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DHDL: Carsten Maschmeyer ist und bleibt überzeugter Investor - „Wir brauchen mehr Unternehmergeist“

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Von: Franziska Vystrcil

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Investor Carsten Maschmeyer in Staffel 12 von „Die Höhle der Löwen“
Seit Jahren fester Bestandteil der VOX-Sendung: Milliardär und Investor Carsten Maschmeyer. © RTL/Bernd-Michael Maurer

Start-ups sehen sich vor allem in der Anfangsphase mit vielen Problemen konfrontiert. Carsten Maschmeyer sieht „Die Höhle der Löwen“ als Chance für die Gründer.

Köln - Verglichen mit seinen Löwen-Kollegen Nico Rosberg und Nils Glagau ist Carsten Maschmeyer bei „Die Höhle der Löwen“ (DHDL) bereits ein Urgestein. Seit 2014 nimmt er als Investor auf dem Sessel Platz, um in Start-ups und Geschäfte einsteigen. Dabei ist er mal mehr, mal weniger erfolgreich. So oder so - aus der Sendung ist er vor allem vonseiten der Fans nicht mehr wegzudenken.

Auch in Staffel zwölf von DHDL versucht er wieder sein Glück. Trotz der langen Zeit in der Gründer-Sendung - ans Aufhören denkt der Unternehmer noch lange nicht, wie er im Interview mit t3n verriet. Denn seiner Meinung nach hat DHDL eine wichtige Aufgabe: Start-ups und den Erfindergeist zu fördern und zu unterstützen.

Löwe und Investor Carsten Maschmeyer: „Startup-Mentor und ‑Investor zu sein ist meine Leidenschaft“

Ein Leben ohne DHDL? Für Carsten Maschmeyer mittlerweile undenkbar. „Startup-Mentor und ‑Investor zu sein ist meine Leidenschaft“, sagt er t3n. „Ich freue mich auf jeden Pitch und die spannenden Zukunftsthemen, die die Gründerinnen und Gründer in dieser Staffel wieder mitgebracht haben.“

Die Start-ups und Gründer üben auf den Unternehmer eine Faszination aus, wie er sagt. „Wie bei einem spannenden Buch kann man in die Story eintauchen und schauen, welche Gründerinnen und Gründer gewinnen und welche Investoren die Deals an Land ziehen.“ Doch wie sich bereits in der elften Staffel zeigte, ist ein Deal in der Sendung keine Garantie für ein erfolgreiches Geschäft. Oftmals platzt der Deal im Nachgang. So auch in Staffel elf: Carsten Maschmeyer erlebte eine Desaster-Deal-Serie.

Bereits in der Schule muss Gründergeist vermittelt werden, Unternehmer oder Unternehmerin müssen erstrebenswerte Berufe sein.

Carsten Maschmeyer, Unternehmer und Investor bei „Die Höhle der Löwen“

Doch für solche Ausgänge hat der Investor eine Erklärung. „Dass Deals nach der Aufzeichnung platzen, ist ganz normal. Das passiert auch in der Startup-Welt ohne Fernsehen täglich“, sagt er. Vor allem in den Nachverhandlungen könne es passieren, dass Gründer und Investor sich nicht einig werden. „Zum Beispiel, wenn falsche Angaben gemacht wurden, wie bei einem gepitchten Patent, das doch keins ist. Oder es gibt Altinvestoren, die nach der Sendung nachverhandeln wollen. Oder manchmal stellt man im Laufe der Gespräche fest, dass es völlig unterschiedliche Vorstellungen darüber gibt, was die strategische Ausrichtung des Unternehmens für die Zukunft betrifft“, sagt Carsten Maschmeyer.

Carsten Maschmeyer sieht Politik in der Bringschuld

Auch wenn die Deals nicht immer glattlaufen - für Carsten Maschmeyer ist die Gründer-Show nicht nur reine Unterhaltung. „Die Sendung leistet einen großen Beitrag für das Gründertum, denn sie vermittelt auf unterhaltsame Art und Weise, was Unternehmertum bedeutet, und stärkt den Gründergeist in Deutschland. Das leisten in dem Ausmaß weder Schulen noch die Politik.“ Dem würde Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin sicher widersprechen. Als Schirmherrin der „Start-up Night“ liegt Nicole Hoffmeister-Kraut die Zukunft der Gründer am Herzen, wie sie im Interview mit BW24 verraten hat.

Carsten Maschmeyer ist der festen Überzeugung, dass sich etwas ändern muss. „Wir brauchen mehr Unternehmergeist, mehr Risikobereitschaft und mehr Startup-Mindset in unserem Land, sonst sieht es bald schlecht aus mit ‚Made in Germany‘.“ Seiner Meinung nach muss hier früh angesetzt werden. „Bereits in der Schule muss Gründergeist vermittelt werden, ‚Unternehmer‘ oder ‚Unternehmerin‘ müssen erstrebenswerte Berufe sein“, ist er überzeugt.

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