selbst er nicht gedacht.

Carsten Maschmeyer gratuliert „Presize“-Gründern: „Ihr könnt stolz auf Euch und Eure Technik sein“

Auf seinem Instagram-Profil gratulierte Carsten Maschmeyer den Gründern Tomislav Tomov, Leon Szeli und Awais Shafique zum Verkauf. „Wir freuen uns sehr für Euch. Ihr könnt stolz auf Euch und Eure Technik sein!“, schreibt der Geschäftsmann unter ein gemeinsames Foto mit den Gründern. „Für mich gehört Ihr zu den smartesten Leuten, mit denen ich jemals zusammengearbeitet habe: Ihr habt es geschafft, eine technisch enorm komplexe Technologie in kurzer Zeit für Shops, Konsumenten und die CO₂-Reduktion auf die Straße zu bringen“, lobt er weiter. Wie viel Geld beim Deal mit Meta geflossen ist, ist allerdings nicht bekannt.

Der Mann von Schauspielerin Veronica Ferres drücke den beiden fest die Daumen für die Zukunft. Auch die „DHDL“-Fans sind begeistert, senden ihre Glückwünsche zum Verkauf. „Es freut mich zu hören, dass auch ‚kleine‘ Unternehmen großes Erfolg genießen können. Freut mich“, schreibt einer. „Schöner Erfolg!“, meint ein anderer.

Nicht jedes Start-up bekommt solch positive Rückmeldungen. Eine Strahlenschutzunterhose sorgte bei „Die Höhle der Löwen“ für Aufregung. Nicht nur die Investoren bezeichneten die Idee als „ausgemachten Blödsinn“, auch auf Social Media hagelte es von den Zuschauern Kritik.

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