1. bw24
  2. TV
  3. Die Höhle der Löwen

Trotz Flop bei „Die Höhle der Löwen“: Hundemarmeladen-Start-up kämpft weiter

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Franziska Vystrcil

Kommentare

Stevie Page entwickelte für ihren Dalmatiner „Schnücki“ eine Hunde-Marmelade.
Stevie Page entwickelte für ihren Dalmatiner „Schnücks“ eine Hunde-Marmelade. © Stevie & Schnück‘s

Ein Deal kam für Gründerin Stevi Page mit ihrer Hundemarmelade bei „Die Höhle der Löwen“ nicht zustande. Doch davon lässt sich die Unternehmerin nicht unterkriegen.

Köln - Ein Deal in der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ ist nicht automatisch eine Garantie für Erfolg. Viele Produkte verschwinden selbst nach einem Investment der VOX-Löwen in der Versenkung - oder oftmals auch auf Wühltischen bei Supermärkten und Discountern. Die Liste der Flops bei „Die Höhle der Löwen“ ist nicht gerade kurz: Pannenfächer, mobile Toiletten und Desinfektionsstifte für Gläser sind nur einige von vielen.

Beim Pitch von Stevi Page waren sich die Löwen einig: Die Idee vom „Frühstück für den Hund“ sei nichts Besonderes, der Markt zu umkämpft. Geld wollte keiner der Löwen investieren. Das hat dem Unternehmergeist der Gründerin jedoch keinen Abbruch getan. Aufgeben kommt für sie nicht infrage. Sie will ihre Marmelade an den Hund und an den Mann bringen.

Aufgeben ist keine Option: Stevi Page vertreibt auch nach Absage bei „Die Höhle der Löwen“ ihre Hundemarmelade

Mit viel Elan betrat Stevi Page in Folge 6 von „Die Höhle der Löwen“ mit Hündin Schnücks die Löwenhöhle. Sie war fest davon überzeugt: Bald würde sie Marmelade für Hunde, Hundebrot und Hundekaffee im großen Stil produzieren und vertreiben. Um dieses Ziel zu erreichen, wollte sie die Löwen für sich gewinnen. Sie benötigte 60.000 Euro und bot Dagmar Wöhrl und den anderen Unternehmern 20 Prozent von „Stevi & Schnücks“.

Stevi Page stellt mit ihrer Dalmatinerhündin Schnücks in „Die Höhle der Löwen“ ihre Hundemarmelade vor
Die Hundemarmelade von Stevi Page und Hündin Schnücks kam bei den „Die Höhle der Löwen“-Investoren nicht gut an. © RTL/Bernd-Michael Maurer

Nico Rosberg und Dagmar Wöhrl probierten als Erstes. Doch ihnen fehlt das Salz. Dagmar Wöhrl argumentierte, dass Hundebesitzer die Marmelade auch einfach selbst zubereiten könnten. Stevi Page hielt dagegen: „Ich verkaufe Emotionen“. Georg Kofler und Carsten Maschmeyer hingegen waren skeptisch bezüglich der Vermenschlichung von Tieren. Ex-Rennfahrer Nico Rosberg fehlte die Motivation für das Thema. Lediglich Unternehmer Ralf Dümmel war begeistert von der Ehrlichkeit und der Vision der Gründerin. Allerdings war ihm der Markt zu umkämpft. Auch das Netz machte sich über die Hundemarmelade lustig, zerriss sie förmlich.

Doch was meint die Gründerin, warum kein Deal zustande kam? „Ralf Dümmel hat durch seine langjährige Erfahrung zu viel Respekt vor diesem riesigen und stark umkämpften Markt gehabt – allerdings tat ihm das persönlich sehr leid“, sagt Stevi Page gegenüber Promiflash. „Er konnte mich nicht mal angucken bei der Absage.“ Traurig war sie dennoch nicht. „Ich war eigentlich gar nicht enttäuscht, denn das Löwen-Feedback war fantastisch – und man war der Meinung, ich schaffe das auch ohne sie“, freut sich die Gründerin.

Hundebesitzer zeigen sich von Hundemarmelade begeistert

Stevi Page macht unbeirrt weiter. Auf ihrer Webseite verkauft die Hundemama ihre Marmelade für 5,90 Euro das Glas. Auf Instagram teilt die Gründerin Fotos und Videos ihrer Produktion. Auch Eindrücke vom Frühstück mit Hündin Schnücks dürfen natürlich nicht fehlen. Und anders als die vielen Zuschauer zeigen sich auch die Käufer begeistert. „Sie stehen Schlange, kann man so sagen… und wie sich das lohnt…“, schreibt eine Hundebesitzerin und teilt ein Bild ihrer hungrigen Meute.

Auch der Onlineshop scheint gut anzukommen. Bei „trustedshops“ kann Stevi Page 4,45 von 5,0 Sternen vorweisen. Die positiven Bewertungen häufen sich. Ein Grund mehr für die Gründerin, weiterzumachen und ihr Geschäft weiter aufzubauen - auch ganz ohne Löwen. Und wer weiß: Vielleicht ergibt sich ja doch noch irgendwann ein Deal, wenn auch außerhalb der VOX-Sendung?

Sie wäre nicht die erste Gründerin, die ihr Glück nach der Ausstrahlung gefunden hat. Der Gründer von „audory“ hatte nach dem gescheiterten Deal mit Carsten Maschmeyer gut lachen. Erfinder Max Rose fand nach der Sendung einen anderen Investoren.

Auch interessant

Kommentare