Ungewöhnliche Begegnung

Spaziergänger in Villingen-Schwenningen begegnet Känguru

Das Känguru Viggo sitzt im Garten.
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Ein Spaziergänger in Villingen-Schwenningen staunte nicht schlecht, als ihm ein Känguru entgegen kam (Symbolbild).
  • Julian Baumann
    VonJulian Baumann
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Auf einem Spaziergang durch Villingen-Schwenningen kam einem Mann ein Känguru entgegen. Die Polizei sucht nach dem ausgebüxten Beuteltier. 

Villingen-Schwenningen - Aktuell sind die meisten Tiere, denen man in Deutschland begegnet, wohl Stechmücken oder in den Großstädten Tauben sowie Enten und Schwäne an den Gewässern. Doch auch ausgerottete Tierarten kehren nach Baden-Württemberg zurück. In letzter Zeit wurden immer wieder Wölfe, Luchse oder Schakale im Südwesten entdeckt. Erst vor wenigen Wochen wurde ein neuer Wolf gesichtet, er kam offenbar aus den Alpen. Wenn man exotische Tiere bewundern möchte, die normalerweise nicht in Deutschland heimisch sind, bleibt zudem ein Besuch im Zoo Wilhelma in der Landeshauptstadt Stuttgart.

Am gestrigen Donnerstag begegnete ein Spaziergänger in Villingen-Schwenningen (Schwarzwald-Baar-Kreis) einem Tier, dass normalerweise ausschließlich auf der anderen Seite der Welt beheimatet ist. Ein Känguru in Deutschland? Sowas kommt höchstens in den Geschichten des in Stuttgart geborenen und in Berlin lebenden Schriftstellers Marc-Uwe Kling vor. Dort hat das freche Tier jedoch sehr menschliche Züge.

Villingen-Schwenningen: Känguru büxt aus und hüpft durch die Stadt

Laut dem Bericht der Polizei Konstanz war der Spaziergänger am Donnerstag, 15. Juli gegen 17 Uhr im Bereich Türnleberg unterwegs. Auf einmal kam ihm bei der „Türnleberg-Hütte“ ein Känguru entgegen. Man würde als Spaziergänger wohl auch staunen, wenn einem plötzlich eine Kuh oder ein Schaf mitten in der Stadt entgegenkäme. Ein Känguru im Südwesten ist dagegen wohl ein ganz besonders seltener Anblick. Der Passant verständigte die Polizei und berichtete über die ungewöhnliche Begegnung mit dem Beuteltier. Wie die Polizei herausfand, war das Känguru aus einem Zirkus in Bad Dürrheim ausgebüxt und hüpfte seitdem durch die Straßen Villingen-Schwenningens.

Der Passant hatte wohl keine Zeit sich wirklich über das Auftauchen des exotischen Tieres in der Stadt zu wundern, denn das Beuteltier verschwand schnell wieder. Ein ausgewachsenes Känguru kann Geschwindigkeiten von 50 bis 55 km/h erreichen, demnach war das Tier wohl sehr schnell aus dem Blickfeld des verdutzten Passanten verschwunden. Die Polizei leitete eine Suche nach dem ausgebüxten Tier ein, die laut dem Polizeibericht bislang jedoch ohne Erfolg verlief. Personen, die das Tier sehen werden gebeten, das Polizeirevier Schwenningen, Telefon 07720 8500-0, oder jede andere Polizeidienststelle zu informieren.

Das Zusammentreffen zwischen dem Spaziergänger und dem Känguru ist eine der selteneren Begegnungen zwischen Mensch und Tier in Deutschland. In Baden-Württemberg büxen jedoch immer wieder Tiere aus und verirren sich auf Straßen oder auch mal in Wohnungen. Im Februar war beispielsweise ein Pferd auf der A5 bei Weil am Rhein unterwegs, ein Mann fing es ein. In Lauchringen erschrak eine Frau dagegen, weil sich eine 25 Zentimeter große Krabbe in ihre Wohnung verirrte.

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