Hungriger Geselle

Neuer Wolf im Schwarzwald aufgetaucht - Tier kommt offenbar aus den Alpen

Ein Wolf im Wald
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Im Schwarzwald hat ein Neuling Platz im Revier genommen (Symbolbild).
  • Sina Alonso Garcia
    VonSina Alonso Garcia
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Das Rätsel um die Schafsrisse in Schramberg ist gelöst. Nun ist klar: Dahinter steckt ein noch nicht registrierter Wolfsrüde.

Schramberg - Ende Mai wurden in Schramberg (Kreis Rottweil) drei tote Schafe gefunden. Untersuchungen zeigten schließlich im Juni 2021, dass dahinter ein Wolf steckt. Seit längerer Zeit leben in der Schwarzwald-Region zwei Wölfe. Verantwortlich für den Schafsriss ist nach aktuellen Erkenntnissen jedoch ein dritter Wolf. So ergab eine genetische Analyse, dass ein bislang unbekannter Wolfsrüde aus den Alpen die drei Schafe in Schramberg gerissen hat.

Wie das baden-württembergische Umweltministerium in Stuttgart mitteilte, trage der Rüde die Bezeichnung „GW2120m“. Über seinen aktuellen Standort sei nichts bekannt. So könne der Wolf sich entweder noch in der Region aufhalten oder auf der Suche nach einem Revier weitergezogen sein.

Wolf im Schwarzwald: Ministerium kümmert sich um „Wolfsprävention“

Schramberg liegt innerhalb des Fördergebiets „Wolfsprävention“. Das bedeutet konkret: Das Umweltministerium kümmert sich zu 100 Prozent um die Kosten, die in diesem Gebiet für den Schutz von Herden- und Weidetieren anfallen. Um Angriffe auf Schafe und Co. zu vermeiden, fördert das Ministerium beispielsweise die Anschaffung von Zäunen oder Herdenschutzhunden.

Immer wieder geben Schafsrisse Aufschluss über die Existenz von Wölfen in einer Region. So entdeckte man den zweiten Wolf im Schwarzwald im Dezember erst durch einen blutigen Fund. Auch im Neckar-Odenwald-Kreis hinterließ ein Wolf eine blutige Spur.

Wolf in Baden-Württemberg: Tiere kehren nach langer Abwesenheit zurück

150 Jahre lang war der Wolf in Deutschland ausgerottet. Nachdem seit dem Jahr 2015 einzelne Wölfe nachgewiesen wurden, kehrt der Wolf mit weiteren ausgerotteten Tierarten ins Land zurück. Menschen brauchen den Fleischfresser jedoch nicht zu fürchten: Das Raubtier hat es vor allem auf Nutztiere abgesehen.

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