„Politik und Wirtschaft trennen“

Europapark ändert Namen von „Blue fire“-Achterbahn - wegen Ukraine-Krieg

Europapark
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Der Europapark hat wegen des Ukraine-Kriegs die Zusammenarbeit mit Sponsor Nord Stream gestoppt.

Der Europapark in Rust erklärte am Donnerstag (24. Februar), die Zusammenarbeit mit dem Sponsor Nord Stream 2 zu stoppen. Grund ist die eskalierende Ukraine-Krise.

Rust (dpa) - Deutschlands größter Freizeitpark, der Europa-Park in Rust, und der Gaspipeline-Betreiber Nord Stream 2 haben wegen des Kriegs um die Ukraine ihre Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung ausgesetzt. Das teilte eine Sprecherin des Parks im Ortenaukreis am Donnerstag mit. Details dazu nannte sie zunächst keine.

Auf den Internetseiten waren die Achterbahn „blue fire Megacoaster“ und der „blue fire Dome“, wo das Publikum unter anderem auf großen LED-Bildschirmen Eindrücke von der Unterwasserwelt der Ostsee bekommen soll, da schon umbenannt. Sie hießen bis dahin „blue fire Megacoaster powered by Nord Stream 2“ beziehungsweise «Nord Stream 2 Dome», was ehemals die «Gazprom Erlebniswelt» war. Das Unternehmen Nord Stream 2 listet die Attraktionen unter Kultursponsoring auf. Um welche Summen es geht, sagte die Europa-Park-Sprecherin nicht.

Ukraine-Krieg: Europapark stoppt Zusammenarbeit mit Nord Stream 2

Schon nachdem sich die Lage an der russisch-ukrainischen Grenze Anfang der Woche zugespitzt hatte, stoppte die Bundesregierung das Genehmigungsverfahren für die russisch-deutsche Erdgasleitung Nord Stream 2. Der Europa-Park, der derzeit in der Winterpause ist, erklärte am Dienstag daraufhin, streng zwischen Politik und Wirtschaft zu trennen und zu den Kooperationen „vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen immer im Austausch mit den Partnern“ zu sein. Darüber berichtet auch Heidelberg24*.

In Bezug auf die Entscheidung des Europaparks, die Zusammenarbeit mit Nord Stream 2 aufgrund des Krieges um die Ukraine zu stoppen, schreibt eine Nutzerin auf Facebook: „Dann bin ich mal gespannt wieviele Menschen ihre Gas Heizung abstellen,weil das Gas aus Russland kommt.“ Ein User pflichtet bei. „Ca 55% ist russisch. Lässt sich leider nicht trennen“, schreibt er. „Trotzdem ziehe ich den Hut vor Mack.“ Manche Nutzer sind von der Entscheidung dagegen nicht überzeugt. „Kommt ziemlich scheinheilig rüber, a la ‚Wir tun so als würden wir protestieren und lassen die Zeitung darüber berichten. Aber eure Kohle nehmen wir trotzdem gern.“ *Heidelberg24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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