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Haustiere von Ukraine-Flüchtlingen suchen ein neues Zuhause in Baden-Württemberg

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Von: Sina Alonso Garcia

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Eine Französische Bulldogge in einem Hundeanzug bei der Evakuierung von Flüchtlingen, die aus der Ukraine geflohen sind.
Eine Französische Bulldogge bei der Evakuierung von Flüchtlingen aus der Ukraine (Symbolbild). © Ukrinform/dpa

Nicht nur Menschen suchen nach ihrer Flucht aus der Ukraine ein Zuhause in Baden-Württemberg. Auch ihre Vierbeiner benötigen einen Unterschlupf - zumindest vorübergehend.

Stuttgart/Karlsruhe - Die Zahl der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine, die nach Baden-Württemberg* kommen, nimmt täglich zu. Mehr als 1.000 Schutzsuchende wurden inzwischen in Erstaufnahme-Einrichtungen aufgenommen (Stand 7. März). Viele Menschen kommen nicht allein. Immer wieder sieht man unter Jacken, in Körben oder in Laken gewickelt das Liebste, was den Flüchtenden oft noch bleibt: ihr Haustier. Das Problem: In die Flüchtlingsunterkünfte mitnehmen dürfen die Menschen ihre Vierbeiner meist nur in Ausnahmefällen.

Damit die Hunde, Katzen und Kleintiere, die auf der Flucht mit nach Deutschland gekommen sind, ein Dach über dem Kopf haben, rufen Hilfsaktionen dazu auf, sich der Tiere anzunehmen. Beim Deutschen Tierschutzbund kann sich jeder registrieren, der ein geflüchtetes Haustier aus der Ukraine zeitweise aufnehmen möchte. Auf der Suche nach Pflegestellen für Flüchtlingstiere ist derzeit auch das Tierheim Karlsruhe.* Die Menschen müssten die Tiere gegebenenfalls längerfristig betreuen können, teilte der Tierschutzverein Karlsruhe und Umgebung am Dienstag auf Facebook mit.

Haustiere von Ukraine-Flüchtlingen dürfen nicht ins Flüchtlingsheim: „Traurig, dass man keine Rücksicht nimmt“

Auch die Seite haustier-info-ukraine.de kümmert sich um die Vermittlung von Helfenden und Tieren. Das Angebot richtet sich an Personen, die in Deutschland leben und bereit sind, temporär ein Haustier bei sich aufzunehmen. Auf der Website werden auch Tierärzte gesucht, die kostenfreie Beratungen, Behandlungen oder Medikamente für Geflüchtete und deren Haustiere anbieten. Zudem sucht die Vermittlung nach Übersetzern, die der ukrainischen oder der russischen Sprache mächtig sind.

Nachdem der Link zur Haustier-Vermittlung in einer Facebook-Gruppe aus Baden-Württemberg gepostet wurde, reagierten Mitglieder dort mit gemischten Reaktionen. Dass die Tiere in den Flüchtlingsunterkünften nicht erlaubt sind, können viele nicht verstehen. „Sehr traurig, dass man da keine Rücksicht auf die Flüchtlinge nimmt“, schreibt eine Facebook-Nutzerin. „Tiere sind doch wie Familienmitglieder.“ Jemand anderes meint: „Die Situation ist schlimm genug - die Leute brauchen ihre Tiere, um sich daran festzuhalten.“

Hilfen für Flüchtlinge aus der Ukraine: Diese Angebote gibt es in Baden-Württemberg

Fassungslos, aber nicht tatenlos reagieren auch Menschen in Stuttgart auf den Flüchtlingsstrom aus der Ukraine. Die Stadt sucht bereits nach Wohnungen für Ukraine-Flüchtlinge (BW24* berichtete). Wer noch auf der Suche nach Möglichkeiten ist, Menschen aus der Ukraine zu helfen, findet bei BW24 einen Überblick über Hilfsangebote in Baden-Württemberg*. *BW24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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