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Wohnstudio von James Rizzi soll in neues Museum nach Tübingen ziehen

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Rizzi-Ausstellung in Mainz
Der bunt mit Farbe bekleckste Arbeitstisch von James Rizzi steht 2014 auf einer Ausstellung im „Frankfurter Hof“ in Mainz. Nun kommt das Wohnstudio nach Tübingen. © Fredrik Von Erichsen/dpa

James Rizzis Markenzeichen waren quietschbunte Motive, mit denen er Turnschuhe, Häuser, Autos, Teddybären und selbst eine Boeing dekorierte. Ein neues Museum in Tübingen soll seinen Werken bald viel Raum geben.

Tübingen (dpa) - Das komplette New Yorker Wohnstudio des Pop-Art-Künstlers James Rizzi (1950-2011) soll künftig in Tübingen zu sehen sein. In der Stadt wird dafür bis Herbst 2023 ein neues Kunstmuseum gebaut. Auf rund 200 Quadratmetern würden Möbelstücke, Panoramawände, LED-Fenster und Originalkunstwerke des Künstlers ausgestellt, teilte der Tübinger Verlag Art 28 zum Spatenstich an Rizzis Geburtstag am Mittwoch mit.

Der Verlag, der das 2000 Quadratmeter große Museum für sechs Millionen Euro baut, besitzt rund 3000 Werke des Pop-Art-Künstlers und betreibt in der Universitätsstadt in Baden-Württemberg bereits eine Galerie. Dort ist ab Donnerstag die Ausstellung «The World of James Rizzi» zu sehen - bis zum 5. November.

Diese präsentiert rund 350 Werke, darunter Tuschezeichnungen, Radierungen, Acrylunikate, zwei Paar Sneaker, Holzspielzeug, Urkunden und Malutensilien. Art 28 verfügt neben den Werken Rizzis auch über die weltgrößten Sammlungen von Janosch und Otmar Alt.

Im neuen Kunstmuseum soll dann auch Rizzi selbst zu sehen sein: «Hallo, ich bin der Avatar von James Rizzi. Ich möchte Sie in Tübingen willkommen heißen, wo ein cooles neues Kunstmuseum gebaut wird», sagt der Künstler mit dem obligatorischen Hut in einem YouTube-Video auf Englisch.

In Deutschland ist Rizzi unter anderem mit seinen Briefmarken-Entwürfen für die Deutsche Post bekannt geworden. Kein Untergrund war dem Künstler zu abwegig für seine quietschbunten Motive. Er bemalte etwa Turnschuhe, Häuser, Autos oder eine Boeing. 2001 gestaltete er ein Bürohaus in Braunschweig, 2002 einen Teddybär für Steiff.

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