Markenname „Glen Buchenbach“

Whisky-Streit um schwäbische Brennerei: Gericht verkündet Urteil

Hamburger Oberlandesgericht
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Das Oberlandesgericht in Hamburg
  • Julian Baumann
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Zwischen einer schwäbischen Whisky-Brennerei und einem schottischen Whisky-Verband entbrannte ein Markenstreit. Am Donnerstag wird das Urteil erwartet.

Hamburg (dpa) - Im Whisky-Streit zwischen einer schwäbischen Brennerei und dem Verband der schottischen Whisky-Produzenten wird vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg am Donnerstag (12.00 Uhr) das Urteil verkündet. Gestritten wird um den Markennamen «Glen Buchenbach», unter dem die Waldhornbrennerei Klotz aus Berglen bei Stuttgart ihre Spirituose vertreibt und durch den sich die Scotch Whisky Association in ihren Rechten verletzt sieht. Im Februar 2019 hatte das Landgericht den klagenden Schotten Recht gegeben, da durch den Namensbestandteil «Glen» die in der EU-Spirituosen-Verordnung besonders geschützte geografische Angabe «Scotch Whisky» beeinträchtigt werde. Dagegen hatten die Schwaben Berufung eingelegt.

Vor dem Oberlandesgericht droht ihnen erneut eine Niederlage: Schon in der mündlichen Berufungsverhandlung im November hatte das Gericht deutlich gemacht, dass es einen Unterlassungsanspruch der Schotten sehe. Das Wort «Glen» in der Produktbezeichnung für einen Whisky dürfte eine unzulässige Anspielung auf die geografische Angabe «Scotch Whisky» sein, hieß es damals.

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