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4500 Ukraine-Flüchtlinge im Südwesten registriert - „Die Herausforderung ist für alle eine gewaltige“

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Justizministerin Marion Gentges
Wie Ministerin Marion Gentges mitteilte, sind in Baden-Württemberg bislang 4.500 Ukraine-Flüchtlinge registriert worden. Die Zahl könnte aber auch deutlich höher sein. © Marijan Murat/dpa/archivbild

Nach den Angriffen auf die Ukraine sind in Baden-Württemberg bislang rund 4.500 Flüchtlinge registriert worden. Eine gewaltige Herausforderung für alle Helfer.

Stuttgart (dpa/lsw) - In Baden-Württemberg sind bislang rund 4500 Ukraine-Flüchtlinge registriert worden. So viele Menschen seien alleine in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes aus der Ukraine angekommen, teilte die für Migration zuständige Justizministerin Marion Gentges (CDU) am Montag in Stuttgart mit. «Die Herausforderung ist für alle, die an der Unterbringung von Flüchtenden beteiligt sind, Land- und Stadtkreise sowie Städten und Gemeinden, die Regierungspräsidien und das Land, eine gewaltige.»

Stuttgart erlebt Zustrom in „nie gekanntem Ausmaß“

In der Landeshauptstadt Stuttgart spricht Sozialbürgermeisterin Alexandra Sußmann (Grüne) hingegen von einem „Zustrom in nie gekanntem Ausmaß“, den man erlebe. Laut Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) habe die Stadt die Versorgung und Unterbringung der Ukraine-Flüchtlinge dennoch im Griff.

Es gelinge aber derzeit, alle Menschen unterzubringen, ergänzte ein Sprecher des Landes. Ministerin Gentges wies darauf hin, dass man sich darauf einstellen müsse, dass die Aufgabe nicht in ein paar Tagen einfacher werde. «Wir alle brauchen einen langen Atem und Zusammenhalt um mit den Folgen, die (Präsident Wladimir) Putins furchtbarer Krieg auch für uns verursacht, umzugehen.»

Tatsächliche Zahl der Geflüchteten vermutlich höher - Städte nutzen vermehrt Hallen

Seit der russischen Invasion in das Nachbarland am 24. Februar sind nach UN-Angaben bereits 2,7 Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. Nach Deutschland kamen laut Bundesinnenministerium bisher 146 998 Geflüchtete. Weil nicht alle Flüchtlinge registriert seien, könnte die tatsächliche Zahl aber deutlich höher sein.

In immer mehr Städten im Südwesten werden etwa auch Sport- oder Veranstaltungshallen mit Feldbetten, Trennwänden und Schränken zu Unterkünften umgebaut, um der großen Zahl an Flüchtlingen vor dem Angriffskrieg Russlands in der Ukraine gerecht zu werden.

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