Pilotprojekt an Schulen

Startup entwickelt App, die Verschwörungstheorien und Fake-News entlarvt

Ein junger Mann mit Mund- und Nasenmaske tippt auf seinem Smartphone.
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Junge Menschen sollen mit der News-App Verschwörungstheorien besser erkennen.
  • Zülal Acar
    vonZülal Acar
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Ein Berliner Medien-Start-up hat eine App entwickelt, die Verschwörungstheorien und Falschmeldungen entlarven soll. Zehn Pilotschulen testen die App im Unterricht.

Konstanz - Die Corona-Pandemie (*BW24 berichtete) dauert nun schon eine ganze Weile an - und je länger sie uns in Atem hält, desto mehr Verschwörungstheorien kommen in Umlauf. Eine der bekanntesten und populärsten Verschwörungstheorien rund um das Coronavirus besagt, dass Bill Gates und seine Frau Melinda das Coronavirus verbreitet hätten, um die Welt zu kontrollieren.

Solche und ähnliche Verschwörungstheorien kursieren besonders im Internet. Ein Berliner Start-up will solche absurden Geschichten nun bekämpfen. Die Gründer haben eine App entwickelt, die den Nutzern helfen soll, Verschwörungstheorien zu erkennen.

Start-up: Fake News und Verschwörungstheorien lauern überall im Internet

An Schulen will das Medien-Startup „The Buzzard“ seine Nachrichten-App testen. Die Schüler sollen durch die App im Unterricht lernen, Verschwörungstheorien zu erkenn und Meinungs-Filterblasen im Internet aufzubrechen. Denn besonders für Jugendliche sei es schwer, Fake-News von echten Nachrichten zu unterscheiden.

Junge Menschen würden vor allem ihr Smartphone benutzen, um sich über das Weltgeschehen zu informieren. Im Internet würden allerdings Filterblasen und Fake News lauern, sagt Start-up-Mitgründer Dario Nassal der dpa. Mitgründer Felix Friedrich ergänzte: „Wir sehen gerade am Beispiel der USA, wie schlimm die gesellschaftliche Spaltung für eine Demokratie ist. Aber auch hierzulande zeigt sich während Corona: Mehr und mehr Menschen leben zunehmend in ihren Blasen“.

News-App: Positionen werden journalistisch eingeordnet

Die News-App des Berliner Start-ups zeigt den Schülern täglich verschiedene Standpunkte zu gegenwärtigen Themen aus Medien wie Zeitungen, Magazinen, Blogs und dem Netz. Zudem ordnet sie die Positionen journalistisch ein und kann im Politik- oder Gemeinschaftskundeunterricht eingesetzt werden.

Zehn Pilotschulen aus mehreren Bundesländern machen bei der App mit. In dieser Woche finden erste Workshops an zwei Gymnasien im Kreis Konstanz statt. Die Schulen zahlen nichts für die App, sie wird von Stiftungen finanziert.*BW24 ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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