Wirtschafts-Dachverbands BWIHK

Ukraine-Konflikt: Südwest-Wirtschaft befürchtet höhere Energiepreise

Ein Kind steht neben ukrainischen Soldaten und imitiert ihre Haltung, die während der Nationalhymne stramm stehen.
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Aufgrund des Ukraine-Konflikts befürchtet die Südwest-Wirtschaft höhere Energiepreise (Symbolbild).

Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine spitzt sich immer weiter zu. Die Wirtschaft im Südwesten befürchtet steigende Energiepreise.

Stuttgart (dpa/lsw) - Die dramatische Zuspitzung im Russland-Ukraine-Konflikt vergrößert nach Einschätzung des Wirtschafts-Dachverbands BWIHK die Gefahr steigender Energiepreise. «Die hohen Energiepreise sind schon längst eine große Belastung für viele Unternehmen im Südwesten», sagte der Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages (BWIHK), Wolfgang Grenke, der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Stuttgart.

«Wir rechnen auch bei wichtigen Rohstoffen aus der Russischen Föderation und den Anrainern wie beispielsweise Aluminium, Titan, Zink oder Wolfram mit negativen Einflüssen auf die Lieferketten», sagte Grenke.

Die Unternehmen im Südwesten zeigten laut Grenke während der Corona-Pandemie, dass sie mit Krisen umgehen können. Er wies darauf hin, dass die Ausfuhren der Unternehmen im vergangenen Jahr deutlich stiegen und den Höchstwert von gut 221 Milliarden Euro erreichten.

Grenke zeigte sich zuversichtlich, dass die Unternehmen auch die neue Krise meistern werden. «Unter den Unternehmen mit hohem Russland- oder Ukraine-Geschäftsanteil können natürlich einige durch die Krise erhebliche Nachteile erleiden», sagte Grenke. Embargos würde immer beide Seiten von Geschäftsbeziehungen treffen.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am Montag die Unabhängigkeit der Separatistenregionen Donezk und Luhansk in der Ostukraine anerkannt. Der Kremlchef ordnete eine Entsendung russischer Soldaten an. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) stoppte am Dienstag das Genehmigungsverfahren für die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2. Die Europäische Union brachte harte Strafen gegen Russland auf den Weg.

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