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„Die Höhle der Löwen“: Pechsträhne für Carsten Maschmeyer - nach Audory platzt der nächste Deal

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Von: Franziska Vystrcil

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„Die Höhle der Löwen“-Investor Carsten Maschmeyer scheint in der elften Staffel vom Pech verfolgt: Nach „Audory“ platzte nun auch der Deal mit „Read-O“.

Köln - Unternehmer Carsten Maschmeyer ist nicht nur ein erfolgreicher Geschäftsmann, sondern auch ein Bücherwurm. Zwei Dinge, die sich im Fall von „Die Höhle der Löwen“ (DHDL) wunderbar kombinieren lassen könnten. In der vierten Folge der Gründer-Sendung waren neben Star-Gründer Michael Ballack auch wieder interessante Start-ups vertreten. Bei einem Pitch war Carsten Maschmeyer jedoch ganz besonders Feuer und Flamme: „Read-O“ ist eine emotionsbasierte Bücher-App. Dabei springt für das Start-up auch noch Profit raus: Für jeden vermittelten Buchkauf erhält „Read-O“ eine kleine Provision.

Die App analysiert Buchrezensionen mithilfe einer Künstlichen Intelligenz und schlägt Nutzern basierend auf Emotionsparametern passende Buchtitel vor. Löwe Carsten Maschmeyer sah großes Potenzial, jedoch war er mit den Konditionen des Deals nicht einverstanden. Das Gründer-Team, bestehend aus Jonathan Mondorf, Ben Kohz, Andreas Weiser, Michael Pomogajko und Simon Farshid, forderte 600.000 Euro für 15 Prozent Firmenanteile.

Carsten Maschmeyer in der VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“
Carsten Maschmeyer liest für sein Leben gern. In Staffel elf von „Die Höhle der Löwen“ investiere er in zwei Buch-Start-ups. Beide Geschäfte platzten jedoch. © RTL/Bernd-Michael Maurer

Nach langem hin und her kam es schließlich zur Einigung: Der Milliardär würde 600.000 Euro investieren und dafür mit 25,1 Prozent an der Firma beteiligt werden. Der zweite Buch-Start-up-Deal für Carsten Maschmeyer innerhalb weniger Wochen. In der vorherigen Folge war der Unternehmer einen Deal mit einer Hörbuch-Plattform eingegangen. In die interaktiven Hörbücher von Gründer Max Rose wollte der Unternehmer 200.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile stecken. Doch der Deal mit „Audory“ platzte wenig später. Und auch das Geschäft mit „Read-O“ ging nach der Sendung den Bach runter.

„Die Höhle der Löwen“-Deal scheitert - Gründer können sich dennoch über Investoren freuen

Offenbar hat Carsten Maschmeyer in der aktuellen Staffel einfach kein Glück. Im Fall von „Audory“ wurden sich Gründer und Investor bei den Verhandlungen nicht einig. „Wenn man unterschiedliche Auffassungen von der zukünftigen Richtung hat, ist es sogar besser, wenn man im Guten auseinandergeht“, äußerte sich Gründer Max Rose nach dem gescheiterten Deal. Es hätte unterschiedliche Auffassungen bezüglich der zukünftigen Ausrichtung des Unternehmens gegeben, hieß es wenig später vonseiten des Maschmeyer-Teams. Auch Löwin Judith Williams machte in der elften Staffel bereits einen Rückzieher: Sie stieg beim Abführmittel „laxplum“ aus.

Aus ähnlichen Gründen wie bei „Audory“ ist nun auch die Zusammenarbeit mit „Read-O“ gescheitert. „Nach der Sendung haben wir uns mit dem Team von Carsten Maschmeyer zusammengesetzt. Nach einigen Terminen haben wir festgestellt, dass wir unterschiedliche Ideen bezüglich der strategischen Ausrichtung haben“, verriet „Read-O“-Chef Ben Kohz Gründerszene. Man stehe aber dennoch weiterhin mit Carsten Maschmeyer und seinem Team in Kontakt.

Das Start-up kann sich zudem über Geldgeber freuen. In der Zwischenzeit hat „Read-O“ zwei Investoren gefunden, die das Start-up mit 200.000 Euro unterstützen. Zwar ist die Investition weitaus geringer, als die in der Höhle geforderten 600.000 Euro, doch das begründet Ben Kohz mit Veränderungen im Geschäftsmodell. Dank des Netzwerks der Investoren konnten die Gründer drei Unternehmen aus der Buchbranche für sich gewinnen. Diese unterstützen die App-Entwickler dabei, den Vertrieb auszubauen sowie den Algorithmus der App weiterzuentwickeln. Dadurch wurde weniger Kapital benötigt, als bei der Aufzeichnung von DHDL.

Spott und Kritik nach weiterem geplatzten Maschmeyer-Deal

Im Netz haben einige Nutzer sogar mit einem Scheitern des Maschmeyer-Deals gerechnet. So mancher wartete sogar bereits während der Sendung auf einen Tweet von Carsten Maschmeyer, in dem er erklärt, dass der Deal nicht zustande kam. Dass der Tweet nur wenig später folgte, sorgte bei vielen für Belustigung. „Wir fahren direkt ins Büro“, schreibt ein Twitter-User. „Komischerweise platzen in letztes Zeit mehr Deals als, welche zustande kommen“, bemerkt ein anderer.

Auch, dass insbesondere Löwe Carsten Maschmeyer aktuell vom Pech verfolgt zu sein scheint, ist einigen aufgefallen. „Dann sind also bislang zwei von zwei Deals überhaupt nicht zustande gekommen. Könnt ihr mir das Konzept der Sendung noch mal nahelegen?“, schreibt jemand sarkastisch. User regen sich auch darüber auf, dass die Pitches von gescheiterten Deals überhaupt ausgestrahlt werden. „Unsinn solche Deals dann zu zeigen“ und „Ich nenne das Betrug“ lauten die Kommentare.

Auch ein anderes Start-up aus Staffel elf bekam im Netz sein Fett weg. Der Pitch zur Strahlenschutzunterhose von „Silverton“ sorgte für Aufregung bei Twitter. Auch Investor Georg Kofler bezeichnete die Geschäftsidee als „ausgemachten Blödsinn“.

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