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Die Höhle der Löwen: Investoren und Zuschauer genervt von Start-up - „Das wird ja immer schlimmer“

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Von: Franziska Vystrcil

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Nicht jedes Produkt in Folge 8 von „Die Höhle der Löwen“ konnte überzeugen. Das Start-up „This Place“ bekam jedoch nicht nur von den Investoren viel Kritik zu hören.

Köln - Viele der Ideen, die in der VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“ (DHDL) vorgestellt werden, sorgen bei den Investoren für Begeisterung. Wohl genau so viele Gründer bekommen bei den Pitches jedoch auch ihr Fett weg. Nicht nur bei den Löwen, auch bei den Zuschauern löste bereits das ein oder andere Produkt gemischte Gefühle aus. So etwa zog das Netz über den Luffa-Schwamm aus Folge 4 her. Das Produkt sei wenig innovativ und nichts Neues, meinten viele Zuschauer.

This Place bei „Die Höhle der Löwen“
Mit ihren Kosmetikprodukten wollten die Gründer von „This Place“ einen Deal in „Die Höhle der Löwen“ an Land ziehen. Stattdessen gab es viel Kritik. © RTL/Bernd-Michael Maurer

Nun zog ein weiteres Produkt den Spott der Zuschauer auf sich. In Folge 8 der elften Staffel stießen die CBD-Produkte von „This Place“ bei den Fans nur auf wenig Gegenliebe. Und auch die Löwen waren am Ende des Pitches sichtlich genervt.

Netz spottet über Start-up aus „Die Höhle der Löwen“: „CBD - das ist so 2019!“

Dabei fing der Pitch von Gründerin Laura Simonow gut an. Die Gründerin hat funktionale Körper- und Gesichtskosmetik mit gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen unter dem Namen „This Place“ gemeinsam mit den Gründern von „Sanity Group“, Finn Hänsel und Fabian Friede, entwickelt.

Einer der Inhaltsstoffe der Cremes ist ein organisches Hanfextrakt mit CBD (Cannabidiol). „CBD ist ein Inhaltsstoff der Hanfpflanze, dem einige positive Eigenschaften nachgesagt werden, wie eine entkrampfende und entzündungshemmende Wirkung“, erklärte Fabian Friede den Löwen beim Pitch. Spätestens da ging im Netz der Aufschrei los. Viele User waren von der Wirkung der Produkte nicht überzeugt. Andere verstanden nicht, was an den Cremes des Start-ups besonders oder neuartig sein soll. „CBD - das ist so 2019“, lautet etwa ein Tweet. Ein weiterer User macht sich über die angebliche Wirkung lustig, schreibt ironisch: „CBD heilt alles!“

Dem stimmen viele weitere DHDL-Fans zu. Eine Userin verweist sogar auf einen Bericht des Bayrischen Rundfunks zur Wirksamkeit von CBD-Produkten. Darin wird die angebliche Wirkung von CBD als „angedichtet“ und als „reine Geschäftemacherei“ bezeichnet. Auch das nachhaltige Karton-Start-up aus „Die Höhle der Löwen“ wurde im Netz verspottet.

Kein Deal für „This Place“ - Löwen sind nicht überzeugt

Auch die Löwen waren nur wenig überzeugt vom Produkt - jedoch nicht wegen dessen Inhaltsstoffen, sondern aufgrund der Unternehmensstruktur von „This Place“. Finn Hänsel und Fabian Friede sind die Gründer der Sanity Group, zu denen „This Place“ gehört. Laura Simonow ist zwar der kluge Kopf hinter den Produkten, aber nur eine Teil-Inhaberin der Kosmetikfirma. Bei Milliardär Carsten Maschmeyer sorgt das für Stirnrunzeln.

Die restlichen Löwen zeigten sich misstrauisch, als die Gründer erklärten, neben dem Start-up noch weitere Tochterfirmen gegründet zu haben. Sich ausschließlich auf „This Place“ zu fokussieren, hatten die beiden männlichen Gründer eigener Aussagen nach nicht vor. Im weiteren Gespräch kommt zudem heraus, dass es noch mehr Start-ups gibt, die zu der Gruppe gehören. Ein No-Go für Carsten Maschmeyer. „Das wird ja immer schlimmer“, sagt er genervt und steigt aus den Verhandlungen aus.

Judith Williams testet in „Die Höhle der Löwen“ die Creme von „This Place“
Judith Williams war an einem Deal mit der Marke „This Place“ interessiert. Doch die Gründer lehnten ihr Angebot ab. © RTL/Bernd-Michael Maurer

Auch sein Löwen-Kollege Georg Kofler pflichtete ihm bei. „Ich habe ein ähnliches Gefühl des Unwohlseins. Ich fühle mich da irgendwie als fünftes Rad am Wagen“, so der Investor. Kosmetik-Expertin Judith Williams bezeichnete die Unternehmenskonstellation als „bittere Pille“. Dennoch war sie an einem Investment interessiert. Das Gebot der Gründer: 200.000 Euro für 10 Prozent am Unternehmen. Das war der Löwin jedoch zu wenig. Sie forderte mindestens 25,1 Prozent.

Nach kurzer Beratung verkündeten die Gründer ihre Entscheidung. „Das können wir leider nicht übers Herz bringen, leider können wir den Deal nicht eingehen.“ Somit ging „This Place“ ohne Löwe und Deal nach Hause.

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