Delikte rückläufig

Weniger Angriffe auf Moscheen im Südwesten

Versuchte Brandstiftung an Kölner Moschee
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Im Südwesten gab es zuletzt weniger Angriffe auf Moscheen. In Köln scheiterte zuletzt ein Brandanschlag auf die DITIB-Moschee.

Drohbriefe, Schmierereien, Anschlagspläne: Moscheen sind immer wieder Ziel von Angriffen. Doch die Delikte im Südwesten gehen zurück.

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Zahl der Angriffe auf Moscheen in Baden-Württemberg ist 2021 zurückgegangen. Bis Ende September verzeichnete das Innenministerium fünf Anschläge auf Moscheen, wie ein Sprecher der Behörde in Stuttgart mitteilte. 2020 hatte es den Angaben zufolge neun Angriffe mit Ziel auf Moscheen gegeben.

Angriffe auf Synagogen in Baden-Württemberg gab es 2021 laut Innenministerium in sechs Fällen. Dabei sind alle Delikte bis einschließlich Ende September verzeichnet. Im Vorjahr gab es demnach ebenfalls sechs Angriffe auf Synagogen.

Für große Betroffenheit hatte ein Brandanschlag auf die Synagoge in Ulm im Juni 2021 gesorgt. Die Fassade blieb rußgeschwärzt zurück, verletzt wurde niemand. Der Landtag verabschiedete in der Folge eine Resolution gegen Judenhass und Ausgrenzung. Der mutmaßliche Täter floh in die Türkei, wo ihm aufgrund seiner türkischen Staatsangehörigkeit keine Auslieferung droht.

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