Vermisstenfall bei Stuttgart

Vermisster 10-Jähriger aus Fellbach aufgetaucht: Er war in der Wohnung eines Fremden

Die Polizei suchte auch mit Hubschraubern nach dem Vermissten
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Vermisster Junge aus Fellbach: Nick ist endlich wieder zuhause (Symbolbild)
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Ein Junge aus Fellbach bei Stuttgart verschwand am Mittwochabend nach einem Streit aus seinem Elternhaus. Die Suche nach dem Vermissten war zunächst nicht erfolgreich. Nun ist der 10-Jährige wieder aufgetaucht. 

  • Ein Junge aus Fellbach bei Stuttgart verließ am Mittwochabend nach einem Streit sein Elternhaus. Die Eltern bemerkten das Verschwinden zuerst nicht.  
  • Eine groß angelegte Suchaktion der Polizei blieb zunächst ohne Erfolg. Auch die vielen Hinweise der Bevölkerung führten nicht zum Auffinden des 10-jährigen Nick.  
  • Nun ist der vermisste Junge wieder aufgetaucht. Eine Passantin erkannte ihn in Fellbach und verständigte die Polizei.  

Fellbach - Der seit Mittwochabend in Fellbach bei Stuttgart (Rems-Murr-Kreis) vermisste Junge ist wieder aufgetaucht. Laut einer Pressemitteilung der Polizei Aalen vom Donnerstag, verschwand der 10-Jährige nach einem Streit gegen 21:00 Uhr unbemerkt aus seinem Elternhaus.

Die Polizei leitete eine groß angelegte Suchaktion nach dem Vermissten in der Region Stuttgart ein, bei der auch ein Hubschrauber, sowie die Rettungshundestaffel des Rems-Murr-Kreises zum Einsatz kamen. Trotz des Aufgebots blieb die Suche zunächst ohne Erfolg. Hinweise auf eine Straftat lagen nach der ersten Meldung nicht vor. Man befürchtete jedoch, dass sich Nick in einer hilflosen Lage befinden könnte. Eine Vermutung war, der Junge säße in einem Zug von Stuttgart nach Ulm/Neu-Ulm.

Vermisster Junge in Fellbach (Stuttgart): Polizei und Bruder des Vermissten bitten um Mithilfe

Nachdem die Suche nach dem in Fellbach bei Stuttgart vermissten Jungen nicht erfolgreich war, wandte sich die Polizei Aalen mit einem Lichtbild an die Öffentlichkeit. Auch der Bruder des Vermissten bat über Twitter um Mithilfe. Der Aufruf erhielt in dem Netzwerk großen Zuspruch und verbreitete sich auch über die Grenzen Fellbachs und dem Großraum Stuttgart. „Ich möchte mich vielmals für die plötzliche Unterstützung auf Twitter bedanken!!! Drei Hundestaffeln und zwei Helikopter sind bislang leider an der Suche gescheitert. Jedoch hoffen wir sehr auf Hinweise aus der Bevölkerung!“, schrieb Nicks Bruder Sebastian auf seinem Twitter-Account.

Vermisstenfall in Fellbach: Endlich kommt der erlösende Tipp einer Passantin

Wie die Polizei Aalen in einer zweiten Pressemitteilung erklärte, führten die zahlreichen Hinweise aus der Bevölkerung der Region Stuttgart zunächst nicht zum Auffinden von Nick. Erst als sich eine Passantin aus Fellbach meldete, wurde der vermisste Junge gefunden. Sie sah den 10-Jährigen mit seinem Gepäck in der Bruckstraße in Fellbach. Nachdem sie die Polizei verständigt hatte, folgte sie dem Jungen. Nach Angaben der Polizei wurde Nick wohlbehalten aufgegriffen. Sie übergaben ihn schließlich seiner Mutter. Hinweise auf eine Straftat liegen weiterhin nicht vor.

Vermisster Junge in Fellbach: Wo war Nick?

Die Polizei macht bisher keine Angaben dazu, wo Nick sich zwischen seinem Verschwinden und dem Auffinden aufgehalten hatte. Sein Bruder klärte bei Twitter auf, wo sich der vermisste Junge in den für die Familie schrecklichen Stunden aufgehalten hat.

Nach seinen Angaben stieg Nick nach dem Verschwinden aus seinem Elternhaus in ein fremdes Auto. Der Fahrer des Autos brachte den 10-jährigen Jungen zu sich nach Hause. Dort habe er eine warme Mahlzeit erhalten und an einer Videospielkonsole gespielt. Nach Nicks eigenen Angaben, welche sein Bruder ebenfalls auf seinem Account teilte, behandelte ihn die Person sehr gut und es habe keine Übergriffe oder Vergleichbares gegeben. Nick verließ das Haus am Donnerstagmittag und wurde wenig später zunächst von der Passantin erkannt und schließlich von der Polizei aufgegriffen.

Am Pfingstsonntag kam es in Stuttgart zu einer kritischen Situation. Die Polizei Stuttgart nahm einen dunkelhäutigen 18-Jährigen in Gewahrsam, der sich zuvor einen „Scherz“ erlaubt hatte. Angestachelt durch den Fall Georg Floyd drehte die Menge durch und beschimpfte die Beamten als „Rassisten“.

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