Jetzt muss er in U-Haft

Vater (50) soll Sohn nach Panama entführt haben – wohl, um Impfung zu verhindern

Justiz
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Ein Mann (50) muss sich wegen der mutmaßlichen Entführung seines Sohnes vor Gericht (Symbolbild) verantworten.

Wegen der mutmaßlichen Entführung seines Sohnes in Pforzheim muss sich ein 50-Jähriger vor Gericht verantworten. Ein Haftrichter erließ am Mittwoch U-Haft.

Pforzheim (dpa) – Ein 50-Jähriger, der seinen Sohn nach Panama entführt haben soll, ist in Untersuchungshaft. Wie die Staatsanwaltschaft Pforzheim am Mittwoch bestätigte, wurde er einem Haftrichter in Frankfurt (Main) – wo er ins Land kam – vorgeführt. Der erließ U-Haft. Die Anklagebehörde geht davon aus, dass der Mann demnächst in ihren Zuständigkeitsbereich verlegt wird.

Zuvor hatten die „Badischen Neuesten Nachrichten“und der „Pforzheimer Kurier“ darüber berichtet. Nach dem Mann war mit internationalem Haftbefehl wegen Entziehung Minderjähriger gesucht worden. Er soll seinen bei der Mutter in Mühlacker bei Pforzheim lebenden zehnjährigen Sohn entführt haben. Der Junge ist seit Anfang Februar wieder in der Obhut seiner Mutter.

Nach früheren Medienberichten war der Junge über Weihnachten bei seinem leiblichen Vater nahe dem nordrhein-westfälischen Bergisch Gladbach. Als die Mutter den Sohn am 2. Januar am vereinbarten Treffpunkt in Köln abholen wollte, wartete sie vergeblich. Angebliches Motiv des Vaters soll demnach sein, dass er Impfgegner sei und nicht gewollt habe, dass sein Sohn geimpft werde. Dazu haben sich die Ermittler bislang nicht geäußert. In den Fall waren das Bundeskriminalamt und Interpol eingeschaltet.

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