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Unfall in Freizeitpark in BW: Zwei Menschen verletzt - jetzt spricht der Betreiber

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Von: Sina Alonso Garcia

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Funny-World Freizeitpark
Bei „Funny-World“ dürfen die Besucher die Fahrgeschäfte selbst steuern. In einer Seilbahn wurden eine Mutter und ihr Kind nun jedoch verletzt (Symbolbild). © Funny-World

Bei einem Unfall auf einer Seilbahn im Freizeitpark „Funny-World“ in Kappel-Grafenhausen sind zwei Menschen verletzt worden. Nun spricht der Betreiber über mögliche Gründe.

Kappel-Grafenhausen - Die Meldungen über Unfälle in Freizeitparks scheinen derzeit nicht abzureißen: Anfang August schockierte der tödliche Sturz einer 57-Jährigen aus einer Achterbahn in Rheinland-Pfalz Freizeitpark-Fans im ganzen Land. Nur wenige Tage später dann die traurige Nachricht aus dem Legoland im schwäbischen Günzburg: 31 Menschen wurden auch hier bei einem Achterbahn-Unfall verletzt. Und die Pechsträhne geht weiter: Bei einem Unfall im Freizeitpark Funny-World in Kappel-Grafenhausen (Baden-Württemberg), nur wenige Kilometer entfernt vom Europa-Park Rust, wurden am vergangenen Sonntagmittag (21. August) erneut zwei Menschen verletzt.

Wie die Polizei mitteilte, kamen in Funny-World zwei Personen im Alter von acht und 33 Jahren bei einer Seilbahnfahrt zu Schaden. Sie mussten zur Behandlung in eine Klinik gebracht werden. Aus Sicherheitsgründen wurde der Seilbahnbetrieb daraufhin eingestellt. Funny-World-Betreiber Michael Schludecker bedauert den Vorfall, sieht allerdings keine Schuld beim Park selbst. Wie er im Gespräch mit der Badischen Zeitung betont, habe es in 20 Jahren noch nie einen derartigen Zwischenfall gegeben. „Als ich am Sonntag gekommen bin, habe ich Probefahrten gemacht - auch mit der Polizei“, sagt er. Das Ergebnis beim Seilbahnfahren: „Es gab keine Probleme.“

Unfall in Funny-World: Betreiber vermutet Fehlverhalten der Besucher

Schludecker bezweifelt, dass der Zwischenfall in Funny-World auf einen technischen Defekt zurückzuführen ist. Vielmehr geht er davon aus, dass die Insassen der Seilbahn sich nicht korrekt verhalten haben und etwas gemacht haben, weshalb es zu den Verletzungen kam. „Es ist auch möglich, sich zum Beispiel die Finger am Bügel einzuquetschen. Das ist aber kein technisches Problem.“

Funny-World in Kappel-Grafenhausen

Der im mexikanischen Stil gestaltete Familienfreizeitpark Funny-World richtet sich vorrangig an Kinder von zwei bis zwölf Jahren und bietet einen Mix aus Indoor- und Outdoor-Attraktionen. Bei den meisten Fahrgeschäften können die Kleinen von ihren Eltern begleitet werden. Eine Besonderheit: Die Besucher sind imstande, alle Geräte selbst zu bedienen.

Vorerst stellt der Betreiber den Betrieb der Seilbahn, auf der der Unfall passiert ist, ein. „Das bleibt so, bis der TÜV sich in der kommenden Woche die Anlage anschaut“, so Schludecker. Er betont jedoch, dass die Seilbahnen ohnehin regelmäßig gewartet werden. Für Besucher empfiehlt sich auf alle Fälle, die Bedienungsanleitung vor den jeweiligen Fahrgeschäften gründlich durchzulesen. Denn im Unterschied zu vielen anderen Freizeitparks dürfen die Attraktionen hier eigenständig in Betrieb genommen werden.

Unfall in Funny-World: BZ-Leser berichtet von Zwischenfall an Einhorn-Hüpfburg im Juni

Dass die Besucher die Fahrgeschäfte und Attraktionen selbst an- und ausschalten können, hat in Funny-World bereits Anfang Juni zu einem unerfreulichen Zwischenfall geführt, wie ein Leser der Badischen Zeitung berichtet. So hätten Kinder den Kompressor einer Einhorn-Hüpfburg abgestellt, während andere Kinder noch dort zugange waren. Innerhalb weniger Minuten sei die Hüpfburg in sich zusammengefallen. Gerade noch rechtzeitig habe man die Kinder herunterholen können.

Auch in Hinblick auf den Vorfall mit der Hüpfburg verteidigt sich Park-Betreiber Schludecker: „Das Gebläse kann per Knopf abgeschaltet werden. Es dauert wegen des Mehrkammernsystems aber sieben bis zehn Minuten, bis die Luft raus ist. Das ist ausreichend Zeit, um die Kinder von der Hüpfburg zu holen.“ Eine Gefahr hätte zu keinem Zeitpunkt bestanden.

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