PIN und Passwörter im Visier

Volksbank-Kunde aus Lahr fällt auf Betrüger rein - und verliert über 100.000 Euro

Ein Mann tippt auf seinem Smartphone
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Ein Mann in Lahr wurde Opfer einer üblen Betrugsmasche (Symbolbild).
  • Sina Alonso Garcia
    VonSina Alonso Garcia
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Betrügerische E-Mails unter der Bezeichnung „Volks-Banking-To-Go“ führen aktuell Empfänger in die Irre. Ein Klick auf einen Link reicht offenbar, um Daten preiszugeben.

Lahr - Die Polizei warnt aktuell vor „Phishing-Mails“, die im Netz kursieren. Vor allem Volksbank-Kunden sollten sich davor in acht nehmen. Denn die Betrüger werben mit einer vermeintlichen „Volks-Banking-To-Go“-Option, mit der Überweisungen angeblich viel sicherer seien. Empfänger werden gebeten, auf einen der E-Mail angehängten Link zu klicken, um ihn zu aktivieren. Eigentlich geht es den Betrügern aber lediglich darum, persönliche Daten wie Passwörter oder PINs von den zufällig Angeschriebenen abzugreifen.

Mitte September ist ein Mann aus Lahr Opfer der Betrugsmasche geworden, der bei „Volks-Banking-To-Go“ offenbar nichts Böses vermutete. Durch seine arglose Datenfreigabe hat er den Ganoven den Zugriff auf sein Guthaben ermöglicht. Infolgedessen verschwanden über 100.000 Euro von seinem Konto. Das teilte das Polizeipräsidium Offenburg mit. Nun ermittelt die Kriminalpolizei in dem Fall.

Fiese Maschen verunsichern Volksbank-Kunden: So schützen sich Opfer vor den Betrügern

Die Polizei empfiehlt Nutzern, niemals Passwörter oder PINs an Dritte herauszugeben. Auch bei der Aktivierung beigefügter Links ist Vorsicht geboten. Im Zweifelsfall hilft es, sich bei Erhalt einer verdächtigen E-Mail bei seiner Bank zu vergewissern. Alarmiert sein sollte man auch bei unbekannten Ansprechpartnern und Abweichungen von üblichen E-Mail-Adressen der Bank. „Sollten Sie Unstimmigkeiten feststellen, holen Sie sich eine zweite Meinung ein oder wenden Sie sich vorsichtshalber an die Polizei“, rät das Polizeipräsidium Offenburg.

Neben den gefakten Volksbank-Mails kursieren derzeit noch weitere Betrugsmaschen in Baden-Württemberg. So warnte die Stuttgarter Polizei kürzlich vor einer neuen Trickmasche an Bankautomaten, genannt „Shouldersurfing“. Dabei schauen die Täter den Opfern bei der PIN-Eingabe am Bankautomaten über die Schulter, lenken das Opfer ab und entwenden deren Bankkarte. Zudem warnte die Polizei Aalen unlängst vor falschen Paket-SMS, die man unter keinen Umständen anklicken darf.

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