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Europa-Park-Besucher zeigen in Video „willkürliches“ Verhalten in der Warteschlange

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Von: Amy Walker

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Menschen klatschen in der Silverstar-Warteschlange im Europa-Park.
In der Warteschlange vor der Silverstar-Achterbahn im Europa-Park fängt ein Mann an zu klatschen und steckt damit viele weitere an. © Screenshots TikTok/called_julia03

Ein Video aus dem Europa-Park zeigt eine lange Warteschlange vor der Achterbahn Silverstar. Um sich die Zeit zu vertreiben, kommt ein Besucher auf eine ansteckende Idee.

Rust – Wer im Europa-Park mit der Silverstar fahren will, muss sich auf lange Warteschlangen gefasst machen. 50, 60 oder 120 Minuten Wartezeit sind bei einer der beliebtesten Attraktionen im Freizeitpark keine Ausnahme. Allerdings gibt es auch Tricks: Europa-Park-Kenner zeigen, wie ihr ganz einfach lange Warteschlangen umgehen könnt. Die Vorfreude allein kann das lange Warten in der Schlange vielleicht erträglicher machen. Es gibt aber auch andere Ideen für den Zeitvertreib, wie ein Video auf TikTok zeigt.

Europa-Park: Menschen in der Silverstar-Warteschlange fangen plötzlich alle an zu klatschen

Das Video zeigt die Warteschlange für die Silverstar-Achterbahn im Sommer 2022. Einer der Wartenden wird in dem TikTok-Clip dabei gefilmt, wie er langsam anfängt, rhythmisch zu klatschen. Und es dauert nur wenige Sekunden, bis die ganze Halle mitmacht.

Das Video wurde mehr als 30.000 Mal angesehen (Stand: 17. März) und aus den Kommentaren lässt sich erkennen, dass die meisten das Verhalten gut finden. „So random (dt. willkürlich, Anm.d.Red.), ich liebs“, schreibt ein Nutzer, während andere ihre Freunde markieren und vorschlagen, das bei nächster Gelegenheit genauso zu machen.

Klatsch-Infektion: Warum ist Klatschen ansteckend?

Das Phänomen, das hier im Video gezeigt wird, dürfte den meisten aber nicht neu sein. Wenn eine Person anfängt zu klatschen, dann regt das andere an, mitzumachen. Klatschen ist irgendwie ansteckend. Doch warum? Genau das wollten Wissenschaftler aus Schweden auch wissen, als sie 2013 das Phänomen analysierten.

Die Forscher untersuchten das Klatsch-Verhalten im Hörsaal, wo Studierende nach einer Vorlesung klatschten. Die Auswertung zeigte, dass sich das Klatschen mathematisch gesehen genau gleich ausbreitet, wie eine Erkrankung, beispielsweise Schnupfen. So sieht die Kurve der Ansteckung beim Klatschen gleich aus wie bei der Erkältung, es wurde also eine „soziale Ansteckung“ beobachtet.

Zuhörer klatschen bei einer Veranstaltung
Applaus, Applaus: Wenn einer mit dem Klatschen anfängt, steckt er alle anderen an. © Imago

Eine weitere Erkenntnis war, dass Menschen unterschiedlich sensibel auf das Klatschen ihrer Mitmenschen reagieren. Und genau das bestimmt, wer zu welchem Zeitpunkt mitmacht. Einige werden angesteckt, nachdem nur sehr wenige um sie herum angefangen haben zu klatschen. Bei anderen braucht es eine ganze Weile, bis sie sich anstecken lassen und mit einsteigen. Genauso ist es auch bei Krankheiten: Einige Menschen sind empfindlicher und werden schneller krank, bei anderen müssen erst alle um sie herum schon krank sein, damit auch sie sich anstecken.

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