Geldvermögen nach Alter

Vermögen: So reich sind Rentner in Baden-Württemberg

Ein Rentnerpaar sitzt auf einer Bank vor dem Reichstag und sonnt sich.
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Rentner in Baden-Württemberg haben mitunter ein beachtliches Geldvermögen angesammelt.

Dass man fürs Alter vorsorgen muss, ist inzwischen eine Binsenweisheit. Aber wie sieht es eigentlich derzeit beim Geldvermögen der aktuellen Rentner-Generation in Baden-Württemberg aus?

Stuttgart - Baden-Württemberg mit seiner Landeshauptstadt Stuttgart wird immer älter. Inzwischen sind von den rund elf Millionen Einwohnern im Südwesten immerhin mehr als 3,7 Millionen über 60 Jahre alt (Statistik-Stand 2019). Viele davon sind damit in dem Alter, in dem die Rente zum Thema wird oder es bereits ist.

Aber nicht allein die monatlichen Rentenzahlungen entscheiden darüber, wie komfortabel es sich im Alter lebt, sondern auch das vorhandene Geldvermögen kann dabei eine bedeutende Rolle spielen. Ein finanzielles Polster kann in Notsituationen eine große Hilfe sein.

Vermögen der Rentner in Baden-Württemberg: Wie viel Geld liegt auf der hohen Kante?

Wie ist es dabei um die Situation der Menschen im Rentenalter in Baden-Württemberg bestellt? Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg veröffentlicht dazu Zahlen, die derzeit aktuellsten stammen aus dem Jahr 2018. In der Statistik wird aufgeschlüsselt, wie viel Geldvermögen ein Haushalt je nach Alter des Haushaltsvorstandes besitzt - und in welcher Anlageform es verwaltet wird.

Die Altersgruppe der 55 bis 65-Jährigen ist demnach die zweitvermögendste im Südwesten. Also Menschen, die zum Teil noch immer im Berufsleben stehen, aber Renteneintritt nicht mehr allzu weit weg ist, aber auch jene, die bereits den Renteneintritt hinter sich haben. Haushalte, deren Haushaltsvorstand aus dieser Altersgruppe kommt, haben laut Statistik im Schnitt ein Geldvermögen von 93.000 Euro angesammelt. Den großen Teil haben sie in Versicherungen angelegt (im Schnitt 33.900 Euro), gefolgt von Geld, das auf Tagesgeldkonten geparkt ist (13.300 Euro).

Vermögen in Baden-Württemberg: 65 bis 70-Jährige haben das meiste Geld

Die folgende Gruppe der 65 bis 70-Jährigen ist die mit dem größten Geldvermögen laut Statistik. Hier besitzt im Schnitt jeder Haushalt - mit einem Haushaltsvorstand im entsprechenden Alter - 94.400 Euro. Im Gegensatz zur vorherigen Altersgruppe steckt hier das meiste Geld aber nicht mehr in Versicherungen, sondern auf dem Tagesgeldkonto (21.100 Euro) und in Investmentfonds (16.700 Euro).

Bei Baden-Württembergern über 70 ist dann aktuell wieder weniger Geld vorhanden. Im Schnitt sind es hier 88.300 Euro im jeweiligen Haushalt. Der Großteil des Geldes (22.100 Euro) steckt dabei in Aktien.

Zum Vergleich: Haushalte, deren Vorstand unter 35 Jahren alt ist, besitzen lediglich 26.200 Euro. In der Altersgruppe 35 bis 45 sind es immerhin 52.900 Euro an Geldvermögen. Versicherungen, Sparguthaben und Aktienbesitz sind natürlich nur ein Teil der Rechnung. Wer wenig Geldvermögen aber mehrere Immobilien besitzt, hat im Alter unter Umständen eine deutlich bessere Absicherung als jener, der sich lediglich einige Zehntausend Euro auf dem Tagesgeldkonto angespart hat.

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