Batteriekonzern aus Ellwangen

Batteriekonzern Varta erhält 300 Millionen Euro – und könnte die sterbende Autoindustrie retten

  • Marleen van de Camp
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Die Varta AG erhält heute eine Millionen-Förderung von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier persönlich. Damit verbindet sich eine Hoffnung für die Bedeutung des Batteriekonzerns in Europa.

  • Die Varta AG aus Ellwangen in Baden-Württemberg erhält heute eine Millionen-Förderung für die Batteriezellfertigung.
  • Bundeswirtschaftminister Peter Altmaier persönlich überreicht den Förderbescheid an den Batteriekonzern.
  • Der Varta AG wird mit der Förderung eine Ehre zuteil, die Bedeutung für die Zukunft von ganz Europa hat.

Ellwangen – Die Varta AG mit Sitz in Ellwangen, Baden-Württemberg, erhält 300 Millionen Euro Förderung vom Bundeswirtschaftsministerium, wie der dpa-Landesdienst Bayern berichtet. Der deutsche Batteriekonzern bekommt am heutigen Dienstag Besuch von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), der den Bescheid über die Millionen-Förderung persönlich überreicht. Damit wird der Varta AG eine große Ehre zuteil, die Bedeutung für ganz Europa hat. 

Der Batteriekonzern Varta aus Ellwangen in Baden-Württemberg ist das erste deutsche Unternehmen, das aus einem europäischen Gemeinschaftsprojekt gefördert wird.

Varta AG schafft mindestens 1.500 neue Arbeitsplätze in Baden-Württemberg

Die Förderung in Höhe von 300 Millionen Euro soll bei der Varta AG aus Ellwangen in die Bereiche Forschung, Entwicklung und industrielle Anwendung fließen. Die Varta AG will besonders in die Forschung zur nächsten Generation von Lithium-Ionen-Akkus und Technik zur Massenproduktion investieren. Varta hatte in der Region Ellwangen bereits im vergangenen Jahr 500 Mitarbeiter neu eingestellt. In diesem Jahr sollen 1.000 neue Arbeitsplätze hinzukommen. Der traditionsreiche Batteriekonzern hat nicht nur einen Standort in Ellwangen, Baden-Württemberg. Auch nach Nördlingen in Bayern werden Teile der Millionen fließen, die Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier dem Konzern zur Förderung überreicht.    

Millionen-Förderung bringt trotz Coronavirus Hoffnung für die Wirtschaft in Baden-Württemberg

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sieht die Batteriezellfertigung als Zukunftsindustrie und neuen Antrieb für die Wirtschaft in Baden-Württemberg, Bayern und ganz Deutschland - eine Quelle der Hoffnung in Zeiten des Coronavirus. Die Varta AG aus Ellwangen soll durch die Millionen-Förderung den nächsten Schritt in dem Wirtschaftszweig machen, der für ganz Europa wichtig ist. Das Bundeswirtschaftsministerium und die Regierung suchen nach Wegen, die Konjunktur wieder anzukurbeln. Das Coronavirus hatte fatale Folgen für die Wirtschaft in Baden-Württemberg und vielen anderen Bundesländern. Den Innenstädten droht wegen des Coronavirus eine Einzelhandel-Apokalypse und die Daimler AG ist massiv bedroht, da die Regierung einen Bereich, an dem 95 Prozent der Arbeitsplätze hängen, zum Sterben verurteilt hat. Ein Lichtblick: Die Batteriezellfertigung.

Varta AG ist erstes deutsches Unternehmen, das Förderung der EU für Batteriezellfertigung erhält

„Es ist absehbar, dass wir in Deutschland einige Zehntausend Arbeitsplätze schaffen werden in diesem Bereich“, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier in der ntv/RTL -Sendung „Frühstart“ über die Batteriezellfertigung. Die 300 Millionen Euro zur Förderung von Forschung und Entwicklung, die Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier heute in Ellwangen an die Varta AG überreicht, kommt aus dem europäischen Batterie-Projekt (IPCEI). Die Varta AG mit Hauptsitz in Baden-Württemberg ist das erste deutsche Unternehmen, das eine Förderung aus diesem gesamteuropäischen Projekt erhält. 

Bundeswirtschaftsminister Perter Altmaier hat große Erwartungen an die Varta AG aus Ellwangen

Das Kürzel IPCIE steht für „Important Projects of Common European Interest“. Die Varta AG aus Ellwangen ist Teil der ersten Förderrunde, bei der 17 Unternehmen aus 7 Mitgliedsstaaten im Bereich Batteriezellforschung zusammenarbeiten. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat offensichtlich große Erwartungen an den Batteriekonzern aus Baden-Württemberg. Die Förderung in Höhe von 300 Millionen könnte für die Varta AG nicht nur Tausende neue Mitarbeiter, sondern auch eine ganz neue Bedeutung für Deutschland und Europa einbringen. 

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