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Die Höhle der Löwen: Deal-Desaster für Georg Kofler

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Von: Franziska Vystrcil

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Die 11. Staffel der Erfolgssendung „Die Höhle der Löwen“ ist vorbei. Nicht jeder Investor konnte den großen Deal an Land ziehen. Georg Kofler ging sogar leer aus.

Köln - Mit der Sendung „Die Höhle der Löwen“ (DHDL) lockt der TV-Sender VOX erfolgreich Zuschauer vor den Fernseher. Auch die elfte Staffel kam gut an. Vor allem auf Social Media war die Gründer-Sendung ein beliebtes Gesprächsthema. Die Start-ups und Investoren wurden bejubelt, aber genauso häufig auch kritisiert. So auch ein tierisches Produkt: Das Netz machte sich über die Hundemarmelade lustig.

Während sich manche Pitches als Flop herausstellten, schafften es auch einige, die Löwen zu überzeugen. Insgesamt wurden in Staffel elf 45 Start-ups vorgestellt, 29 davon bekamen in der Sendung einen Deal. Doch ein Deal ist noch lange keine Garantie für ein stattfindendes Geschäft. Das hat sich auch dieses Jahr wieder gezeigt. Von den 29 Deals kam es nur bei 17 Unternehmen zur Finanzierung durch die Löwen. Deutlich mehr als jeder dritte Deal platzte somit.

Eine besonders schlechte Bilanz hatten Milliardär Carsten Maschmeyer, Dagmar Wöhrl und Unternehmer Georg Kofler. Viele ihrer Deals kamen nach der TV-Aufzeichnung nicht zustande. Am schlimmsten schnitt in Staffel elf jedoch Georg Kofler ab: Kein einziger Deal ging bei ihm erfolgreich über die Bühne. Dabei hatte der Geschäftsmann große Ziele.

Georg Kofler wollte bei „Die Höhle der Löwen“ 840.000 Euro investieren

Dass ein Deal aus der Sendung letzten Endes doch scheitert, ist bei „Die Höhle der Löwen“ keine Seltenheit. Investor Carsten Maschmeyer hatte eine wahre Pechsträhne in Staffel elf. Bei ihm platzte knapp die Hälfte aller Deals, wie Gründerszene berichtet. Löwen-Kollege Georg Kofler kann mit seiner Nullrunde da noch einen drauf setzen. Dabei hatte der Unternehmer große Ziele und Pläne für die neue Staffel: 840.000 Euro wollte der Geschäftsmann investieren.

Dafür ließ er nichts unversucht. Gemeinsam mit Carsten Maschmeyer wollte Georg Kofler in die interaktiven Hörbücher von „Audory“ einsteigen. Start-up-Gründer Max Rose versprachen sie 200.000 Euro für 20 Prozent seiner Firmenanteile. Doch in den Verhandlungen wurden sich Löwen und Gründer nicht einig. Der Deal scheiterte.

Auch mit den Gründern von „Deep One“, ein Audiogerät, das Musik, Filme und Spiele für Gehörlose fühlbar macht, konnte sich Georg Kofler nach der Sendung nicht einig werden. Ursprünglich wollte er 200.000 Euro für 25 Prozent der Anteile investieren. Aufgrund von Lieferschwierigkeiten gingen die Parteien jedoch ohne Vertrag auseinander, Georg Kofler stieg bei „Deep One“ wieder aus.

Pechsträhne für Georg Kofler: Ein geplatzter Deal jagte den nächsten

Die „Konkrua“-Kochboxen von Erfinderin Pim Ampikitpanich empfand Georg Kofler als noch nicht ausgereift genug. Sein Angebot, die Boxen mit thailändischen Gerichten mit 250.000 Euro für 23 Prozent der Anteile zu unterstützen, zog der Unternehmer schließlich wieder zurück.

Neben „Audory“ wollten Carsten Maschmeyer und Georg Kofler auch gemeinsam in die Dating-App „Chaanz“ einsteigen. Mit 200.000 Euro für 49 Prozent der Anteile wollten sie die App groß herausbringen. Auch dieses Investment scheiterte im Nachgang. „Unsere Vorstellungen und die der Investoren sind hier auseinander gegangen und der Deal kam leider nicht zustande“, äußerte sich Marwin Grundel, CEO von „Chaanz“ zum geplatzten Deal.

Investor Georg Kofler bei „Die Höhle der Löwen“
Eigentlich wollte Georg Kofler in der elften Staffel von „Die Höhle der Löwen“ viel Geld in die Start-ups stecken. Doch es kamen keine Deals zustande. © RTL/Bernd-Michael Maurer

Eine weitere Team-Investition von Carsten Maschmeyer und Georg Kofler ging ebenfalls in die Hose. Das Wiener Start-up „Keego“ produziert spezielle Trinkflaschen aus Titan. Die Löwen waren begeistert und wollten unbedingt mit den österreichischen Tüftlern ins Geschäft kommen. Doch am Verhandlungstisch konnte keine Einigung erzielt werden. Die Gründer wollten nochmals die Höhe der Firmenanteile verhandeln. Darauf wollten sich die beiden Löwen jedoch nicht einlassen. Investor Ralf Dümmel hat unterdessen kaum eines seiner Start-ups verkauft.

Alles in allem lief die elfte Staffel „Die Höhle der Löwen“ für Georg Kofler mehr als enttäuschend ab. Von seinem Investitionskapital von 840.000 Euro gab der Investor letzten Endes keinen Cent aus. Somit landet er in Sachen Geschäftsabschlüssen von allen Löwen auf dem letzten Platz. Bleibt zu hoffen, dass er in der kommenden Staffel mehr Glück hat. Erste Details zur zwölften DHDL-Staffel wurden bereits enthüllt. Für Fans von Investor und Ex-Rennfahrer Nico Rosberg gibt es eine enttäuschende Nachricht: Er wird weniger als Löwe im Einsatz sein als sonst.

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